Jochberg und Jocheralm

Schmale, aber gute Steige. Der erste Teil des Anstiegs ist jedoch etwas steil. (Autor: Heinrich Bauregger)
9 km
860 m
4.00 h
Der Jochberg ist vor allem wegen seiner herrlichen Aussicht berühmt und beliebt. Am Gipfel sitzend, lässt sich ein weiter Alpenbogen überschauen - Bayerische Voralpen und Rofangebirge, Karwendel und Estergebirge, Stubaier Alpen und Wetterstein. Nicht minder reizvoll ist der Blick ins Tal. Von Süden her glitzert der Walchensee herauf, dreht man sich um, schaut man nordwärts, dann liegt dem Jochberg der Kochelsee zu Füßen. Aber was sollen Worte – das muss man selbst gesehen haben.
Die Wanderung beginnt am Kesselberg, jener Passhöhe von 850 Metern, die den Kochelsee vom Walchensee scheidet. Ein paar Treppen führen ostwärts in den lichten Mischwald; auf einem schmalen Bergsteig gewinnt man in angenehmer Steigung allmählich an Höhe. Etwa eine Stunde lang führt der Weg in Serpentinen empor, bis man nach rechts schwenkend eine Schulter im westlichen Ausläufer des Jochbergs gewinnt. Von nun an führt die Wanderung meist nahe an den schroffen Nordabbrüchen entlang. Das bietet reizvolle Aussichten, die freilich mit entsprechender Vorsicht genossen werden sollten. Bei einem Weidegatter verlässt man den Wald und tritt hinaus in die Wiesenhänge des Gipfelaufschwungs. Rechts zweigt ein Weg zur Jocheralm ab; später! Zuvor soll dem Jochberg ein Besuch abgestattet werden. Noch ist es eine Viertelstunde hinauf zum Kreuz, mit jedem Schritt werden die Ausblicke herrlicher, schließlich findet der Aufstieg nach etwa zwei Stunden in 1565 Metern Höhe sein Ende. Nach ausgiebiger Gipfelrast steigt man entlang des Anstiegsweges zurück (der Steig wurde erst kürzlich saniert) bis zum Waldrand und hält sich hier links zur Jocheralm, wo man sich eine gute Bauernbrotzeit bestellen kann. Danach führt ein fast ebener Weg westwärts zur Schulter des Jochbergs und von da am Anstiegsweg in vielen Serpentinen zurück zum Kesselberg oberhalb des Walchensees. Eine andere Möglichkeit ist die, von der Jocheralm direkt nach Süden zum Walchensee hinunterzuwandern. Man hält sich zunächst auf der Forststraße Richtung Jachenau, bis rechts ein Steig abzeigt, der in vielen Serpentinen waldschattig hinunterführt nach Sachenbach. Die Bauernhäuser dieses Jachenauer Ortsteiles liegen fast unmittelbar am See. Wie bei einem langen Promenadenspaziergang schlendert man nun am Ufer entlang nach Urfeld; eine kleine, für Autos gesperrte Straße vermittelt den Weg. Wenn es sehr heiß ist, nimmt man an irgendeiner günstigen Stelle ein gewiss erfrischendes Bad in diesem Bergsee, wenn's kühler ist, dann lässt man es sein, wandert nur und genießt.

Dauer - Anstieg 2 Std. Abstecher zur Jocheralm 30 Min. Abstieg zum Kesselberg 1.15 Std.; insgesamt: etwa 3.45 bis 4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied860 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortKesselberg
AusgangspunktKesselberg, Passhöhe
EndpunktKesselberg, Passhöhe
TourencharakterSchmale, aber gute Steige. Der erste Teil des Anstiegs ist jedoch etwas steil.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1 - 50 000 Bad Tölz – Lenggries (BLVA).
VerkehrsanbindungGarmischer Autobahn bis Ausfahrt Murnau/ Kochel. Dann über Großweil nach Kochel und hinauf zum Kesselberg. Parkplätze an der Passhöhe, bzw. kurz unterhalb.
GastronomieJocheralm, 1381 m (im Sommer einfach bewirtschaftet). Zahlreiche Gaststätten am Walchensee.
Tipps
Und nach der Tour - Ein Bad im kühlen Kochelsee oder im geheizten TRIMINI, das mit allerlei Annehmlichkeiten aufwarten kann..
Höchster Punkt
Jochberg, 1565 m

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