Im Karst bei Neuhaus an der Pegnitz

Abwechslungsreiche Wanderung auf breiten Wegen und schmalen Pfaden, längere Strecken im Wald, Wechsel von Auf und Ab. (Autor: Tassilo Wengel)
12 km
51 m
4.00 h
Von Neuhaus zur Maximiliansgrotte.
Wir starten am Bahnhof in Neu- haus an der Pegnitz, gehen die Bahnhofstraße nach rechts und folgen der Markierung grüner Punkt zur Pegnitz. Nachdem wir den Fluss über- quert haben, wenden wir uns nach rechts und folgen dem Wegweiser »Karstkundlicher Rundweg« an der Pegnitz entlang. Wir überqueren eine Straße und wandern auf festem Sandweg an bizarren Felsgebilden vorbei zur leicht zugänglichen Mysteriengrotte. Dann führt unser Wanderweg über einen schönen Wiesenweg zur Schlieraukapelle, einer einsam stehenden Feldkapelle. Mit der Markierung grüner Punkt gelangen wir zu einem Fahrweg, überqueren eine Wiese und dann eine Asphaltstraße. Nach links bietet sich ein schöner Blick nach Krottensee. Unsere Markierung führt uns nun zur Maximiliansgrotte, die von Ostern bis Ende Oktober zu besichtigen ist. Sie wurde nach dem bayerischen König Maximilian II. benannt und bietet ein Höhlensystem bis 60 Meter Tiefe, mit zahlreichen Tropfsteingebilden und einem kleinen unterirdischen See.
Zwischen Felsen mit Namen.
In der Nähe der Maximiliansgrotte lädt der Gasthof Grottenhof zur Rast ein, bevor wir oberhalb des Grotteneinganges dem Wegweiser »Karstkundlicher Pfad« weiter folgen. Wir steigen eine Treppe aufwärts, kommen an eng stehen- den, mit Moos bewachsenen, teilweise stark durchlöcherten Felsen vorbei und gelangen bald auf einen Fahrweg mit Schotter. Geradeaus weiter folgen wir dem Wegweiser »Zwei Brüder, Steinerne Stadt«, und erreichen wenig später eine Anhäufung bizarrer Felsen. Unser Weg führt durch lichten Wald mit dichten Hochstauden abwärts und mündet in einen breiten Fahrweg. Hier schwenken wir nach rechts, wenden uns dann nach links und steigen aufwärts. Wir durchqueren eine Höhle und halten uns an einer Wiese am Wald links, biegen auf eine Asphaltstraße nach rechts ein und gelangen nach Krottensee. Hier fand 1703 eine Schlacht zwischen bayerischen und auf österreichischer Seite kämpfenden fränkischen Truppen statt. Unser Weg durchquert den Ort, auf der Hauptstraße halten wir uns rechts und folgen vor dem Gasthof Zur Linde dem Schotterweg zwischen Wiesen hindurch. Über die Straßen Am Wiesengrund und Krottenseer Weg kommen wir zur Königsteiner Straße in Neuhaus, schwenken nach rechts und gehen nach der Unterführung links zum Bahnhof.
Zur Burg Veldenstein.
Der Ort Neuhaus an der Pegnitz wird von der eindrucksvollen Burg Veldenstein überragt. Sie thront majestätisch auf einem Felsen hoch über dem Pegnitztal und ist zweifellos eine der schönsten Burgen am Rande der Fränkischen Schweiz. Sie wurde wahrscheinlich schon um 1000 als Grenz- befestigung von den Eichstätter Bischöfen erbaut und diente im 14./15. Jh. als bischöfliche Residenz. Jetzt gehört sie dem Freistaat Bayern, der sie an die Brauerei Kaiserbräu verpachtet hat. Der Besuch wird zum besonderen Erlebnis, denn die Wehrmauern und der mächtige Bergfried sind begehbar und die Burggebäude und Wehrtürme gut erhalten. Im Restaurant des Hotels Burg Veldenstein werden neben bodenständiger fränkischer Kost auch gehobene Gerichte wie Ritterpfanne, Ritterschmaus oder Burgherrenteller, aber auch Wild und Huhn angeboten.

Gehzeiten.
Neuhaus – Mysteriengrotte 1 Std. – Maxi- miliansgrotte 3/4 Std. – Krottensee –11/2 Std. – zurück nach Neuhaus 3/4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied51 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortNeuhaus an der Pegnitz
AusgangspunktNeuhaus an der Pegnitz, Bahnhof.
EndpunktNeuhaus an der Pegnitz, Bahnhof.
TourencharakterDie Landschaft der oberen Pegnitz ist abwechslungsreich und malerisch. Für Wanderfreunde ist vor allem die bizarre Felsenwelt östlich von Neuhaus an der Pegnitz ein Eldorado. Schon 1936 legten Geologen einen karst- kundlichen Wanderpfad an, der an Höhlen, Dolinen und einer überreichen Ansammlung von skurrilen Felsgebilden vorbeiführt und dem Wanderer außerdem immer wieder schöne Aussichten bietet.
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst – Hersbrucker Alb, Blatt Süd, Maßstab 1 - 50000.
VerkehrsanbindungAuto. Auf der Autobahn A 9 bis zur Anschlussstelle Plech, über Plech nach Neuhaus an der Pegnitz. Bahn. Neuhaus ist Bahnstation auf der Strecke Bayreuth–Nürnberg.
GastronomieNeuhaus - Restaurant Burg Veldenstein, Burgstraße 88, Tel. 09156/633 und 634. Krottensee: Gasthof Grottenhof, Tel. 09156/ 434 (Mo Ruhetag).
Informationen
Gasthof Grottenhof. Nur wenige Meter von der Maximiliansgrotte entfernt bietet der Gasthof mit seinem Biergarten eine gute Gelegenheit zu verschnaufen. Bayerische Schmankerlküche, mehrmals in der Woche selbst gebackenes Holzofenbrot, in der Maximiliansgrotte gereifter Hartkäse mit frischen Kräutern, Kümmel, grünem Pfeffer oder ohne Beigaben sowie ein Hofladen bieten vielfältige Genüsse.
Unterkunft
Neuhaus - Hotel Burg Veldenstein, Tel. 09156/ 633 und 634.
Tourismusbüro
Verkehrsamt Neuhaus an der Pegnitz, Unterer Markt 9 91284 Neuhaus an der Pegnitz, Tel. 09156/929110.

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