Kaufbeurer Haus

Das Kaufbeurer Haus liegt hoch über dem kleinen Ort Hinterhornbach am Rande des Urbeleskars. Vom Tal aus ist die 1905 erbaute Selbstversorgerhütte der Alpenvereinssektion Allgäu-Immenstadt bereits gut zu erkennen. Die Hütte liegt am Ende des anspruchsvollen Enzenspergerwegs, der von der Kemptner Hütte über die Hermann-von-Barth-Hütte durch eine großartige hochalpine Landschaft führt. Die Hütte ist leider nur am Wochenende einfach bewirtschaftet, dann gibt es jedoch Getränke und auch Suppen. Wer unter der Woche kommt, kann sich jedoch den Schlüssel zur Hütte bei der Sektion besorgen. Alternativ auch in Hinterhornbach bei Sieghard Meister, Hinterhornbach Nr. 5. (Autor: Heinrich Bauregger)
3 km
865 m
3.00 h
1 Von Hinterhornbach Vom Parkplatz am oberen Ortsende geht es zunächst auf einer Brücke über den Hornbach, dann wandern wir auf der rechten Seite des Baches auf einem Wirtschaftsweg bergwärts in den Wald, wo man bald auf den vom kleinen unteren Parkplatz heraufführenden Weg trifft. Dort geht es über einen quer führenden Forstweg hinweg und auf dem steilen, markierten Hennensteig (Mark.-Nr. 434) den roten Punkten folgend in zahllosen Serpentinen durch Wald hinauf. Dann treten wir aus dem Wald heraus und wandern über das Karköpfle hinweg, zuletzt über den Sulzbach und in Kehren hinauf zum Kaufbeurer Haus. 2 Von Häselgehr Von der Ortsmitte von Häselgehr folgt man zunächst der Ausschilderung zum Doser-Wasserfall. Dann geht es weiter auf dem markierten Weg (Mark.-Nr. 434) hinauf ins Haglertal. Wir wandern an der Haglertalhütte (1391 m) vorbei weiter durch Wald – wir passieren zwei Almhütten – bis zu einer Wegverzweigung am Rastegg. Hier rechts durch Wald und über mit Latschen durchsetzte Grashänge (weiterhin Mark.-Nr. 434) hinauf an den Rand des Gliegerkars, wo man auf den Enzenspergerweg trifft. Auf diesem rechts weiter zum Kaufbeurer Haus. 3 Übergang von der Hermann-vonBarth-Hütte Vom Alpenvereinshaus im Wolfebnerkar folgen wir dem markierten Enzenspergerweg (Mark.-Nr. 435) um die Südabbrüche der Wolfebnerspitzen herum ins Balschtekar (rechts zweigt der Weg nach Elbigenalp ab). In einem riesigen Rechtsbogen wird das mehrteilige Kar ausgegangen (nach einer Dreiviertelstunde zweigt links der Steig über die Schoneggerscharte ins Hornbachtal ab), bis auf dessen Ostseite der Balschtesattel (2262 m) erreicht wird. Jenseits geht es in steilen Serpentinen hinab ins Noppenkar und in einem weiten Rechtsbogen hinüber zum Luxnacher Sattel (2093 m). Hier zweigt rechts der Weg über das Hasglertal nach Häselgehr ab. Nun wandern wir um den Ausläufer des Südostgrates der Noppenspitze herum in das Sattelkar, dann ziemlich eben weiter durch das Woleggleskar und das Gliegerkar, an den Gratausläufern der Sattelkarspitze vorbei. Der Weg steigt nun in kurzen Serpentinen zum Griesschartl (2420 m) an, dann links durch die felsige Ostseite der Bretterspitze zum höchsten Punkt des Übergangs ins Urbeleskar. Dort geht es links in steilen Serpentinen in den Karboden hinab und weiter zum Kaufbeurer Haus, das auf einer Geländekante steht.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied865 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von Hinterhornbach: 3 Std.; von Häselgehr: 4 Std.; Übergang von der Hermann-von-Barth-Hütte: 5 1/2 Std. Schwierigkeit Der Anstieg von Hinterhornbach erfolgt auf gutem Bergwanderweg, der Anstieg von Häselgehr über die Schwärzerscharte setzt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus, ebenso der Übergang von der Hermann-von-Barth-Hütte auf dem Enzenspergerweg. Gipfel Zeit Bretterspitze: Vom Kaufbeurer Haus: 1 1/2 Std., Abstieg zur Hütte: 1 Std. Urbeleskarspitze: Vom Kaufbeurer Haus: 1 3/4 Std., Abstieg zur Hütte: 1 1/4 Std. Schwierigkeit Bretterspitze: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, aber wesentlich einfacher als die Urbeleskarspitze. Urbeleskarspitze: Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, zusätzlich Kletterfertigkeit im 2. Schwierigkeitsgrad.
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Allgäuer Alpen (LVG).
GastronomieWeitere Hütten Haglertalhütte, 1391 m (privat, im Sommer bewirtschaftet).
Tipps
Häselgehr war früher der Ort im Lechtal für die Eisenherstellung. Es gab Glockengießereien und Eisenbetriebe, die u. a. Kuhschellen und Sensen herstellten, die weit über die Grenzen Tirols hinaus exportiert wurden.
Informationen
Die Hüttengipfel Bretterspitze, 2608 m: Vom Kaufbeurer Haus folgt man dem markierten Weg (Mark.-Nr. 435) rechts haltend über Grashänge hinauf zu den Schrofen, die das Urbeleskar auf der Westseite begrenzen, dann links um einen Felsausläufer herum in ein kleines Kar und links zum höchsten Punkt des Übergangs zwischen Bretterspitze und Urbeleskarspitze, der oberhalb der Schwärzerscharte liegt. Von dort geht es rechts weiter auf markiertem schmalen Steig durch schrofiges und mit Geröll durchsetztes Gelände hinauf zum Gipfelkreuz der Bretterspitze. Urbeleskarspitze, 2632 m: Vom Kaufbeurer Haus steigen wir links haltend leicht hinab ins Urbeleskar, dann steil hinauf über die Geröllmassen bis direkt unter die Gipfelfelsen, dann links haltend durch eine große, sich bis zum Gipfelgrat ziehende Felsrinne. An deren Ende rechts hinüber, nun deutlich weniger steil, geht es zum Gipfelkreuz.
Höchster Punkt
Kaufbeurer Haus, 2005 m; Bretterspitze, 2608 m; Urbeleskarspitze, 2632 m.
Unterkunft
Kaufbeurer Haus, 2005 m (AV-Hütte, Kat. I, Selbstversorgerhütte der AV-Sektion Allgäu-Immenstadt, betreut von der Ortsgruppe Bad Wörishofen, von Pfingsten bis Anfang Oktober bewartet, 50 Lager; Winterraum mit 14 Lagern, Schlüssel über die Sektion; Lagerreservierung durch den Hüttenwart: Tel. 0049/171/5636569).

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