Hundersingen, Hohmichele und Heuneburg

Durch sanft gewellte Landschaft und an der Kante des Donautals; kurzer Abschnitt im Wald; streckenweise asphaltierte Wirtschaftswege, ansonsten Wald- und Feldwege. (Autor: Peter und Ute Freier)
8 km
120 m
2.00 h
Parkplatz – Grabhügel Hohmichele (knapp 1 Std.) – Grabhügel an der Straße Hundersingen– Binzwangen (45Min.) – Heuneburg (10Min.) – Parkplatz (45Min.). Zum Großgrabhügel Hohmichele: In Hundersingen folgen Sie gegenüber dem Heuneburgmuseum (Grabungsfunde, Schautafeln zur Geschichte der Kelten) einem Seitensträßchen und stoßen auf einen quer verlaufenden Wirtschaftsweg. Nach rechts führt der Weg (Markierung: blaue Raute) durch eine flache Talsenke zum Waldrand, und nach 500 Metern biegen Sie rechts ab in den Wald zum Grabhügel Hohmichele, mit 15Metern Höhe einer der größten keltischen Grabhügel Mitteleuropas. Ganz in der Nähe bilden niedere Wälle eine sogenannte Viereckschanze. Bei solchen Anlagen handelte es sich überwiegend umbefestigte Bauernhöfe, aber einige könnten auch Tempelbezirke gewesen sein. Zur Heuneburg und an der Talkante der Donau: Geradeaus führt der Waldweg (Markierung: blaue Raute) an einer Grillstelle vorbei und durch ein flaches Tal zum Waldrand und weiter zur Straße Hundersingen–Binzwangen. Hier befinden sich zwei Großgrabhügel, zwei weitere liegen etwas versteckt im Wald. Entlang der Straße erreichen Sie in wenigen Minuten die Heuneburg, die vor etwa 2600 Jahren auf einem durch einen tiefen Graben geschützten Plateau an der Talkante der Donau angelegt wurde; außerhalb der Heuneburg erstreckte sich eine Großsiedlung. Rekonstruiert wurden ein Teil der mit einem Wehrgang versehenen Umfassungsmauer aus Lehmziegeln und einige reetgedeckte Gebäude (1. April–31. Okt. Di–So 10–16.30 Uhr, Juli und Aug. 10–18 Uhr; www.heuneburg.de). Nach Verlassen der Heuneburg wenden Sie sich nach links (Markierung: blaue Raute), halten sich zwischen den Gebäuden des Talhofs rechts und gelangen in leichtem Auf und Ab zur auffälligen Burgstelle Baumburg. Wenig später passieren Sie einen weiteren keltischen Grabhügel und kehren zum Heuneburgmuseum in Hundersingen zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied120 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHeuneburgmuseum in Hundersingen
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterIm 5. Jh. v. Chr. beschrieb der Grieche Herodot das Quellgebiet des Istros als keltisches Siedlungsgebiet mit dem Hauptort Pyrene. Höchstwahrscheinlich ist der Istros die Donau und Pyrene der heute als Heuneburg bezeichnete Ort. Damit ist die Heuneburg der erste in der Geschichtsschreibung erwähnte Ort in Südwestdeutschland. Diese Erwähnung und die Ausgrabungsfunde lassen darauf schließen, dass die um 600v. Chr. errichtete und im 5. Jh. aus noch unbekannten Gründen verlassene Heuneburg ein bedeutender Fürstensitz war mit Handelsbeziehungen bis in den Mittelmeerraum.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte des LVA B-W, Blatt 527 (Bad Saulgau), 1:50 000.
VerkehrsanbindungVon Ulm auf der B 311 über Ehingen (Donau) und Riedlingen nach Herbertingen, B 311/B 32 in Richtung Sigmaringen und nach 3 km abbiegen nach Hundersingen; durch den Ort in Richtung Binzwangen, kurz vor Ortsende ein kleiner Parkplatz am Heuneburgmuseum.
GastronomieGaststätte in Hundersingen; Café in der Heuneburg.
Informationen
DIE KELTEN: Seit dem 8. Jh. v. Chr. entwickelte sich im Raum Ostfrankreich- Schweiz-Süddeutschland eine schriftlose Kultur mit gemeinsamer Sprache und Religion, gleichen Bestattungssitten und künstlerischen Ausdrucksformen. Diese Kultur breitete sich allmählich über ganz Frankreich, Spanien, die Britischen Inseln und den Balkan bis in die heutige Türkei aus. Für die Griechen handelte es sich bei den Angehörigen dieses Kulturkreises um Kelten, für die Römer um Gallier, und die Kelten in Südosteuropa wurden als Galater bezeichnet. Um die Zeitwende verschwanden die Kelten aufgrund der Niederlagen gegen die römischen Legionen des Feldherren und Politikers Julius Caesar und durch Verschmelzung mit anderen Völkerschaften aus der Geschichte.
Unterkunft
In Hundersingen Hotel-Gasthof Adler (Tel. 07586/378).
Tourismusbüro
Bürgermeisteramt, Marktplatz 1, 88499 Riedlingen, Tel. 07371/18310, www.riedlingen.de

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