Karwendelhaus

Das 1908 erbaute Karwendelhaus des Männerturnvereins München steht ikonenhaft für das Karwendelbergerlebnis schlechthin. Bereits der Name gibt dem Haus Gewicht, und tatsächlich steht es im Karwendeltal, am Zugang zum höchsten Berggipfel des Karwendels, der Birkkarspitze, die dem Karwendelhauptkamm mit 2749 Metern Höhe die Krone aufsetzt. Das auf einer ausgesprengten Plattform errichtete Haus vermittelt großartige Rundblicke und liegt auch wanderstrategisch an günstiger Stelle. Das Haus ist auch alpine Unfallmeldestelle – was in Handyzeiten allerdings nicht mehr so wichtig ist wie früher. (Autor: Heinrich Bauregger)
2 km
1155 m
5.00 h
1 Von Scharnitz Bei Scharnitz laufen die drei bedeutendsten Karwendeltäler zusammen: Karwendeltal, Hinterautal und Gleirschtal. Die lange Talwanderung zum Karwendelhaus führt durch das gleichnamige Tal. Von der Isarbrücke in Scharnitz wandern wir zunächst auf der Hinterautalstraße (Mark.-Nr. 201, E 4a) südostwärts bis zur Abzweigung links ins Karwendeltal. Dort geht es weiter auf etwas monotonem Fahrweg, dafür aber in grandioser Landschaft, unfehlbar über die Larchetalm (1174 m) und die Angeralm bis zum Karwendelhaus. 2 Von Hinterriß Vom Alpenhof queren wir die Wiese und über eine Brücke den Rißbach und folgen dann dem markierten Steig (Weg-Nr. 231) zunächst steil durch Wald hinauf zu einer Forststraße. Dieser folgen wir links um das Luchsegg herum in das Johannestal. Am Ende der Straße geht es weiter auf einem Steig zur verfallenen Johannestalalm, wo wir auf die Johannestalstraße treffen, der wir bis zum Hermann-von-Barth-Denkmal im Kleinen Ahornboden folgen (parallel dazu führt auch ein schmaler Wanderweg, der im oberen Talbereich dann wieder auf das Sträßchen trifft). Bei den Jagdhütten (1399 m) im Kleinen Ahornboden wandern wir rechts auf Fahrweg hinauf zum Hochalmsattel (1803 m) und leicht fallend hinab zum Karwendelhaus. 3 Übergang von der Falkenhütte Der Europäische Fernwanderweg E4a verbindet die beiden Hütten miteinander. Große Abschnitte des Weges verlaufen dabei auf Forst- und Hüttenzufahrtswegen. Siehe hierzu Tour 70.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied1155 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von Scharnitz: 5 Std.; von Hinterriß: 3 1/2–4 Std.; Übergang von der Falkenhütte: 2 1/2 Std. Schwierigkeit Wirtschaftswege und leichte Bergwanderwege. Gipfel Zeit Vom Karwendelhaus: 3 Std., Abstieg zur Hütte: 2 Std.; insgesamt: 5 Std. Schwierigkeit Einige mit Drahtseilen gesicherte Stellen, schottriges Gestein auf den Bändern am Westgrat. Achtung bei Altschneeresten im Schlauchkar, die sich bis in den Sommer dort halten können. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich!
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Karwendelgebirge (LVG).
GastronomieWeitere Hütten Larchetalm, 1174 m (privat, von Mitte Mai bis Ende Oktober bewirtschaftet, 20 Betten; Tel. 0043/664/9759311). Von Scharnitz 1 1/2 Std. Falkenhütte, siehe Tour 70.
Tipps
Ein Besuch des Hermann-von-Barth-Denkmals im Kleinen Ahornboden: Hermann von Barth, der große Erschließer der Nördlichen Kalkalpen, erstieg die Birkkarspitze am 6. Juli 1870 als erster Tourist. Wenn wir heute seinen Spuren folgen wollen, haben wir es jedoch erheblich leichter. Damals gab es weder das Karwendelhaus noch einen markierten Steig auf den Gipfel.
Informationen
Der Hüttengipfel Birkkarspitze, 2749 m: Gleich beim Karwendelhaus beginnt der Steig, der uns zuerst über eine gesicherte Felsstufe ins Schlauchkar führt. Nahezu waagrecht wandern wir unter dem Hochalmkreuz vorbei. Immer auf der linken Seite des Kars steigen wir dann steil in Serpentinen hinauf (im Frühjahr und Frühsommer findet sich hier oft noch harter Firn) in den Schlauchkarsattel, der Scharte zwischen Ödkarspitze und Birkkarspitze (wenig östlich davon steht ein Unterstandshüttchen, die Birkkarhütte). Direkt links am Felsfuß beginnt ein gesicherter Steig, der uns zuerst nahe dem Westgrat, dann über die plattige Südwestflanke zum Gipfel führt.
Höchster Punkt
Karwendelhaus, 1765 m; Birkkarspitze, 2749 m.
Unterkunft
Karwendelhaus, 1765 m (AV-Haus, Kat. I, 50 Betten, 150 Lager, bewirtschaftet von Anfang Juni bis Mitte Oktober, unversperrter Winterraum mit 20 Plätzen und Selbstversorgerraum; Tel. 0043/5213/5623).

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