Kanisfluh I

Technisch nicht allzu schwierige, aber recht lange Gipfeltour, bei Abstieg zu Fuß beträchtlicher Höhenunterschied, Trittsicherheit von Vorteil. Eventuell Talfahrt mit Bahn einplanen. (Autor: Karin Pegoraro, Manfred Föger)
11 km
660 m
5.00 h
Schon in Mellau sind wir beeindruckt – die mächtigen Felsen zwischen Kanisfluh und Damülser Mittagsspitze lassen uns kurz an einen Felscanyon im Westen der USA denken. Die ersten 700 Höhenmeter zum höchsten Punkt der Kanisfluh sind schnell überwunden, denn wir benutzen die moderne Kabinenbahn hinauf zur Rossstelle Alp. Wegen der leichten Erreichbarkeit herrscht hier stets Trubel.
Wir wandern nun auf einem einfachen Weg in einem lang gezogenen Bogen Richtung Südosten und erreichen die feuchten Weidegründe der Kanis Alp, wo man verschiedene Typen alpiner Feuchtgebiete und Moore entdecken kann. Noch vor dem Alpgebäude wenden wir uns nach links und folgen weiter den Wegweisern zur Wurzach Alp (1622 m). Eine kleine Alpkapelle lädt zur kurzen Besinnung ein, bevor wir weiter ostwärts ausschreiten. Etwa 350 Meter nach der Alm kommen wir zu einer Weggabelung, an der wir den Bergsteig nach links wählen. Allmählich wird das Gelände steiler und die Tour ein wenig anstrengender. Bald ist eine weitere Wegkreuzung erreicht, an der wir uns rechts dem Gipfelplateau zu halten. In mehreren Serpentinen überwinden wir die letzten Höhenmeter hinauf zum Höhenrücken der Kanisfluh und gelangen nun mit geringerem Anstieg zur Holenke (2044 m), dem höchsten Punkt der Wanderung (2:30 Std.).
Für den Abstieg begeben wir uns zur letzten Wegkreuzung zurück und gehen von dort geradeaus weiter. Bald wendet sich der Abstieg von West- auf Nordkurs, die Hofstättenhütte bietet eine letzte Einkehrmöglichkeit, bevor wir die 500 Höhenmeter Abstieg nach Mellau »in die Knie« nehmen. Durch den Wald geht es hinunter bis zu den Talwiesen und hier nach links in wenigen Minuten zurück zur Talstation (4:30 Std.).

Höhenunterschied: Auf: 660, Ab: 1400

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied660 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMellau (1025 m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer mächtige Bergrücken der Kanisfluh steht wie eine natürliche Grenze zwischen der lieblicheren Landschaft des vorderen Waldes und der rauen Bergwelt im hinteren Bregenzerwald. Viele Sagen und Geschichten ranken sich um die markante Felsgestalt, die jeden Besucher beeindruckt. Wir erreichen auf dieser Tour von Norden kommend den höchsten Punkt.
Hinweise
Höhenunterschied: auf 660m, ab 1400m
Kartentippfreytag & berndt-WK Bregenzerwald, 1:50 000. Kompass-WK 2 Bregenzerwald – Westallgäu, 1:50 000.
MarkierungenÜbliche Wanderwegemarkierung; Wegweiser an allen wichtigen Kreuzungspunkten.
VerkehrsanbindungMellau liegt an einer recht engen Stelle des Tales der Bregenzer Ach, dort wo sich ihr Lauf von West- auf Nordkurs dreht. Es ist über die B 200 problemlos zu erreichen. Die Talstation der Mellauer Bergbahnen liegt im Südosten des Ortes, ausreichend Parkmöglichkeiten. Bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel wählt man die Buslinie 40 (Dornbirn–Warth), die Mellau mit den Umlandgemeinden verbindet; Haltestelle nahe der Talstation.
GastronomieVerschiedene Einkehrmöglichkeiten im Talort; mehrere Lokale um die Bergstation; unterwegs Alpen und Jausenstation.
Unterkunft
Verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten in Mellau.
Tourismusbüro
Tourismusbüro Mellau, Platz 292, A-6881 Mellau, Tel. 05518/22 03, Fax 05518/2682, tourismus@mellau.at, www.mellau.at
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