Klausen und Spitzstein

Almfahrwege. Das jeweils letzte Stück besteht aus leichten Bergwanderwegen (z.T. steil). (Autor: Heinrich Bauregger)
14 km
875 m
4.00 h
Die Klausenhütte – von den Einheimischen auch nur Klausen genannt – liegt auf dem Kamm, der sich von Aschau nach Süden zieht und im markanten Spitzstein kulminiert. Ihre freie Lage, die gute Aussicht garantiert, und ihr gemütlicher Charakter haben sie zu einer kleinen Bergwanderinstitution werden lassen. Der wohl am häufigsten gemachte Anstieg ist der von Hammerbach im Priental; doch wer es noch etwas ruhiger haben will, ist mit dem Aufstieg durch das Trockenbachtal gut beraten. Wer noch Kräfte übrig hat, kann nach dieser Tour noch einen Abstecher auf den Spitzstein wagen, der von dieser Seite her ein Kinderspiel darstellt.
Vom Parkplatz im unteren Trockenbachtal am Ende der öffentlichen Straße wandern wir nur unmerklich ansteigend talein. Vorbei an der Jausenstation Köndlötz (etwas rechts vom Weg) weiter durch das im unteren Bereich bewaldete Tal, bis wir auf einige Almen stoßen. Am Ende des Almgebiets, bei den Jagdhütten, verzweigt sich der Fahrweg. Nun rechts in Kehren hinauf durch Wald – bei den weiteren Verzweigungen links halten, bis rechts der ausgeschilderte Steig zur Klausenhütte abzweigt. Noch eine halbe Stunde Gehzeit, und wir haben die Kammhöhe mit dem einladenden kleinen Berggasthaus direkt auf der bayerisch-österreichischen Grenze erreicht. Für die Rückkehr benutzen wir den Anstiegsweg.
Das Anfang der achtziger Jahre – nachdem das alte Haus durch einen Brand verzichtet worden war – neu errichtete Spitzsteinhaus ist durch seine günstige Lage und seine leichte Erreichbarkeit gerade von der Tiroler Seite aus eine immer wiederkehrende Verlockung. Und der Gipfelblick vom Spitzstein, dem höchsten Gipfel der westlichen Chiemgauer Alpen, reicht von den Berchtesgadener Alpen über die Felszinnen des Wilden Kaisers bis hinein in die Zentralalpen. Vom Parkplatz am obersten Ende des Erler Bergs schlendern wir gemütlich auf dem gesperrten Fahrweg in einer knappen halben Stunde hinauf zum Spitzsteinhaus. Zum Gipfel führt nun ein rot markierter Steig vom Haus zuerst mäßig, dann bald steil ansteigend über den freien Südhang und im obersten Teil durch Wald zum höchsten Punkt mit Kreuz und kleiner Kapelle. Abstieg wie Anstieg.

Dauer - Anstieg Klausen 2.30 Std., Abstieg 1.30 Std.; insgesamt: 4 Std. Anstieg Spitzstein 1.30 Std Abstieg 1 Std.; insgesamt: 2.30 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied875 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortErl
AusgangspunktParkplatz Trockenbachtal / Parkplatz Erler Berg
EndpunktParkplatz Trockenbachtal / Parkplatz Erler Berg
TourencharakterAlmfahrwege. Das jeweils letzte Stück besteht aus leichten Bergwanderwegen (z.T. steil).
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1 - 50 000 Chiemsee – Chiemgauer Alpen (BLVA).
VerkehrsanbindungSalzburger Autobahn bis Inntaldreieck, dann weiter Richtung Innsbruck bis zur Ausfahrt Brannenburg/ Degerndorf; über Nußdorf nach Windshausen zum Grenzübergang. In Ortsmitte von Erl – bei der Pfarrkirche – links und kurvenreich hinauf ins Trockenbachtal; 6 km hinter Erl verzweigt sich die Straße - zur Klausen links weiter bis zum Ende der öffentlichen Fahrstraße, rechts zum Parkplatz am Erler Berg für die Spitzsteintour.
GastronomieKlausen (an Wochenenden und Feiertagen ganzjährig bewirtschaftet, im Sommer auch unter der Woche). Spitzsteinhaus, Alpenvereinshaus, ganzjährig bewirtschaftet, mit Übernachtungsmöglichkeit.
Tipps
Und nach der Tour - Ein Besuch von Neubeuern mit seinem reizvollen Ortsbild.
Höchster Punkt
Spitzstein, 1596 m; Klausen, 1508 m

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Heinrich Bauregger

Bayerische Hausberge

Die »Bayerischen Hausberge« sind Bergklassiker zwischen Berchtesgaden und Füssen. Eine reichhaltige Palette herrlichster Unternehmungen in den Bergen.

Jetzt bestellen