Hüttenwandern in den Bayerischen Voralpen

Hubertushütte, Kesselalm und Bucheralm

Zur Kesselalm bzw. bis zum Sattel zwischen Breitenberg und Schweinsberg schattiger, aber zuweilen steiler Almfahrweg, im weiteren Verlauf Bergwanderweg mit einigen steilen Wegabschnitten. Trittsicherheit erforderlich. Der Abstecher auf den Breitenstein erfolgt auf Bergsteig, lediglich am Gipfel selbst heißt es ein bisschen aufpassen, denn er fällt steil nach Norden und Osten ab. (Autor: Heinrich Bauregger, Peter Freiberger)
7 km
751 m
4.00 h

Von Birkenstein zur Kesselalm

Vom großen Parkplatz oberhalb der Wallfahrtskirche in Birkenstein folgen wir dem ausgeschilderten Almfahrweg in weiten Kehren durch Wald hinauf zur Kesselalm, die knapp oberhalb des Waldrandes an aussichtsreicher Stelle steht. Hier können wir einkehren und den jungen Rindern beim Grasen zuschauen.

Aufstieg zur Hubertushütte

Bei der Kesselalm halten wir uns rechts und wandern durch Almwiesen und Wald bergwärts in den Sattel zwischen Schweinsberg und Breitenstein. Am Sattel verlassen wir den breiten Weg und gehen links auf Pfad an den Fuß des Gipfelaufbaus heran. Eine steile, steinige Wegpassage durch lichten Wald, die aber problemlos zu bewältigen ist, ist das letzte Hindernis zur Hubertushütte hinauf, bevor wir uns auf der großen Terrasse vor der Hütte niederlassen können.

Übergang zur Bucheralm

Von der Hubertushütte führt unser Weg nun links am Breitenstein-Gipfel vorbei zum Joch links des Bocksteins (oder auch direkt vom Gipfel auf Pfad dorthin). Auf markiertem Bergweg steigen wir steil durch lichten Wald und über Bergwiesen hinab zur Bucheralm, die mit einer süd- bis ostseitigen Terrasse aufwarten kann.

Rückkehr nach Birkenstein

An der Bucheralm verzweigen sich die Wege - Wir halten uns hier links und wandern auf markiertem Weg (Ausschilderung: „Birkenstein“) eben hinüber zum Waldrand. Auf Steig talwärts, bei der folgenden Weggabelung halten wir uns links, queren eine Forststraße und treffen wenig unterhalb auf eine weitere. Hier halten wir uns links und folgen bald unserem Anstiegsweg zur Kesselalm talwärts hinab nach Birkenstein.

Der Gipfelabstecher zum Breitenstein

Der Breitenstein oberhalb der Hubertushütte ist auch für den wenig ehrgeizigen Bergwanderer ein Muss. Der Weg ist nicht zu verfehlen und beginnt direkt an der Hütte. Am Gipfel erwartet uns neben der freien Sicht ein großes Gipfelkreuz mit Gipfelbuch.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied751 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz 200 m oberhalb der Wallfahrtskirche in Birkenstein bei Fischbachau.
Hinweise
Die Almen im Mangfallgebiet sind meistens Privatalmen und von sehr unterschiedlichem Zuschnitt. Zwei der auf dieser Runde besuchten Almen sind den Wanderern eher als Einkehralmen ein Begriff, doch es gibt viel Vieh dort oben. Auf der Kesselalm, unserer ersten Station, weiden im Sommer noch etwa 30 Stück Jungvieh des Kallerhofs von Fischbachau, die Berggaststätte wird jedoch ganzjährig von einem Pächter betrieben. Das Gleiche gilt für die Hubertushütte, die sich direkt unter dem Breitenstein-Gipfel befindet. Dort oben weidet im Sommer das Jungvieh eines Marbacher Bauern. Das frühere, ganz aus Holz gebaute Almgebäude strahlt Idylle und Gemütlichkeit aus, der Stall befindet sich in einem Nebengebäude. Wir können hier oben auch übernachten und uns von Kuhglocken in den Schlaf bimmeln lassen. Eine Besonderheit ist auch die Bucheralm. Sie wird nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet. Senner ist Herr Haase vom Leitzachtaler Ziegenhof in Fischbachau. Die vermutlich 1874 erbaute Bucheralm wechselte 1966 den Besitzer und seit dieser Zeit wird sie von der gleichen Familie betreut. Neben Jungvieh und einigen Kühen sind es vor allem die etwa 70 Ziegen, die dieser Alm etwas Einzigartiges verleihen. Die Milch wird von der Alm ins Tal transportiert und auf dem Hof oder einem nahe gelegenen Demeterbetrieb zu Butter und Käse verarbeitet. Auf der Bucheralm gibt es eingelegten Ziegenkäse zu kaufen. Ein oder zwei Gläser belasten den Rucksack wohl kaum, und der Weg von der gemütlichen Terrasse hinab nach Birkenstein ist nicht mehr weit.
KartentippTopografische Karte BLVA, 1 - 50 000 Blatt „Mangfallgebirge“.
VerkehrsanbindungAuf der Salzburger Autobahn (A 8) bis zur Ausfahrt Weyarn, auf der Landstraße über Miesbach nach Fischbachau und von dort noch einen Kilometer zum Wallfahrtsort Birkenstein. Großer Wanderparkplatz etwas oberhalb der Kirche. Mit der Oberlandbahn bis zum Haltepunkt Fischbachau, dann 4 km (ca. 1 Std.) zu Fuß über den Wolfssee direkt nach Birkenstein. Es verkehrt jedoch auch ein Bus über Fischbachau.
GastronomieKesselalm (1278 m), privat, im Sommer durchgehend, im Winter bei schönem Wetter an Wochenenden bewirtschaftet, Übernachtungsmöglichkeit, Tel. 08028/2602;
Hubertushütte (1585 m), privat, von Juni bis Ende Oktober, im Winter an schönen Wochenenden bewirtschaftet, einige Lager zur Übernachtung;
Bucheralm (1200 m), privat, von Ende Mai bis Ende Oktober einfach bewirtschaftet.
Weitere Einkehrmöglichkeiten - Gasthäuser in Birkenstein.
Tipps
Der Tipp für Kinder: Natürlich werden wir auch der Wallfahrtskirche einen Besuch abstatten, doch die meisten Kinder werden mehr Begeisterung für den Besuch der mechanischen Gebirgsmühle aufbringen, die wir unterhalb vom Gasthof Oberwirt ansteuern können. Mägde, Knechte und Wilderer en miniature bei der Arbeit, und alles schön sychronisiert. Täglich (außer Freitag) geöffnet von 10 bis 17 Uhr.
Informationen
WegverlaufBirkenstein - Kesselalm - Hubertushütte - Bucheralm - Birkenstein
Dauer: Von Birkenstein zur Kesselalm 1 Std., Aufstieg zur Hubertushütte 1 1/2 Std., Abstieg über die Bucheralm 2 Std.
Gesamtgehzeit: 4 1/2 Std. Der Gipfelabstecher auf den Breitenstein erfordert eine knappe halbe Stunde.
Mehr zum Thema