Im Schatten des Herzogstands

Auf den Rötelstein Sehr leichte Bergtour auf Forstwegen und Bergpfaden. (Autor: Lisa Bahnmüller)
11 km
650 m
3.00 h
Warum sich mit den Massen um den besten Platz am Gipfel streiten, wenn man Gipfelglück mit grandioser Aussicht für sich alleine genießen kann? Im Herbst erstürmen wahre Pilgerscharen den Herzogstand und Heimgarten. Unberührt davon liegt der Rötelstein völlig unscheinbar vor diesen beiden Berühmtheiten. Dabei ist zumindest die Aussicht über das Loisachmoor und die Voralpenseen genauso schön. Wegverlauf - Vom Parkplatz vor der Kreutalm marschieren wir auf der geteerten Straße bergaufwärts. An der Holzscheune entdecken wir bereits das erste Hinweisschild für den Rötelstein. Jetzt passieren wir eine Schranke und kommen in lichten Mischwald. Anfangs ist der Weg noch sehr gemütlich und flach. Wir lassen alle Abzweigungen unbeachtet und folgen weiter den Schildern »Rötelstein« bzw. »Heimgarten«. Nach der Abzweigung Richtung Ohlstadt, an der wir uns links halten, wird der Weg deutlich steiler. Jetzt geht es in einigen Kehren bergauf. Noch einmal lassen wir eine Abzweigung nach Ohlstadt unbeachtet und nun ist es nicht mehr weit zu einem flachen Sattel. Hier zweigt links (Schild) der Weg auf den Rötelstein ab, der sich nach ein paar Schritten gabelt. Wir halten uns rechts, gleich darauf geht es links auf einen schmalen grasbewachsenen Pfad auf den Rötelstein ab. Der Weg wendet sich nach rechts und wenige Minuten später ist das Gipfelglück perfekt: ein schlichtes Kreuz, ein paar Bänke und eine fantastische Aussicht. Nur nach Süden versperrt uns der Heimgarten mit seinem Felsgrat zum Herzogstand die freie Sicht. Im Norden schauen wir über das Murnauer Moor bis zum Starnberger- und Ammersee. Wer im Sommer hier oben die unglaublich schönen Sonnenuntergänge beobachten will, der sollte auf den breiten Anstiegsweg zurückkehren, auf dem man sich kaum verlaufen kann. Die Alternative führt ebenfalls zur Forststraße zurück, auf der wir wenige Meter nach rechts wandern. Dann folgen wir aber dem kleinen steilen Pfad, der bald wieder etwas breiter wird, nach rechts (Schild »Kochel/Großweil«). An der Gabelung bleiben wir mittig, an den nächsten größeren Abzweigungen halten wir uns zweimal links. 50 m weiter treffen wir bei einer Jagdhütte wieder auf die Forststraße des Hinweges. Nun ist es nicht mehr weit zum Parkplatz. Wissenswertes: Das Freilichtmuseum Glentleiten mit Bauernhäusern, Mühlen, Sägewerken, Almen und vielem mehr ist wohl das bekannteste Bayerns. Die denkmalgeschützten Gebäude wurden mühsam an ihren alten Standorten abgetragen und hier sorgfältig und möglichst originalgetreu wieder aufgebaut. Ein Besuch lohnt sich. Nun kann man das Leben und die Arbeit der Bauern aus vergangenen Tagen nachvollziehen. Zum erfolgreichen Museumskonzept gehört das aktive Miterleben und erlernen alten Wissens. Deshalb gibt es vor allem an Wochenenden Vorführungen zu alten Handwerkerkünsten, Imkertage, Ostermärkte, Volksmusik, Apfeltage oder Kirchweih.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied650 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKreutalm oberhalb des Freilichtmuseums bei Großweil
EndpunktWie Ausgangspunkt
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Nr. 6, Walchensee 1 - 50000
VerkehrsanbindungAuto Auf der A 95 von München nach Garmisch, Ausfahrt Kochel/Murnau, Richtung Kochel/Großweil. In Großweil ist das Freilichtmuseum und die Kreutalm ausgeschildert. Oberhalb des Museums liegt die Kreutalm mit einem großen Parkplatz. Bahn Strecke München nach Kochel, Endstation Kochel, von dort mit dem Bus bis zum Freilichtmuseum.
GastronomieUnterwegs keine. n Kreutalm am Ende der Tour, ganzjährig geöffnet, bayerische Küche und traumhafter Blick von der Terrasse über das gesamte Loisachmoor.
Tipps
Im Erlebnisbad Trimini im benachbarten Kochel am See kann man den Tag noch bei einem entspannenden Bad ausklingen lassen.
Tourismusbüro
Verkehrsverein Großweil Tel. 08851/5537

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