Kesselberg – Jochberg – Walchensee

Einfache Bergwanderung; nur im Bereich des Nordabbruchs Vorsicht geboten; faszinierender Gipfelausblick, insbesondere auf den Walchensee und hinüber zum Karwendel; im Sommer in der zweiten Tageshälfte auf den Südhängen trotz des lichten Laubwaldschattens sehr heiß. (Autor: Bernd Riffler, Heinrich Bauregger)
3 km
710 m
2.00 h
Der Jochbergaufstieg beginnt auf der Kesselberghöhe (858 m) gegenüber dem Reitweg zum Herzogstand. Hier stehen auch Parkflächen zur Verfügung, die an wettergünstigen Bergsteigertagen allerdings frühzeitig überfüllt sind. Also so bald wie möglich anreisen, es sei denn, man benutzt den Linienbus. Der schmale Pfad gewinnt gleich zügig an Höhe, ein Umstand, der nicht so sehr ins Gewicht fällt, wenn man früh dran ist und die Morgenkühle nutzen kann.
Auf halber Höhe kommt man links des Wegs zu einem aussichtsvollen Rastplatz, von dem aus der Blick weit ins Vorland hinausgeht. Gleich daneben trifft man auf einen kleinen Brunnen, den man nach der rasanten Eingangsetappe nicht verschmähen wird. Nach dem Absatz und der Verschnaufpause geht’s weiter rasant zur Sache und steil zu einem Zaundurchlass hinauf, hinter dem man linksgerichtet weiterwandert.
Wenig später zweigt rechts der Weg zur Jocheralm ab, den man auch benutzen könnte, wenn man auf den Gipfel verzichtet. Ansonsten erklimmt man einen Waldhang und gelangt zu den schattigen Nordabbrüchen, an denen der Weg im Rechtsbogen für kurze Zeit entlangführt. Vorsicht! Kleinere Kinder lieber an die Reepschnur nehmen! Das Finale zum Jochberggipfel (1567m) auf dem südseitigen Wiesenhang gestaltet sich hingegen wieder völlig harmlos, wenngleich an heißen Tagen auf dem letzten Serpentinen schon noch ein paar Schweißtropfen fließen.
Für den Rückweg gibt es zweierlei Möglichkeiten. Entweder man steigt kurz und bündig auf dem Herweg ab oder man benutzt der Abwechslung halber die längere und auch erlebnisvollere Variante über Jocheralm (1382 m), Sachenbach, Walchensee und Urfeld, die zuverlässig markiert und demgemäß nicht zu verfehlen ist. Von Urfeld sind‘s dann nur noch wenige Höhenmeter bis zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, dem Parkplatz auf dem Kesselberg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied710 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKesselbergstraße/ Passhöhe (858 m), Parkplätze.
EndpunktKesselbergstraße/ Passhöhe (858 m), Parkplätze.
TourencharakterAls unmittelbarer Nachbar des bergbahnerschlossenen und populären Herzogstands scheint der Jochberg eher für ein Mauerblümchendasein bestimmt zu sein. Doch der Schein trügt. War der ebenmäßig geformte und elegant geschwungene Vorberggipfel nämlich schon seit jeher in der Münchner Bergsteigerzunft als schöne Aussichtskanzel sehr geschätzt, kommt heute der Riesenschwung jener Herzogstand-Abtrünnigen hinzu, denen der Berghotel- Rummel der Bergbahn-Touristen auf der anderen Kesselbergseite über die Hutschnur geht.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte LVG 1:50000, Bad Tölz – Lenggries und Umgebung; Kompass Wanderkarte 1:50000, Nr. 182 Isarwinkel.
MarkierungenZuverlässig markierte Wege.
VerkehrsanbindungAutobahn München – Garmisch, Ausfahrt Penzberg, Bichl, B 11 Kochel, Richtung Walchensee und zur Kesselberg-Passhöhe. Ebenso mit Bus ab Bahnstation Kochel.
GastronomieIm Fall der Rundwegvariante die Jocheralm (im Sommer einfach bewirtschaftet) und Kiosk in Sachenbach.
Informationen
Das Walchenseekraftwerk: Das 1918 bis 1925 von Oskar von Miller, dem Gründer des Münchner Deutschen Museums, errichtete Walchenseekraftwerk kann besichtigt werden (tägl. 9–17 Uhr). Neben dem respekteinflößenden Getöse der Riesenturbinen wird in einer kleinen Bilddokumentation die Entstehungsgeschichte und Funktion des Kraftwerks verdeutlicht. Entsprechend der genialen Idee des Erbauers wird mit sechs gewaltigen Druckrohrleitungen das 200-Meter- Gefälle zwischen dem höher gelegenen Walchensee und dem Kochelsee ausgenützt.
Unterkunft
Kochel, Urfeld.
Tourismusbüro
Tourist-Info Kochel am See Kalmbachstr. 11, 82431 Kochel, Tel. 08851/338, Fax 5588, E-Mail: info@kochel.de, Internet: www.kochel.de

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Bernd Riffler, Heinrich Bauregger

Oberbayerische Hausberge

Bernd Riffler und Heinrich Bauregger führen zu den bewährten Lieblingszielen in den Münchner Haus- und Familienbergen, aber auch zu den weniger bekannten Gipfelzielen.

Jetzt bestellen