Hoher Sonnblick, 3105 m

Der Hohe Sonnblick, auch Rauriser Sonnblick genannt, ist einer der wenigen hohen Berge mit Gipfelhaus. (Autor: Richard Goedeke)
6 km
1600 m
7.00 h
Im Tal südwärts auf dem Steig am Naturfreundehaus Kolm-Saigurn vorbei hinauf zum beim alten, verfallenen Radhaus gelegenen Neubau-Naturfreundehaus (2161 m, Touristenverein Naturfreunde, 44 Schlafplätze, bew. Juni–Sept., Tel. 0043/6544/81 81). Nun auf dem Steig in südwestlicher Richtung hinauf zur Rojacher Hütte (2719 m, 9 L, bew. Juli–Sept., Tel. 0043/664/131 89 29). Danach am blockigen Südostgrat (teils Sicherungen) bis kurz vor den Gipfel, zuletzt links auf dem Gletscher und über Schutt zum Zittelhaus (3105 m, DAV, 107 Schlafplätze, bew. Juli–Sept., Tel. 0043/6544/6412).

Hochtour
3000er Gipfeltour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied1600 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktLenzanger
EndpunktHoher Sonnenblick
TourencharakterAls das Zittelhaus erbaut wurde, war das noch kein Marketing-Gag, sondern dahinter stand das Bestreben, mit einem ganzjährig bewohnbaren Observatorium das Hochgebirgsklima zu erforschen. Zugleich ermöglicht das Haus großzügige Gratüberschreitungen. Seine Fundamente werden jedoch neuerdings durch auftauenden Permafrost destabilisiert.
Hinweise
Siehe Tour 137 in Karte.
KartentippAV-Karte 1 - 25000, Blatt 42 Sonnblick.
VerkehrsanbindungBahn bis Zell am See oder Lienz. Ab dort Busverkehr. Von Matrei in Osttirol nach Kals (1325 m) und auf der »Kalser Glocknerstraße« (Maut!) zum Lucknerhaus (1918 m, priv., bew. Mai–Okt., 52 Schlafplätze, Tel. 0043/4876/8555). Für die Großglocknerstraße (herzhafte Maut!) mit der Anfahrt zur Franz-Josefs-Höhe sind im Norden Krössenbach (südlich von Zell am See) und im Süden Heiligenblut im Mölltal (nördlich von Lienz) die Ausgangspunkte. Mit Bahn bis Lienz. Bus oder Auto über Iselsberg ins Mölltal und nach Heiligenblut (1291 m). Auf der Glocknerstraße bis zur großen Kehre im Fleißtal (1500 m, noch vor dem Mauthaus). Vom Salzachtal bei Taxenbach südwärts ins Rauriser Tal. Darin über Rauris hinauf, zuletzt Mautsträßchen zum Lenzanger (1560 m).
GastronomieNeubau-Naturfreundehaus (2161 m, Touristenverein Naturfreunde, 44 Schlafplätze, bew. Juni–Sept., Tel. 0043/6544/81 81). Rojacher Hütte (2719 m, 9 L, bew. Juli–Sept., Tel. 0043/664/131 89 29). Zittelhaus (3105 m, DAV, 107 Schlafplätze, bew. Juli–Sept., Tel. 0043/6544/6412).
Tipps
Aussicht. Großartige Rundsicht mit Großglockner im Westen, Hocharn im Nordwesten, Steinernem Meer, Hochkönig und Dachstein in der Ferne im Norden und Ankogelgruppe im Osten.
Informationen
Schwierigkeit. Insgesamt F+ (leicht), mit Kletterstellen I (leicht). Mühen: Gipfel-/Hüttenzustieg von Westen oder Osten 1600 mH (4–5 Std.). Gefahren: Der Aufstieg führt in hochalpines Gelände mit Gletscher. Bei Gewitter herrscht im gesamten Gipfelbereich extreme Blitzgefahr, die allerdings im Faradayschen Käfig des Zittelhauses gebannt ist. Freuden: Ein Ort, wo man morgendliche und abendliche hochalpine Gipfelstimmungen ohne Zeitnot erleben kann. Hier lassen sich auch die Gewitter als tolles Naturschauspiel genießen. Nebengipfel: Goldzechkopf (3042 m) im Nordwesten, Goldbergspitze (3073 m) im Südwesten nahebei, aber über Gletscher.
Höchster Punkt
Hoher Sonnblick, 3105 m
Unterkunft
Neubau-Naturfreundehaus (2161 m, Touristenverein Naturfreunde, 44 Schlafplätze, bew. Juni–Sept., Tel. 0043/6544/81 81). Rojacher Hütte (2719 m, 9 L, bew. Juli–Sept., Tel. 0043/664/131 89 29). Zittelhaus (3105 m, DAV, 107 Schlafplätze, bew. Juli–Sept., Tel. 0043/6544/6412).
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