Im sanften Barnimer Kuppenland

Abwechslungsreiche Wald- und Wiesenwanderung, vorwiegend auf bequemen Wegen, Badegelegenheit am Mechesee. (Autor: Tassilo Wengel)
10 km
145 m
3.00 h
Zur Langerönner Mühle Wir starten in Biesenthal am Markt bei der Jubiläumseiche, die 1868 anlässlich des 25-jährigen Thronjubiläums des Königs von Preußen (seit 1871 Kaiser WilhelmI.) gepflanzt wurde. Hier folgen wir der Berliner Straße (Markierung grüner Querstrich) und gehen dort, wo die Straße einen Linksbogen macht, geradeaus weiter. Auf dem Langerönner Weg kommen wir zu einem überdachten Sitzplatz und wandern ab hier auf einem festen Kiesweg zwischen dem Waldrand und einem Feuchtgebiet rechts durch das Biesenthaler Becken. Es folgt ein reizvoller Weg, von ur-alten Eichen gesäumt, der vorbei an dichten Heckengebüschen aus Wildobst, Ebereschen und anderen Arten schließlich durch einen Kiefern-Eichenmischwald zur Langerönner Mühle führt. Sie wird als Rüstzeitheim genutzt und ist außerdem für Gruppen buchbar. Hier bietet sich eine Rast an, außerdem erhält man Informationen zur Natur im Biesenthaler Becken. Dann setzen wir unsere Wanderung mit der Markierung grüner Querstrich fort.Mechesee und Hellsee Ein kurzes Stück wandern wir auf einem Lehrpfad, folgen der Asphaltstraße durch Kiefernwald und verlassen diese nach rechts, um auf einem Pfad weiter mit der Markierung grüner Querstrich bis zu einem Querweg zu gehen. Hier wenden wir uns nach rechts und treffen auf die Markierung roter Querstrich. Bei der nächsten Kreuzung biegen wir nach links ab und kommen zum Sitzplatz am Mechesee, wo eine kleine Badestelle zur Abkühlung an heißen Sommertagen einlädt. Wir folgen der Markierung roter Querstrich auf einem breiten Sandweg durch Mischwald und kommen zu einem Sitzplatz. Der Wegweiser »Marienwerder Biesenthal« führt uns am Hellsee entlang zur Hellmühle. Sie wird als Vereinshaus der Naturfreunde genutzt und ist als Informationszentrum mit Rastplatz gestaltet. Nach Vereinbarung gibt es auch geführte Wanderungen (Tel. 03337/3379). Hier wenden wir uns nach rechts (Wegweiser Biesenthal, Eichhorst) und wandern auf einem Pfad durch eine mittel-gebirgsartige Schlucht am Hellmühler Fließ entlang. Das tief eingeschnittene Bachtal ist eine pleistozäne Schmelzrinne, die wir bald auf einer kleinen Brücke überqueren. An der Gabelung halten wir uns rechts und folgen dem Wegweiser nach Biesenthal. An einem Quellmoor mit Birken, Weiden und Schilf vorbei wandernd überqueren wir bald ein Fließ vom Streesee und folgen bei einer Kleingarten-Anlage einer Asphaltstraße nach rechts. Auf der Straße Am Heidberg erreichen wir die Berliner Straße und wenden uns nach links, um zum Ausgangspunkt am Markt in Biesenthal zu gelangen.Das Städtchen Biesenthal Auf der Barnimhochfläche gelegen, ist Biesenthal eine der ältesten Städte der Region. Ursprung des Ortes war eine slawische Burg, die zur Zeit der askanischen Markgrafen erweitert wurde. Da der Ort an der Briese-Finow-Rinne liegt, die eine Verbindungsmöglichkeit zwischen Havel und Oder bot, war er bereits in slawischer Zeit strategisch wichtig. Reste der ehemaligen slawischen Burganlage befinden sich zwischen dem Finow- und Sydowfluss auf dem 16 Meter hohen Schlossberg. Im 14.Jh. entwickelte sich aus einem Straßendorf eine Marktsiedlung mit erhöht stehender Kirche an der nördlichen Peripherie der Stadt. Nach einem Stadtbrand wurde die gegenwärtige Kirche 1756/1757 gebaut. Bemerkenswert ist der Kanzelaltar im Berliner Spätbarock. Zentrum des Ortes ist der Marktplatz mit einer alten Eiche und dem historischen Rathaus. Dort befindet sich die Heimatstube (Tel. 03337/3162 und 40169, geöffnet Do 10–12Uhr oder nach Vereinbarung). Sehr zu empfehlen ist ein Besuch des Strandbades am Großen Wukensee oder ein Spaziergang um den See. Für das leibliche Wohl sorgt das Restaurant am Wukensee.

Biesenthal – Langerönner Mühle 0.45Std. – Mechesee 0.45Std. – Hellmühle 0.30Std. – Biesenthal 1.30Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied145 m
Dauer3.00 h
AusgangspunktBiesenthal, Markt.
EndpunktBiesenthal, Markt.
TourencharakterDas Biesenthaler Becken liegt im Herzen des Naturparks Barnim und

ist wegen seiner landschaftlichen Vielfalt auf kleinstem Raum ein sehr reizvolles Wandergebiet. Es wird im Süden und Osten durch die Barnim-Hochfläche begrenzt und im Westen durch eine Endmoräne der Weichselkaltzeit. Im Norden liegt das Eberswalder Urstromtal, wodurch das Becken nach Norden hin offen ist. Charakteristisch sind verschiedene Moore

wie Niederungsmoore, Verlandungsmoore oder Quellmoore mit unterschiedlich starken Torfanreicherungen. Die einst an den Fließgewässern vorhandenen zahlreichen Wassermühlen wurden bereits im 18.Jh. schrittweise aufgegeben. Durch diese reizvolle Wald- und Wiesenlandschaft mit reicher Tier- und Pflanzenwelt führt von Biesenthal aus ein abwechslungsreicher Wanderweg.
KartentippKompass Spezialwanderkarte Nr.1040, Schorfheide – Werbellinsee, 1:50000.
VerkehrsanbindungAuto: Autobahn A11 Berlin-Prenzlau, Ausfahrt Bernau-Süd, auf B2 Richtung Eberswalde über Bernau bis Biesenthal. Bahn/Bus: Mit Bahn bis Bernau, Busverbindung mit Biesenthal.
GastronomieBiesenthal: Gasthof und Pension Henning, Berliner Straße 2.
Tipps
Restaurant – Hotel – Pension Am Wukensee Direkt am See gelegen, kann man sich im schönen Restaurant oder auf der Seeterrasse kulinarisch verwöhnen lassen. Serviert werden Wild- und Fischspezialitäten aus der heimischen Region. Besonders beliebt sind individuelle Grillabende und Angeln am Wukensee. Beliebt bei Groß und Klein ist auch der kleine Zoo. Feldhecken – ein Refugium der Natur Feldhecken sind als Bindeglied zwischen Feld und Wald ein bedeutendes Rückzugsgebiet für Tiere und Pflanzen. Eine besondere Form sind die »Benjes-Hecken«, die aus Schnittgut von Althecken, Obstbäumen und anderen Gehölzen entstehen, das wallartig aufgeschüttet wird. Im Reisigwall wachsen Gräser, Kräuter und Stauden heran, aus Samen von Beerensträuchern und Bäumen entwickeln sich im Laufe von zwei bis drei Jahren Gehölze. Der Wall verrottet allmählich und aus den sich entwickelnden Pflanzen bildet sich nach fünf bis zehn Jahren ein Korridor zwischen Feld und Wald, der ein wichtiger Lebensraum für Kleintiere und Wild ist.
Unterkunft
Biesenthal: Hotelpension »Am Wukensee«, Tel. 03337/45770, www.hotelpension- am-wukensee.de; Restaurant & Pension »Am alten Markt«, Tel. 03337/4505074.

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