Im Hintern Eis (3270 m)

Von der Hütte auf den Gipfel ein Gang meist über Moränenschutt, evtl. Schneefelder, keine Schwierigkeiten; beim Abstieg von der Bergbahn evtl. Schnee (Autor: Dieter Seibert)
12 km
2250 m
5.00 h
Zur Schönen Aussicht (1 Std.).
Fahrt mit der Seilbahn in sechs Minuten zur Bergstation auf dem Westkamm der Grawand in 3212 Meter Höhe mit Restaurant und Hotel. Von dort in wenigen Minuten auf den Gipfel der Grawand (3250 m). Dann von der Station im Schnee ganz links auf dem Gletscher – weiter rechts sind die Skilifte – und neben ihm bequem auf eine Kuppe mit Liftstation hinab. Es folgt eine Stufe mit Schrofen und Geröll zu einem See (2750 m). Auf Moränenschutt kurz wieder empor zur altehrwürdigen Schöne-Aussicht-Hütte, die auf Italienisch (sie steht knapp südlich der Grenze) so klangvoll Albergo Bella Vista heißt.
Auf das Hintere Eis (1.30 Std.).
Von der Hütte den Markierungen und Steinmännern folgend über die Geröllflächen und Gletscherschliffe der Jochköfel zu den oberen Böden, die ganz unter dem Moränenschutt verschwinden. Flach etwas nach links an den Südfuß des Gipfels und schließlich nochmals deutlich aufwärts über den Rücken zum höchsten Punkt.
Abstieg (2.30 Std.) nach Kurzras.
Zurück zur Schönen Aussicht. Von dort erst nach Westen durch die Schrofen zum folgenden Kar, dann immer in den Hängen der rechten Talseite hinab, erst noch im steinigen Gelände, dann viel auf Gras, schließlich zwischen einzelnen Bäumen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied2250 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortKarthaus (1327 m), Hauptort der Gemeinde Schnals im gleichnamigen, über weite Strecken noch recht ursprünglichen Tal
AusgangspunktKurzras (2010 m) mit seinen futuristischen Hotelbauten und der Seilbahn ins Sommerskigebiet
EndpunktKurzras
TourencharakterDas heutige Ziel gehört zu den ungewöhnlichen Dreitausendern. Das beginnt beim Namen. Ursprünglich hat man mit »Hinterem Eis« wohl eher die Seitenbuchten des Gletschers bezeichnet und nicht einen Kopf in einer Mondlandschaft. Zu diesem Berg ziehen nämlich heute von Südwesten durch nichts unterbrochene Moränenfelder empor, auf denen sich erst ganz oben ein paar Miniseen und letzte Schneeflecken zur »Auflockerung« verstecken. Allerdings schaut unser Gipfel von der anderen Seite ungleich eindrucksvoller aus - Hier gibt es eine 200-m-Wand über der ewig langen Zunge des Hintereisferners. Der Blick auf diesen Gletscher ist dann auch eine der Überraschungen bei dieser sehr aussichtsreichen Tour, man überschaut ihn in seiner ganzen Ausdehnung: die lange, meist apere Zunge, die Eisbrüche und Riesenspalten im mittleren Bereich und als Krönung die Firnwände an der Weißkugel. Dieser gewaltige Berg mit seiner Höhe von 3739 m ragt am zweithöchsten in den gesamten Ötztaler Alpen auf.
Hinweise
Siehe Tour 24 in Karte.
KartentippAV-Karte, Ötztaler Alpen, Blatt 30/2 (Weißkugel)
VerkehrsanbindungAus dem Vinschgau (zwischen Naturns und Kastelbell) ins Schnalstal und durch dieses stille, malerische Tal 21 km nach Kurzras
Höchster Punkt
Hintern Eis (3270 m)
Unterkunft
Schöne-Aussicht-Hütte (2842 m), privat, 61 Schlafplätze, Tel. - 0473/662140

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