Idyllische Badestellen und unberührte Natur

Angenehme Waldwanderung auf breiten Wegen, schöne Ausblicke zum Wittwesee, mehrere idyllische Badestellen. (Autor: Tassilo Wengel)
14 km
130 m
4.00 h
Zum Baden am Wittwesee Wir starten am Markt in Rheinsberg gegenüber dem Schlossparkeingang und gehen die Schlossstraße bis zur Paulshorster Straße. Dort wenden wir uns nach links und folgen dieser (Markierung blauer Querstrich) zum Ortsausgang, gehen dort auf dem Plattenweg weiter durch Wald und kommen nach Paulshorst. Wir wandern geradeaus auf einem breiten Fahrweg weiter und kommen an vier großen Findlingen vorbei, die kurz vor einem Bahnübergang auf der linken Seite im Wald liegen. Unser Weg führt über die Bahngleise weiter und erreicht den Wittwesee, ein Naturschutzgebiet mit einzigartiger Unterwasserflora und -fauna. An einem überdachten Sitzplatz mit Informationstafel und an mehreren idyllischen Badebuchten können wir eine Pause einlegen.Die Waldbilder wechseln ebenso wie Licht und Schatten auf dem Weiterweg, reine Kiefernforste werden von Mischwäldern abgelöst und die warmen Strahlen der Sonne wecken den Harzduft des Waldes.Über Feldgrieben zurück nach Rheinsberg Unser Weg folgt weiter dem breiten Wald-weg (Markierung blauer Querstrich), der bei der nächsten Info-Tafel einen Rechtsbogen beschreibt und gemeinsam mit der Markierung grüner Querstrich nach Feldgrieben führt.Wir bleiben auf dem breiten Weg und wandern zwischen Wiesenflächen in einen Kiefernwald. An einem überdachten Sitzplatz gehen wir nach rechts (Wegweiser Wittwesee, Kölpinsee) und folgen unserem breiten Weg durch Mischwald (Markierung grüner Querstrich), der an einem Sumpfgebiet mit dem seltenen Sumpfporst und Wollgras vorbeiführt. An der folgenden Weggabelung geht es zunächst nach rechts (Wegweiser Kölpinsee, Wittwesee, Rheinsberg), dann wählen wir an der nächsten Gabelung ohne Markierung den linken Weg und folgen am nächsten Abzweig dem Wegweiser »Wittwesee« nach rechts. Nun wandern wir durch Mischwald aus Kiefern, Buchen und Eichen, wählen an der folgenden Gabelung (Wegweiser Feldgrieben) den linken Weg und wandern nun geradewegs – immer auf dem breiten Waldweg bleibend – nach Rheinsberg, das wir auf der Paulshorster Straße erreichen. Dort wenden wir uns nach links und gehen auf dem bekannten Weg zum Ausgangspunkt zurück.

Rheinsberg – Paulshorst 0.45Std. – Feld-

grieben 1Std. – zurück nach Rheinsberg 2.15Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied130 m
Dauer4.00 h
AusgangspunktRheinsberg, Markt.
EndpunktRheinsberg, Markt.
TourencharakterDer Wittwesee liegt umgeben von dichten Wäldern in einer fast unberührten Landschaft. Nur selten trifft man auf Badegäste, die das klare Wasser des Sees schätzen und eine der zahlreichen idyllischen Badestellen auf-

suchen. Rheinsberg ist Literaturfreunden vor allem durch Kurt Tuchols-

kys »Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte« ein Begriff, mit dem der Schriftsteller dem Ort 1912 ein literarisches Denkmal setzte. Im Schloss Rheinsberg ist heute das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum untergebracht. Als Markierung begleitet den Wanderer die Figur des Fritzchen – vom Alten Fritz abgeleitet – auf dieser schönen Tour.
KartentippKompass Wander- und Radtourenkarte Nr.743, Ruppiner Land, 1:50000.
VerkehrsanbindungAuto: Autobahn A24 Berlin – Hamburg, Abfahrt Neuruppin, auf B167 über Neuruppin nach Rheinsberg. Bahn/Bus: Mit Regionalexpress RE5 oder Regionalbahn RB12 von Berlin bis Löwenberg, dann mit Regionalbahn 54 bis Rheinsberg. Busverbindung mit Neuruppin.
GastronomieRheinsberg: Schlosshotel Rheinsberg, Seestraße 13; Ratskeller Rheinsberg, Markt 1; Gasthaus – Brauerei Zum Alten Brauhaus, Rhinhöher Weg 1; Gast- und Logierhaus »Zum jungen Fritz«, Schlossstraße 8.
Tipps
Einkehr in Rheinsberg Direkt am Grienericksee gelegen, sind Garten und Terrasse der Gaststätte See-Pavillon vor allem an schönen Sommertagen ein beliebter Aufenthaltsort. An kühleren Tagen kann man im stilvoll eingerichteten Restaurant verschnaufen und ebenfalls den Blick auf den See genießen. In einer Rheinsberger Stadtvilla des 20.Jh. lädt das noble Schlosshotel mit mediterran gestaltetem Innenhof zum Verweilen ein. Traditionelle Küche wird mit internationaler gehobener Cuisine verbunden. Die Auswahl reicht von Suppen wie Vanilliertem Krabbensüppchen bis Brühe von Edelfischen, über Fischgerichte wie Müritz-Zander oder gedünstetem Lachsfilet bis zu Fleischgerichten wie Lammrücken in Zitronenthymian oder Hüftsteak vom Hochlandrind im Kräutermantel. Wer am Grienericksee sitzen möchte, findet im Café & Restaurant See-Pavillon mit großem Garten am See dazu Gelegenheit (siehe Foto). Der Wittwesee Er ist einer der letzten Klarwasserseen des Ruppiner Landes. Auf dem Seegrund wachsen Rasen von Armleuchteralgen, ein Indiz für die Sauberkeit des Wassers. Am Ufer wechseln die schütte- ren Schilfröhrichte mit den kompakteren des Schneidenrieds und vervielfachen mit ihrem Wurzelgeflecht die Filterkraft des Seebodens. Ende April sind bereits häufig Fischadler bei der Jagd zu beobachten, die hier brüten. Sie verlassen bereits im August/September ihr Brutrevier und überwintern vor allem in den westafrikanischen Mangrovenwäldern. Auch der Teichrohrsänger hat sein Nest geschickt zwischen die Schilfhalme gehängt und kann hier in Ruhe seine Jungen aufziehen. Im Frühling ist es noch still am Wittwesee, denn selbst den unerschrockenen FKK-Freunden ist das Wasser noch zu kalt. Manchmal kreist ein Seeadler hier, der mit seiner Flügelspannweite von zwei Metern nicht zu übersehen ist.
Unterkunft
Rheinsberg: Der Seehof Rheinsberg, Tel. 033931/4030, www.seehof-rheinsberg.de; Gast- und Logierhaus »Zum jungen Fritz«, Tel. 033931/4090, www.junger-fritz.de; »Haus Rheinsberg« Hotel am See, Tel. 033931/3440, www.hausrheinsberg.de

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