Kenzenhütte

Ein Wasserfall und seltene Alpenflora (Autor: Wolfgang Taschner, Michael Reimer)
36 km
500 m
5.00 h
Von Halblech zur Kenzenhütte.
Schon allein der Anstieg zur Kenzenhütte zählt zu den schönsten im Allgäuer Alpenraum. Zunächst führt der Weg ein längeres Stück am Ufer des Halblechs entlang, wo zahlreiche Gumpen am Ende der Wanderung zu einem erfrischenden Bad einladen. Ab der Reiselsbergbrücke folgen wir rechts dem Lobentalbach, der kurz darauf zur Stromgewinnung aufgestaut wird. Ab Lettenfleck bringt uns ein schmaler Steig zum Bockstallsee, an dem es einige Badestellen gibt. Das Wasser ist allerdings selbst im Hochsommer empfindlich kalt. An der Kapelle am Wankerfleck vorbei geht es dann das letzte Stück hinauf zur Kenzenhütte.
Fantastische Gebirgsflora.
Im Frühsommer verwandeln sich die Wiesen rund um die Hütte in ein buntes Blütenmeer, aus dem besonders das zarte Rot der Alpenrosen sowie das intensive Blau des langstieligen Enzians hervorstechen. Jeden Donnerstagvormittag bietet die Gäste-Information Halblech eine geführte Wanderung zu diesem Thema an. Informationen dazu gibt es unter Tel.: 08368/285.
Das Ammergebirge durchqueren.
In einer mehrtägigen Tour kann man das gesamte Ammergebirge von West nach Ost durchwandern. Start ist in Schwangau mit der Übernachtung im Tegelberghaus. Von dort sind es durchs Lobental ca. vier Stunden zur Kenzenhütte. Erfahrene Bergsteiger können auch über die Hochplatte gehen und sind dann ca. acht Stunden unterwegs. Nächstes Ziel von der Kenzenhütte sind die Brunnenkopfhäuser (siehe Hütte 34), die etwa vier Stunden entfernt sind. Über Pürschling und Brunnberg endet die Durchquerung schließlich in Oberammergau.

Länge.
Von Bruckschmied über Lettenfleck (2 3/4 Std.); von Halblech mit der Bahn zum Buchberg und von dort über Leiterau (3 Std.); von Linderhof über Bäckenalmsattel (3 Std.)

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour36 km
Höhenunterschied500 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz Bruckschmied oder Schloss Linderhof
EndpunktWie Ausgangspunkt.
Tourencharakter»Ein ewiges Rätsel will ich bleiben mir und anderen«, hatte einst Ludwig II. über sich geschrieben. Das Leben des Märchenkönigs gibt nach wie vor Anlass zu Spekulationen, als sicher gilt hingegen, dass er sich mehrere Male in seinem Jagdhaus bei der Kenzenhütte aufgehalten hat. Bei einem dieser Besuche wurde der Wasserfall oberhalb der Hütte nachts mit einem bengalischen Feuer beleuchtet. Der König nahm dabei an einer Tafel im Freien sein Abendessen ein und verweilte anschließend bis zum Morgengrauen an dem illuminierten Ort.
Noch heute ist das Jagdhaus Ziel von Bewunderern des Königs, auch wenn das Gebäude nach einem Brand komplett neu errichtet wurde und heute der Bergwacht als Stützpunkt dient. Für den normalen Wanderer üben die umgebende Landschaft und insbesondere der Wasserfall auch ohne bengalische Beleuchtung einen großen Reiz aus.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte Nr. 5, Wettersteingebirge – Zugspitzgebiet, 1:50.000, oder Nr. 05, Oberammergau und Ammertal, 1:35.000
VerkehrsanbindungStündliche Bahnverbindung von Ulm nach Füssen und von dort weiter mit dem Bus Nr. 73 nach Halblech. Mit dem Auto nimmt man aus Richtung Ulm die A 7 und fährt vom Autobahnende weiter über Füssen oder über Seeg und Roßhaupten nach Halblech. Aus Richtung München fährt man auf der Autobahn A 96 bis zur Ausfahrt Landsberg/Lech und dann auf der Bundesstraße B 17 nach Halblech. Bei der Brücke über den Halblech am westlichen Ortsende liegt der Wanderparkplatz Bruckschmied.
Informationen
Hüttenporträt. Höhe: 1294 m. Erbaut: Alter Teil um 1650, neuer Teil 1950, erweitert 1970 (privat). Bewirtschaftet: Über Ostern und täglich von Himmelfahrt bis Ende Oktober. Kulinarischer Tipp: Käsespätzle und Schupfnudeln. Hüttenwirt: Karl-Heinz Warner. Telefon: 08368/390. Betten: Keine. Lager: 50. Materialbeschaffung: Über Güterweg aus Halblech.
Tourismusbüro
Gäste-Information, Bergstraße 2a, Ortsteil Buching, 87642 Halblech, Tel.: 08368 / 285, Fax: 08368 / 72 21, E-Mail: info@halblech.de, Internet: www.halblech.de

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