Kloster Lehnin

Durch das Naturparadies Lehniner Heiden Leichte Waldwanderung auf meist fahrradfähigen, teils sandigen Wegen. (Autor: Bernhard Pollmann)
11 km
100 m
3.00 h
Ins Quellgebiet der Emster Vom Gasthof Zur Linde im Weiler Emstal (Backofenmuseum, Backofenfest am ersten Sonntag nach Pfingsten) führt die Emstaler Hauptstraße an der denkmalgeschützten Dorfkirche, dem Friedhof und der Abzweigung zum Badestrand vorbei Richtung Lehnin. Am Ortsausgang geradeaus durch die Allee, bis hinter dem See Emstaler Schlauch die Markierung »grünes X« links auf einen Waldweg Richtung Rädel abzweigt. Der Weg folgt im Wald dem Seeufer und erreicht nach etwa 5Min. die als Naturdenkmal ausgewiesene dreistämmige Hexenkiefer, eine der mächtigsten Kiefern in Brandenburg. Im weiteren Verlauf lassen einige uralte Eichen aufschauen, an der ersten Wegeverzweigung laden Bänke und Tisch in einer Wiese zur Rast. Im Wechsel von Wald und Wiesen erreichen wir eine Verzweigung vor den ersten Häusern (»grünes X« führt weiter zum Ökohof Rädel, wo die Emster entspringt und sich die Orchideenwiese befindet) und folgen hier der Grünstrich-Markierung rechts Richtung Lehnin. Im Wald, in dem sich wiederum mächtige Eichen finden, zweigt der Grünstrich links Richtung »Puschkinstraße« ab (geradeaus geht es schnurgerade durch den Wald Richtung »Gartenstraße«) und führt am Gohlitzsee vorbei nach Lehnin, wo wir weiter zum Kloster Lehnin gehen. Kloster Lehnin Das 1180 von Markgraf Otto I. von Brandenburg gegründete Kloster Lehnin war das erste Kloster in der Mark Brandenburg und zugleich die erste Klostergründung der Zisterzienser in der Mark. Die der Ordens-patronin geweihte gotische Marienkirche (1183–1260) wurde im 19. Jh. wieder aufgebaut. Sie ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der altmärkischen Backsteinarchitektur und die neben Chorin bedeutendste Zisterzienserkirche in der Mark. Seit 1911 beherbergen die Gebäude des 1542 säkularisierten Klosters das Luise-Henrietten-Stift, eine diakonische Einrichtung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg. Als Hauskloster und Begräbnisstätte der Askanier hatte das Kloster Lehnin eine bedeutende kirchliche, wirtschaftliche und territorialpolitische Funktion und entwickelte sich zu einer der wohlhabendsten Abteien im Land. Drei neue Klostergründungen schufen die Lehniner Mönche noch im 13. Jh. - 1234 wurde das Kloster Paradies (heute in Polen) mit einem Konvent besetzt, 1257 das Kloster Mariensee errichtet (1273 nach Chorin verlegt), 1299 das Kloster Himmelpfort bezogen. Mittelsee Vom Straßendreieck beim Kloster geht es auf der Straße Richtung Emstal, bis kurz hinter dem Ortsausgangsschild die Markierung »Gelbstrich« links versetzt geradeaus auf die Gartenstraße wechselt. Dieser Waldweg entfernt sich bald von der Straße. Wenn er schließlich an einer Schranke auf die Straße trifft, hat man zwei Möglichkeiten: Dem Gelbstrich waldeinwärts weiter nach Emstal folgen oder wenige Meter der Straße folgen (links), bis rechts der Waldweg zum von Mooren umgebenen Mittelsee, einem Rückzugsgebiet für zahlreiche Vögel, abzweigt. Entscheidet man sich für die Mittelsee-Variante, trifft man an der oben erwähnten Raststelle in der Wiese wieder auf die Route »grünes X« und folgt ihr links an der Hexenkiefer und am Emstaler Schlauch vorbei zurück nach Emstal.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied100 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortDie Gemeinde Kloster Lehnin liegt im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark.
AusgangspunktGasthof Zur Linde bzw. Bushaltestelle in Kloster Lehnin-Emstal; alternativ Busbahnhof und Parkplatz in Lehnin am ehemaligen Kloster.
TourencharakterDurch stille Wälder, an Seen und an der mächtigen Hexenkiefer vorbei führt diese Wanderung durch das Naturschutzgebiet »Lehniner Mittelheide und Quellgebiet der Emster« zum ehemaligen Zisterzienserkloster Lehnin, einer der bedeutendsten Klosteranlagen in der Mark Brandenburg.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Freizeitkarte 1 - 50 000, Blatt Havelseengebiet (Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg), oder Kompass Wander- und Radtourenkarte 1:50 000, Blatt 745 Havelland.
VerkehrsanbindungA 2 Hannover – Berlin, Ausfahrt Lehnin.
GastronomieEmstal, Lehnin.
Tourismusbüro
Gemeinde Kloster Lehnin, Friedensstraße 3, 14797 Kloster Lehnin, www.lehnin.de

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