Kleiner Berg mit großer Aussicht

Kleine und wenig anstrengende, aber sehr abwechslungsreiche Wanderung: Moore, winzige Seen, Suonen, im Frühsommer eine üppige Flora und dazu ein tolles Panorama. (Autor: Eugen E. Hüsler)
6 km
320 m
2.00 h
Die kleine Runde startet beim großen Stall auf der Moosalp (2048m). Man folgt der breiten Trasse, unter deren Oberfläche sich die »Augstborderi« verbirgt, knapp 1km weit nach Osten, biegt dann in den links abgehenden Weg ein. Er führt leicht steigend in eine teilweise sumpfige Almmulde und dann steiler bergan zu dem baumfreien Grasrücken des Stand (2119m) mit großer Rundschau. Blickfang im Norden ist die gewaltige Felspyramide des Bietschhorn (3934m), die das Rhonetal um 31/2 km überragt. Panoramatafeln erläutern die ganze schöne Aussicht. Markierungen leiten nordseitig bergab zu dem von Wollgras und Schilf gesäumten, winzigen Boniger See. Wahlweise links oder rechts um das seichte Gewässer herum, dann westlich vom Goldbiel (2125m) hinunter zur nächsten Idylle: ein zweiter, von Wald umschlossener See (2047m). Auf der Breitmatte (1988m) stößt man wieder auf die »Augstborderi«. Dem Sandsträßchen folgend geht's – jetzt gegen den Wasserlauf – abschließend zurück zur Moosalp (2Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied320 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMoosalp (2048m)
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDem unscheinbaren Rücken sieht man nun wirklich nicht an, was für ein fantastischer Aussichtspunkt er ist. Erst ein Blick auf die Landkarte macht es deutlich, zeigt die bevorzugte Lage des Stand: das Oberwallis auf einen Blick, vom Furkapass bis zur Sprachgrenze hinter Leuk.
Und diesen weiten Blick genießt man bereits nach gut halbstündigem Aufstieg! Da ist es angenehm, dass sich diese »Gipfeltour« um eine Schleife erweitern lässt, die an zwei idyllischen Seen vorbeiführt und mit einer alten, im Boden versenkten Suone zur Moosalp zurückleitet. Die »Augstborderi«, ursprünglich etwa 20km lang, fasst ihr Wasser am Emdbach; bereits um 1400 regelte eine Schrift die Verteilung des kostbaren Nasses zwischen den Gemeinden Embd, Törbel und Zeneggen. In den Jahren 1947–1949 wurde sie fast komplett in Röhren verlegt.
Törbel, das südöstlich unterhalb der Moosalp liegt, kann mit einer botanischen Rarität aufwarten: Hier blüht die so genannte Südliche Tulpe, eine Verwandte der Weinbergtulpe (Tulipa sylvestris); sie hat in der Schweiz nur im Wallis ganz wenige Standorte.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 274 T »Visp«; Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1288 »Raron«
MarkierungenGelbe Wegweiser
VerkehrsanbindungÜber die Moosalp führt eine schmale und kurvenreiche Bergstraße: Stalden–Törbel (1497m)–Moosalp–Bürchen–Visp. Postbuslinie Stalden–Bürchen
GastronomieAuf der Moosalp
Tourismusbüro
Tourismusbüro, 3923 Törbel; Tel. 027/9 5212 77, toerbel@rhone.ch, www.toerbel.ch

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