Knorrhütte

Die Knorrhütte kann wohl als die älteste noch bestehende Bergsteigerunterkunft in den Bayerischen Alpen gelten: Schon im Jahre 1855 wurde unterhalb des Zugspitzplatts eine einfache Hütte errichtet, die nach dem Münchner Bürger Angelo Knorr benannt wurde, der einen größeren Teil der Baukosten übernommen hatte. (Autor: Heinrich Bauregger)
3 km
675 m
2.00 h
1 Von Garmisch-Partenkirchen.
Zunächst wandern wir wie bei Tour 86 zur Reintalangerhütte. Von dieser folgen wir dem ausgeschilderten Wanderweg links über die Partnach und wandern dann leicht ansteigend über Schafweiden bis zum Ende des Reintals. Von dort führt nun ein etwas steiniger Wanderweg in einigen Serpentinen über zwei Geländestufen hinauf zur Knorrhütte, wobei die linke Wegverzweigung auf den einfacheren Weg führt.
2 Von Ehrwald.
Wir wandern entweder auf gesperrtem Fahrweg oder auf Wanderweg hinauf zur Ehrwalder Alm (1502 m). Man könnte auch die Ehrwalder-Alm-Bahn benutzen. Oben angekommen, führt ein Fahrweg weiter in Richtung Gaistal – zum Teil durch Wald –, vorbei an der Pestkapelle, zu einer Weggabelung.
Dort geht es links steil hinauf zur Hochfeldernalm. Wir wandern nun auf schmalem Pfad über die Weidehänge weiter steil hinauf, biegen bei den nächsten beiden Wegverzweigungen jeweils rechts hinauf zum Brand (2120 m), dem höchsten Punkt dieses Hüttenwegs. Dann geht es leicht hinab zum Feldernjöchl (2045m), bei der Wegverzweigung links weiter leicht hinab zum Gatterl, dem Übergang (zugleich Grenze zwischen Bayern und Tirol) ins Reintal. Eine kurze drahtseilgesicherte Stelle muss gemeistert werden, dann wandern wir auf gutem Pfad nahezu eben hinüber zur bereits sichtbaren Knorrhütte.
3 Abstieg vom Zugspitzplatt.
Wir gehen am Restaurant Sonn Alpin rechts vorbei und auf Schotterweg zum Pfad, der von links von der Zugspitze herabführt. Dort wandern wir rechts auf einem leichten, ausgeschilderten Weg im Auf und Ab durch die Moränenlandschaft des beinahe abgeschmolzenen Zugspitzgletschers, dann in Kehren hinab zum bald sichtbaren Unterkunftshaus. Auf den letzten Metern sehen wir nun endlich einige grüne Matten mit – Überraschung! – weidenden Schafen.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied675 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGarmisch-Partenkirchen
EndpunktKnorrhütte
TourencharakterDie Knorrhütte kann wohl als die älteste noch bestehende Bergsteigerunterkunft in den Bayerischen Alpen gelten: Schon im Jahre 1855 wurde unterhalb des Zugspitzplatts eine einfache Hütte errichtet, die nach dem Münchner Bürger Angelo Knorr benannt wurde, der einen größeren Teil der Baukosten übernommen hatte. Die Hütte verfiel allerdings mit der Zeit und diente zeitweise sogar als Schafstall. Knapp 20 Jahre später bot sie allerdings wieder für ein Dutzend Bergsteiger Unterschlupf, nachdem die Sektion München des Deutschen Alpenvereins die Hütte wieder instand gesetzt hatte. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Hütte nach den letzten Umbaumaßnahmen im Jahre 1929. Heute finden in der Knorrhütte über 100 Bergsteiger eine sichere Unterkunft.
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von der Reintalangerhütte: 2 Std. (von Garmisch-Partenkirchen: 7 Std.); von Ehrwald (Ehrwalder Alm): 5 1/2 Std. (bzw. 3 Std.); Abstieg von der Zugspitze: 2 1/2 Std. Schwierigkeit Der Aufstieg von Garmisch-Partenkirchen über die Reintalangerhütte ist leicht, aber sehr lang. Der Aufstieg von Ehrwald lässt sich mit der Ehrwalder-Alm-Bahn abkürzen, setzt aber Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus; im Frühsommer noch Schneefelder. Der Abstieg vom Zugspitzplatt erfolgt auf leichtem Wanderweg (bei Nebel an den Stangen orientieren); wer den direkten Weg von der Zugspitze hinunter aufs Platt mitnehmen will, braucht unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit! Gipfel Zeit Von der Knorrhütte: 2 1/2 Std., Abstieg zur Hütte: 2 Std.; insgesamt: 4 1/2 Std. Schwierigkeit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig.
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Werdenfelser Land (LVG).
GastronomieWeitere Hütten Ehrwalder Alm, 1502 m (priv., ganzj. bew., 40 Betten; Tel. 0043/5673/2534). 1 Std. oberhalb von Ehrwald, mit Kabinenbahn oder zu Fuß auf Fahrweg zu erreichen. >>> Hochfeldernalm, 1732 m (privat, von Juni bis Anfang Oktober bewirtschaftet, 8 Betten; Tel. 0043/699/10872502). Sonn Alpin, 2589 m (Gletscherbahnhof der Zugspitz-Zahnradbahn mit Restaurant). Reintalangerhütte, s. Tour 86. Münchner Haus, siehe Tour 84.
Informationen
Der Hüttengipfel Zugspitze, 2962 m: Deutschlands höchster Gipfel kann natürlich am schnellsten mit den drei Bergbahnen erreicht werden. Ansprechender ist aber sicher der Weg zu Fuß. Der einfachste Aufstieg erfolgt durch das Reintal und über die Knorrhütte. Von der Knorrhütte geht es auf markiertem, leichtem Steig in Serpentinen über das etwas unübersichtliche Platt – bis in den Frühsommer hinein sind hier Schneefelder zu finden – hinauf zur Bergstation der Zugspitz-Zahnradbahn (Sonn Alpin). Von dort führt die Hangbahn direkt hinauf zum Zugspitzgipfel. Zum Gipfelkreuz sind es von hier zwar nur wenige Meter auf gesichertem Steig, aber dafür braucht es dann schon noch Schwindelfreiheit. Wer die Gondelbahn vermeiden will, folgt vom Restaurant Sonn Alpin dem markierten und mit Stangen und Seilen gesicherten Steig in zahlreichen Serpentinen durch den steilen und schottrigen Gipfelhang. Der Zugang zum Zugspitz-Ostgipfel erfolgt am östlichen Ende der Aussichtsplattform. Von dort leitet ein gesicherter Steig zum großen, goldglänzenden Gipfelkreuz.
Höchster Punkt
Knorrhütte, 2051 m; Zugspitze, 2962 m.
Unterkunft
Knorrhütte, 2051 m (AV-Hütte, Kat. I, 30 Betten, 88 Lager, Anfang Juni bis Anfang Oktober bew., offener Winterraum mit 4 Lagern; Tel. 08821/ 2905).

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