Hohenstaufen und Hohenrechberg

Landschaftlich reizvolle Rundwanderung mit nur wenig Schatten; ein langer, steiler Anstieg, ein mäßiger und nochmals ein kurzer, steiler Anstieg zur Wallfahrtskirche; herrliche Ausblicke. (Autor: Peter und Ute Freier)
16 km
540 m
4.00 h
Ottenbach – Dorf Hohenstaufen (1 Std.) – Burgruine Hohenstaufen (15Min.) – Ruine Hohenrechberg (13/4 Std.) –Wallfahrtskirche (15Min.) – (Vorder-)Rechberg (15Min.) – Märchenpark (15Min.) – Ottenbach (1 Std.). Anstieg zur Burgruine Hohenstaufen: Vom Parkplatz an den Sportanlagen führt links um den Sportplatz herum ein Fußweg nach Ottenbach, wo Sie auf dem Erlenweg nach rechts das Flüsschen Krumm und kurz darauf die Ortsdurchfahrt überqueren. In der Schulstraße und in der Eichholzstraße gehen Sie zum Waldrand und steigen nach links (Markierung: blauer Punkt, Hohenstaufen) zwischen Wiesen und Viehweiden steil an zum Dorf Hohenstaufen. Im Ort setzt sich der Anstieg fort, und ehe Sie die letzten Höhenmeter zur Burgruine Hohenstaufen zurücklegen, passieren Sie am Waldrand die St. Jakobskirche (auch: Barbarossakirche) mit einem Staufer-Dokumentationsraum. Im Wald führt der Weg vollends hoch zu den Mauerresten der im 11. Jh. erbauten Burg Hohenstaufen (684m), die im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde und in der Folgezeit als Steinbruch für den Hausbau der Bewohner umliegender Dörfer diente. Über den Aasrücken zum Hohenrechberg: Vom Hohenstaufen steigen Sie ab (Markierung: roter Balken, Aasrücken) zu den Häusern von Ziegelhütte, überqueren die Straße Hohenstaufen–Lenglingen und gehen, parallel zu der auf dem schmalen Aasrücken verlaufenden alten Straße mit Blick auf den Schwäbisch-Fränkischen Wald im Norden und auf die Alb im Süden, auf die Burgruine Hohenrechberg zu. Nebenbei: Der Name Aasrücken hat nichts mit Aas zu tun, vielmehr wurde das schwedische Wort »ås«/»aas« (Bergrücken) im Dreißigjährigen Krieg (1618–48), als auch eine schwedische Truppe durch das Deutsche Reich zog, von den Ansässigen übernommen. An einer Straßengabelung halten Sie sich geradeaus (Markierung: roter Balken, rotes Kreuz), wenig später in einer Linkskurve der Straße erneut geradeaus, dann steigt der Weg leicht an nach (Hinter-)Rechberg. Mit Hilfe der Markierung folgen Sie dem Weg durch den Ort und anschließend einem Fußweg vollends hinauf zur Burgruine Hohenrechberg (644m), einer beeindruckenden Anlage mit einem Staufer- Dokumentationsraum. In der Umgebung einer Hochadelsburg entstanden sogenannte Ministerialenburgen. Burg Hohenrechberg war eine solche Ministerialenburg, die von einem einflussreichen Ministerialen der Staufer erbaut wurde. Ministerialen (lat. ministerium, Dienst) waren ursprünglich von einem Adligen abhängige Dienstmannen, die mit Verwaltungsaufgaben und diplomatischen Missionen betraut wurden, vor allem aber als »Ritter« (berittene Krieger) die Kerntruppe eines jeden mittelalterlichen Heeres bildeten. Im 12.–15. Jh. stiegen die Ministerialen sozial auf und bildeten die Gesellschaftsschicht des niederen Adels. Über den Gipfel des Hohenrechbergs und das Rehgebirge nach Ottenbach: Bei der Burgruine steigt eine Straße (Markierung: rotes Kreuz) mit Kreuzwegstationen steil an zum kleinen Gipfelplateau des Hohenrechbergs (707m) mit der Wallfahrtskirche »Zur schönen Maria von Rechberg«, einem Friedhof und einer Gaststätte. Ein Fußweg (Markierung: roter Balken, rotes Kreuz) führt hinunter nach (Vorder-)Rechberg und geradeaus in der Kaiserstraße, dann nach rechts (Markierung: blauer Balken, Staufeneck) erreichen Sie den Ortsrand. Nach 500Metern entlang eines Landsträßchens auf einem als Rehgebirge bezeichneten Bergrücken biegen Sie rechts ab, passieren einen Märchenpark und gehen rechts um den Saurenhof herum (Markierung: blauer Balken). Die Markierung führt Sie über die Lindenhöfe zum Herbenhof, an dem Sie sich nach links wenden und auf dem mehrmals abknickenden Weg zum Sportplatz von Ottenbach zurückkehren.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied540 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktOttenbach, unterhalb des Hohenstaufens und des Hohenrechbergs gelegen.
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterAuffällig in dieser Region des nördlichen Albrands sind die zahlreichen Einzelhöfe, eine für die Schwäbische Alb ungewöhnliche Gegebenheit. Aus der Entfernung weitaus auffälliger sind drei Zeugenberge vor dem nördlichen Albrand: Staufen, Rechberg und Stuifen. Sie werden »Kaiserberge « genannt, da der Hohenstaufen Stammsitz der hochadligen Staufer war, die im Hochmittelalter (12. und 13. Jh.) als deutsche Könige und Kaiser die europäische Geschichte maßgeblich beeinflussten. Von der Burg Hohenstaufen sind nur wenige Mauerreste vorhanden, doch die Burg Hohenrechberg ist zum größten Teil erhalten.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte des LVA B-W, Blatt 521 (Göppingen), 1:50 000.
VerkehrsanbindungPKW: B 10 Göppingen–Ulm; bei Salach abbiegen nach Ottenbach; durch den Ort zum Parkplatz am Sportgelände.
GastronomieGaststätten in Ottenbach, Hohenstaufen und Rechberg; Kiosk in der Burgruine Hohenstaufen; Burggaststätte Hohenrechberg; Gasthof bei der Wallfahrtskirche.
Tipps
Für Familien mit Kindern geeignet ist der »Schurrenhof« auf einem als Rehgebirge bezeichneten Bergrücken: Gaststätte und Freizeitpark mit Spielplätzen, Pit-Pat, Trampolin, Miniatureisenbahn und kleinem Schwimmbad (Tel. 07165/794; www.spielundfreizeitpark- schurrenhof.de; März–Nov. Mi–Mo ab 11 Uhr). Anfahrt: Von Rechberg auf der Scheitelhöhe des Rehgebirges ca. 3 km weit.
Informationen
STRASSE DER STAUFER Diese ausgeschilderte Touristenstraße führt zu Orten, die mit dem hochadligen Geschlecht der Staufer in Verbindung stehen, u. a. zum vollständig erhaltenen Wäscherschloss bei Wäschenbeuren, zum Kloster Adelberg und zum Kloster Lorch, einst »Hauskloster« der Staufer und Grablege für einige Mitglieder dieses Geschlechts, in dem sich ein sehenswertes modernes Rundbild zur Geschichte der Staufer befindet (www.stauferland.de).
Unterkunft
In Hohenstaufen u. a. Panorama-Hotel Honey-Do (Tel. 07165/910910); am nördlichen Ortsrand von Hohenstaufen eine Jugendherberge (Tel. 07165/438).
Tourismusbüro
Hauptstr. 1, 73033 Göppingen, Tel. 07161/650292, www.goeppingen.de

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