Köglalm

Einfacher Hüttenzustieg auf markierten Wanderpfaden. Noch leichter zu bewältigen und für Mountainbike oder schiebefreudige KinderwagenbesitzerInnen geeignet ist die Forststraße, die vom Hotel Cordial heraufkommt. (Autor: Siegfried Garnweidner)
8 km
460 m
2.00 h
Hüttenzustieg.
Beim Parkplatz neben dem Fischerwirt, am Nordrand des Achensees geht's los. Zuerst einmal muss man über die Brücke, gleich hinter dem Hotelgebäude dreht man links ab. Der beschilderte Wanderweg führt unter der Bundesstraße hindurch und hinter dem Tunnel schwenkt er links ab. Bei der Viehsperre durch ein Drehkreuz, unmittelbar dahinter rechts abzweigen und ein paar Schritte steil in den Wald hinauf. Anschließend gering ansteigend nach Südosten weiter und immer mehr von der Straße weg. Der Bergweg schlängelt sich in ein paar Kehren deutlich steiler hinauf und quert einen steilen Bachgraben. In einer Linkskurve des Wanderwegs, unmittelbar vor der Routenverzweigung, steht auf 1147 Meter Höhe eine Rastbank mit schönem Blick über den Achensee nach Pertisau, zu Bärenkopf und Stanser Joch. Bei der Verzweigung, unmittelbar über der Bank, rechts halten, also gegen Südosten weiter. Der Weg flacht spürbar ab und quert nach einer Gehzeit von einer knappen Stunde auf 1242 Meter Höhe eine breite Forststraße. Die Route dreht in weitem Bogen nach Nordosten ab und stößt zur Verzweigung der Forststraße, die vom Hotel Cordial heraufkommt. Wer steile Felsetappen nicht schätzt, geht auf der Forststraße in weit ausholendem Bogen gemütlich weiter und kommt zu den oberen Hütten der Köglalm. Der Wanderweg führt von der Forststraße rechts weiter. Beim Klaustalgraben schnürt sich die Fahrspur zu einem Steig zusammen, knickt rechts ab und verläuft gegen Südosten weiter. Anschließend geht es durch ein paar Gräben und zwischendurch auch ein paar Mal über kurze, aber relativ steile, felsige Etappen. Im lichten Kiefernwald dreht der Weg im weiteren Verlauf etwas links ab und führt steil bergan. Anschließend kommt man auf eine Almwiese und von dort sieht man schon die Köglalm stehen, zu der es nur noch ein paar Minuten hinauf ist.
Stille Route aufs Küppal.
Das beliebte Gipfelziel Vorderunnütz ist oben schon erwähnt. Weitaus einfacher gibt sich der Anstieg zum Küppal. Der 1691 Meter hohe, kaum bekannte Berg ist eine wunderbare Aussichtswarte, aber er hat den Schönheitsfehler, dass kein markierter Weg hinaufführt. Wer also zum Küppal will, muss sich exakt an die Routenbeschreibung halten, sonst findet er am Ende nicht hinauf. Schwierig ist der Anstieg nicht, aber er verlangt eine gute Orientierungsgabe und einen Zeitaufwand von einer Dreiviertelstunde hinauf und einer halben Stunde wieder zur Alm hinunter.
Von der Wirtschaft geht es erst einmal gegen Osten zu den oberen Hütten der Köglalm hinauf. Diese liegen auf 1428 Meter Höhe. Nun auf breitem Weg nach Südosten am freien Hang weiter, in der scharfen Linkskehre rechts abzweigen und dem Wegweiser zum Kotalm-Mitterleger folgen. Die Route verläuft anfangs auf einer groben Fahrspur durch eine Mulde hinauf und anschließend in lichten Wald hinein. Weiter oben flacht der markierte Bergweg leicht links abdrehend deutlich ab. Vor sich sieht man bald eine runde Waldkuppe aufragen: das Gipfelziel. Der Weg fällt durch eine breite Lichtung in geringem Rechtsbogen etwas ab und führt zu einer Viehtränke. Beim Wassertrog wird der markierte Bergweg, der rechts abdreht, verlassen, um am Hang geradeaus zu einer Kante aufzusteigen. Auf der Hangkante endet die Trittspur und man hält sich etwas links. Auf einer breiten Lichtung geht es nun weglos nach Osten hinauf. Der Hang ist nicht besonders steil und man kann gut über ihn hinaufgehen. Dann flachen die Waldwiesen etwas ab, und bevor eine ebene Lichtung erreicht wird, dreht man rechts ab. Im lichten Bergwald steigt man nun steil gegen Südosten auf. Es gibt keine Wegspur und man muss aufpassen, dass man nicht zu weit nach rechts kommt. Am Besten wird es wohl sein, mehr oder weniger in der geraden Linie immer in den lichteren Bereichen aufzusteigen. Erstaunlicherweise kommt man kurz auf einen Trampelpfad, der aber gleich wieder endet. Von dort sind es nur noch ein paar Minuten zur weiten, aussichtsreichen Gipfelwiese.
Zurück geht es entlang der Aufstiegsroute. Es gäbe auch die Möglichkeit, weglos gegen Süden zum Zirmjoch (1627 m) abzusteigen und von dort auf einem Wanderweg in mehrmaligem Auf und Ab zum Kotalm-Mitterleger weiterzugehen. Dort wird ein Fahrweg erreicht, der zum Achensee abfällt. Vom Hotel Achenseehof könnte man am Uferweg gegen Norden zum Ausgangspunkt zurückgehen.

Dauer: Auf: 1 1/2 Std. Ab: 3/4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied460 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAchensee, 931 m
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDie sonnigen Wiesen rund um die Köglalm präsentieren sich als glanzvoller Aussichtspunkt. Vornehmlich der Achensee und weite Bereiche des Karwendel-Vorgebirges zeigen sich von dort oben richtig prächtig. Und deshalb ist die Köglalm bei Jung und Alt, bei Mountainbikern und Spaziergängern, Bergwanderern und solchen, die es gerne werden wollen, sehr beliebt. Was kaum einer weiß: Man kann auf der Alm sogar fünf Übernachtungsquartiere bekommen. Und es gibt zwei interessante Gipfelbesteigungen. Eine führt auf den Unnütz und verlangt oberhalb der Alm gute Kondition, denn man muss sich über südseitige Latschenhänge noch einmal 650 Höhenmeter bis zum Vorderunnütz hinaufplagen. Und in solchen Krummholzhängen kann es verdammt heiß werden. Die zweite, weitaus beschaulichere Gipfeltour wird unten vorgestellt.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte 1:35000, Blatt 027 (Achensee)
VerkehrsanbindungVon Norden über den Achenpass oder vom Sylvensteinsee nach Achensee, von Süden von Jenbach oder über die Kanzelkehre herauf; Bushaltestelle an der Bundesstraße in der Nähe des Ausgangspunktes
Tipps
Mit Ski und Rodel. Der lange, mäßig steile Fahrweg vom Hotel Cordial zur Köglalm wird auf weite Strecken im Winter geräumt und ist somit auch bei Schnee gut zu Fuß zu bewältigen. Liegt die weiße Pracht einmal so üppig, dass auch die Jäger nicht mehr mit ihren Suzukis hinaufkommen, eignet sich der Fahrweg gut als Rodelbahn oder als Skitourenanstieg.
Informationen
Hüttensteckbrief. Höhe: 1428 m, Erbaut: 1928, privat, Bewirtschaftet: von Mai bis Oktober, 5 Betten, keine Lager, kein Winterraum, Telefon: +43(0)5246/6458, www.tischlerhof.at.
Tourismusbüro
Tourismusverband Achensee, Tel.: +43(0)5246/5300; www.achensee.com
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