Hoher Ifen, 2230 m, Gottesacker

Das eindrucksvollste Karstgebiet in den Allgäuer Bergen Am Hohen Ifen felsige Steilstufe mit Drahtseil – Schwindelfreiheit und etwas Geschicklichkeit notwendig. Direkt zu Bergadler und Hahnenköpfle viel begangene, breite Steige, manchmal steinig, aber ohne problematische Stellen. (Autor: Dieter Seibert)
9 km
770 m
4.00 h
Auf den Hohen Ifen Von der Auenhütte fahren wir zunächst mit dem Sessellift zur Bergstation und gehen zum nahen Berggasthaus Ifenhütte (1586 m). Ein teilweise befestigter Weg führt über einen Hang zum Beginn der Ifenmulde, die von den Felsen der Ifenmauer überragt wird und mit malerischen Felstrümmern übersät ist. An der Mulde entlang wandern wir ein gutes Stück aufwärts, dann geht es nach links zu ein paar Blöcken. Über die Geröllhalden steigt man nun etwas mühsam zur Steilstufe, die sehr eindrucksvoll über einem in den Himmel wächst. Schräg links geht es jetzt empor, hinter einem Zacken hindurch (Drahtseile) und etwas ausgesetzt zum oberen Ende der Ifenmauer. Auf einem Steig wandert man schließlich über die erstaunlich weite und sanfte, ganz mit Gras überzogene Hochfläche zum Kreuz. Der Abstieg erfolgt auf der gleichen Route. Wer noch mehr erleben will, besucht zusätzlich noch das Hahnenköpfle - »Bergadler«, Hahnenköpfle (2086 m) und Gottesacker Vom Ifen steigen wir wieder hinab bis an den Fuß der Felsen und den Beginn der Schuttfelder. Dort wenden wir uns nach links, wandern auf dem Geröllpfad fast eben in die oberste Ifenmulde und dann nach rechts zu auffallenden Felsfluhen. Von dort gelangen wir in 5 Min. zur Jausenstation »Bergadler« (2010 m) oder wandern gleich in der Felsgasse empor zum Grat und weiter zum nahen Gipfelkreuz auf dem Hahnenköpfle, das auf drei Seiten von auffallenden Karstflächen umgeben ist. Man steigt später direkt längs der Ifenmulde zur Bergstation des Liftes ab. Mit Familie und Kindern Der Zugang zum »Bergadler« ist einfach, aber für kleinere Kinder etwas lang und eintönig. Doch wenn sie erst einmal oben sind, werden sie mit viel Ausdauer den Karst, diese Mondlandschaft der bizarren Formen und des Geheimnisvollen, erforschen wollen.

Dauer - Gesamtgehzeit 4 Std. Auf den Hohen Ifen 2 Std. Übergang zum Hahnenköpfle 3/4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied770 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRiezlern (1086 m), lebhafter Ferienort am Beginn des Kleinwalsertales, Seilbahn zur Kanzelwand. In Riezlern talein zur nahen Breitachbrücke, dort Abzweigung der schmalen Bergstraße ins Schwarzwassertal, Großparkplatz bei der Auenhütte (1273 m, 3,8 km).
TourencharakterEinen Berg wie den Hohen Ifen gibt es wirklich nur einmal! Eine 1,6 km breite, sanft nach Süden geneigte Felsplatte liegt auf einem schrägen Untergrund. Diese Platte bricht auf allen Seiten mit teilweise senkrechten Wänden ab – das ist die Ifenmauer. Eine große Geröllhalde bildet den Zugang zu der beeindruckenden Wandflucht, die steil über dem Gipfelstürmer in den Himmel ragt – dieses Szenario lässt den Puls recht schnell schlagen! Doch unser Weg nützt geschickt eine Bresche in dieser Festung als Durchschlupf. Am Fuß des Hohen Ifen breitet sich der Gottesacker aus, eine 10 km2 große, nur sanft geneigte, aber sehr wellige Karstfläche. Es lohnt sich, noch das Hahnenköpfle (2086 m; auf vielen Karten falsche Höhe) zu besuchen, um dem Karst seine Reverenz zu erweisen. Fast überall, wo der nackte Fels vorherrscht, sind die Karren, im Allgäu Schratten genannt, sehr schön ausgebildet, und man trifft auf geheimnisvolle Löcher - kleine Schachthöhlen, die Dolinen, in denen alles Regenwasser verschwindet. Verspielte haben viel Spaß daran, den Karst zu erforschen. Kurz oberhalb des »Bergadlers« gibt es Richtung Hahnenköpfle (östlich des Aufstiegswegs) die schönsten Beispiele dafür.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte des Bayerischen Landesvermessungsamt 1 - 50000, Blatt Allgäuer Alpen.
VerkehrsanbindungAuf der B 19 durch das Oberallgäu bis zum Kreisel vor Oberstdorf. Dort rechts ab und auf breiter Straße nach Riezlern. Bus von Oberstdorf nach Riezlern und von dort zur Auenhütte.
GastronomieIfenhütte (1586 m) nahe der Bergstation und Ghs. Bergadler (2010 m) unter dem Hahnenköpfle.
Höchster Punkt
Hoher Ifen (2230 m) Hahnenköpfle (2086 m)
Unterkunft
Wie Einkehr.
Tourismusbüro
Kleinwalsertal Tourismus, Walserhaus, A-6992 Hirschegg, Tel. 0043/5517/ 51140, E-Mail: info@kleinwalsertal.com.
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