Karstein (1922 m)

Grundsätzlich einfache Bergtour mit wenigen sehr kurzen, etwas anspruchsvolleren Felsenetappen beim Aufstieg. Der alternative Abstieg durch das Wildenkar ist weitgehend weglos und verlangt Trittsicherheit. Er darf nur bei guter Sicht durchgeführt werden. (Autor: Siegfried Garnweidner)
5 km
875 m
4.00 h
Von Rohr der Straße nach Süden folgen und bei der Verzweigung geradeaus weiter. Vor einem steilen Bergaufschwung in weitem Linksbogen nach Südosten abdrehen und dem Straßenverlauf folgend durch zwei Kehren auf ca. 1200 m Höhe. Unmittelbar bevor der Fahrweg wieder etwas abfällt, zweigt an beschilderter Stelle auf 1228 m Höhe nach rechts ein schöner Bergweg ab. Auf ihm durch Schatten spendenden Laubwald nach Süden moderat ansteigend hinauf und dann in freie Hänge hinein. Gleich nach dem Waldrand muss man in einer Straßenkehre dem Fahrweg ein paar Meter folgen, um gleich nach rechts auf einen alten Almweg abzubiegen. Er steigt über einen schönen Alpenrosenhang an, beschreibt bei einer verfallenen Hütte eine Linkskehre und führt schließlich doch auf dem Sträßchen weiter. An der Straßenverzweigung links abbiegend auf dem Hauptweg weiter. Kurz unter der Jausenstation Edenhausenalm verlässt man in einer Rechtskehre den Fahrweg und folgt der zum Karstein beschilderten und markierten Anstiegsroute. Sie knickt links ab und führt über eine Alpenrosenwiese zum unteren Rand eines Lärchenwaldes, wo sie wieder rechts abdreht. In saftig grünen Kräuterwiesen verliert sich der Weg, doch Wegweiser und Markierungszeichen zeigen den Routenverlauf an, so dass sich bei guter Sicht niemand verirren muss. Auf etwa 1560 m Höhe dreht die Anstiegsroute – nun wieder als deutlicher Bergweg erkennbar – links ab, schwingt sich einigermaßen steil auf und führt in lichten Wald hinein.
Auf diesem Weg geht es kurz etwas felsig, aber nicht besonders schwierig zu, und unter das Lärchenholz mischen sich immer mehr Latschen. Schließlich kommt man an der kleinen Birg-Schafalm (1665 m) vorbei, wo, wie es sich für eine Schafalm gehört, wegen Überdüngung nur noch Brennnesseln wachsen. Auf dem schmalen Schafweg den breiten Rücken entlang dann nach Südwesten hinauf und in wechselnder Steigung – zwischendurch auch recht steil – zu einem breiten Wiesen- und Latschenrücken hinauf. Im Krummholz dann relativ flach dahin und in kurzem, wieder etwas steilerem Gipfelspurt schließlich zum Kreuz hinauf.
Abstieg.
Normalerweise folgt man wieder dem Aufstiegsweg, weil die weite Runde über Lämmerbichlalm und Rohralm so endlos ausfällt, dass sie fast nicht zu schaffen ist. Aber es gibt noch eine Alternative für mutige Bergwanderer. Sie führt vom Gipfel anfangs entlang der Aufstiegsroute und nach dem ersten Abschwung von der Grathöhe nach links auf eine undeutliche, nicht bezeichnete Wegspur. Man kann nun auf einem Steig entweder über den Nordgrat absteigen oder auf einem undeutlichen Schafweg durch das Wildenkar zur Eggeralm hinuntergehen. Bei der Alm wird ein grober Fahrweg erreicht, der weitgehend eben zur Jausenstation Edenhausenalm stößt, wo schon die Käsejause wartet. Von dort auf der Straße absteigen und entlang der Aufstiegsroute zum Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied875 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRohrhof (nahe der Wirtschaft Hochkogel; 1050 m)
EndpunktRohrhof (nahe der Wirtschaft Hochkogel; 1050 m)
TourencharakterZwischen Kitzbühel und Fieberbrunn steht ein Aussichtsberg, der erstaunlicherweise nicht die Beachtung findet, die ihm zusteht. Die Rede ist vom Karstein, der bei Kennern zwar einen guten Namen hat, es aber nie zum Prädikat eines großen alpinistischen Glanzlichts gebracht hat. Dabei gibt es neben eindrucksvollen Ausblicken, bei denen die benachbarten Loferer Steinberge dominieren, an diesem schönen Berg eine Jausenstation erster Güte, die man auf der hier vorgestellten Runde erst beim Abstieg erreicht, so dass nach mühevollem Aufstieg viel Zeit für eine lohnende Rast und den Genuss von Almkäse bleibt, den der Opa auf der Hütte selber herstellt. Dort auf der Edenhausenalm (auch Wildenkaralm genannt) oder »Kasalm«, wie sie als Zugeständnis an den Tourismus tituliert wird, ist die Welt noch in Ordnung.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wander-, Rad- und Skitourenkarte 1:50000, Blatt 29 (Kitzbüheler Alpen)
MarkierungenWegtafeln und Markierungspunkte; Abstiegsroute durch das Wildenkar unmarkiert und nahezu weglos
VerkehrsanbindungVon Fieberbrunn-Lehmgrube auf Fahrstraße in den Pletzergraben und auf enger, stellenweise steiler Bergstraße über Weißach zum Ausgangspunkt (keine öffentlichen Verkehrsmittel)
GastronomieJausenstation Edenhausenalm (auch Wildenkaralm oder »Kasalm« genannt)
Tipps
Für Radlfahrer. Bis zur Edenhausenalm könnte man gut mit einem Mountainbike hinauf fahren.
Höchster Punkt
Karstein (1922 m)
Unterkunft
Gasthäuser, Pensionen und Hotels in Fieberbrunn
Tourismusbüro
Fieberbrunn, Tel. 0043/5354/56304
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