Im Sebnitztal

Bequeme Wald- und Wiesenwanderung auf gut begehbaren Wegen; da Streckenwanderung, Rückfahrt mit der Semmeringbahn (Autor: Tassilo Wengel)
6 km
50 m
2.00 h
Von Ulbersdorf abwärts.
Am Bahnhof Ulbersdorf, der mit der Bahn von Sebnitz oder Bad Schandau erreichbar ist, steigen wir gleich zur Sebnitz ab (Markierung roter Punkt) und folgen ihrem Ufer. Bald steigt der Weg leicht an und gibt einen schönen Blick auf das Flüsschen frei, bevor wir in den Wald eintauchen. Im Schatten der Bäume begleitet uns der hübsche Waldgeißbart. In leichtem Auf und Ab windet sich der Weg am Hang entlang und erreicht nach dem Viadukt einen breiten Teil des Tales. Nachdem wir einen kleinen Felsvorsprung überquert haben, wechseln wir mehrfach über Eisenbahnbrücken von einer Seite der Sebnitz zur anderen. Dabei steigen wir bald steil auf, um schließlich den Haltepunkt Mittelndorf zu erreichen. Der Ort selbst liegt allerdings etwa 40 Minuten Fußmarsch vom Haltepunkt entfernt.
Wo einst die Buttermilchmühle stand.
Vom Haltepunkt Mittelndorf aus wandern wir an weiten Wiesenflächen vorbei, die im Süden von Mischwald eingefasst sind. Eine Bank am Wegrand lädt zum Verweilen und Genießen der vielfältigen Flora ein. Wir kommen zu einem Hinweis- schild auf die Buttermilchmühle, die hier einst stand. Sie hieß eigentlich Altendorfer Mühle, wurde aber nach dem »Buttermilchfleckchen« benannt, dem Wiesenstück, auf dem sie 1845 erbaut wurde. Ende des 19. Jahrhunderts ein beliebtes Ausflugsziel im Sebnitztal, brannte sie 1985 durch Blitzschlag ab. Gegenüber erhebt sich auf einem Bergsporn die Ruine Schwarzberg. Die Burg wurde 1372 erstmals erwähnt und gehörte den Berken von der Duba. Da die Schwarzenbergritter ein raublustiges Geschlecht gewesen sein sollen, wurde die Burg bald das »Goßdorfer Raubschloss genannt«. Im 15. Jahrhundert kam sie in sächsischen Besitz und verfiel allmählich. Ein steiler Serpentinenpfad führt zu ihr hinauf.
Wir folgen bei der Kreuzung dem Wegweiser zur Siedlung Alte Kohlmühle, überqueren die Gleise nach links und wandern neben den Gleisen bis zum Haltepunkt Kohlmühle. Es lohnt sich nicht, die Wanderung bis Bad Schandau fortzusetzen, da der Weg größtenteils auf der Straße verläuft. Je nach Belieben kann man mit der Sebnitzbahn nach Bad Schandau oder nach Sebnitz fahren.

GEHZEITEN.
Bhf. Ulbersdorf – Haltepunkt Mittelndorf 11/4 Std. – Bhf. Goßdorf-Kohlmühle 3/4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied50 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBhf. Ulbersdorf
EndpunktBhf. Goßdorf/Kohlmühle
TourencharakterDie Ruhe im stillen Sebnitzgrund wird nur hin und wieder von der Sächsischen Semmeringbahn unterbrochen, die zwischen Bad Schandau und Bautzen verkehrt. Auf der romantischen Fahrt mit der Bahn zum Ausgangspunkt unserer Wanderung lässt sich schon einmal ein Blick auf die zu erwartende Wegstrecke werfen.
Hinweise
EINKEHR-TIPP. Unmittelbar am historischen Marktplatz von Sebnitz befindet sich das traditionelle Hotel Sebnitzer Hof. Seit mehr als 200 Jahren ist das stilvolle Hotel mit seinem gepflegten Ambiente eine der ersten Adressen am Platze. Im königlich gestalteten Restaurant »August der Starke« besticht die Speisekarte durch eine außergewöhnliche gastronomische Vielfalt, die sowohl anspruchsvolle Gerichte aus der sächsischen sowie aus der internationalen Küche beinhaltet.
KartentippTopografische Karte 1 - 25000 mit Wanderwegen des Landesvermessungsamtes Sachsen, Blatt 45
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A13 bis zur Anschlussstelle Radeburg oder auf der A4 bis zur Ausfahrt Ottendorf-Okrilla und über Radeberg und Stolpen nach Neustadt oder Sebnitz. Mit der Sächsischen Semmeringbahn bis Bhf. Ulbersdorf oder mit der S-Bahn bis Bad Schandau und mit der Sächsischen Semmeringbahn bis Bhf. Ulbersdorf
GastronomieUlbersdorf - Gaststätte Zum Erbgericht, Dorfstr. 2, Tel. 035971/52082, Mo Ruhetag
Tipps
DIE SÄCHSISCHE SEMMERINGBAHN. Erst durch den Bau der Sächsischen Semmeringbahn zwischen Bad Schandau und Bautzen wurde das abgeschiedene Wandergebiet im Sebnitzgrund überhaupt erschlossen. Seit 1874 fährt die Bahn durch diesen stillen und weglosen Grund. Um die von Lausitzer Granit und Elbsandstein geprägte Landschaft mit der feuchten Niederung für den Bahnbau vorzubereiten, mussten zwei Viadukte, sieben Tunnel und 27 Brücken errichtet werden.
Unterkunft
Sebnitz - Hotel »Steiger« Sebnitzer Hof, Markt 13, Tel. 035971/9010, www.sebnitzer-hof.de Hotel & Restaurant Brückenschänke, Schandauer Str. 62, Tel. 035971/57592, www.oberelbe.de/brueckenschaenke
Tourismusbüro
Touristinformation Sebnitz, Schillerstr. 3, 01855 Sebnitz, Tel. 035971/70960, FVB_SEBNITZ@t-online.de, www.sebnitz.de

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