Hohenschramberg, Fohrenbühl und Lauterbach

Zwischen Schiltach, Kinzig und Gutach.
Wald- und Wiesenflurwanderung mit zahlreichen hervorragenden Aussichtsstellen. (Autor: Chris Bergmann)
23 km
500 m
5.00 h
Der Geologische Lehrpfad.
Auf der Südseite des Schramberger Rathauses befindet sich eine Tafel mit den Wanderwegweisern. Es gibt mehrere Möglichkeiten, zur Burgruine Hohenschramberg zu wandern, am bequemsten ist der mit der »blauen Raute« markierte Aufstieg durch den Nordhang, am abwechslungsreichsten ist der ausgeschilderte geologische Lehrpfad durch den Südhang. Für diesen folgt man der als Fußgängerzone ausgewiesenen Hauptstraße vom Rathaus aus südwärts (aufwärts) bis zum Ende, überquert auf der Junghans-Straße die Schiltach, wendet sich auf der Lauterbacher Straße kurz rechts (links der Busbahnhof und ein Parkplatz) und zweigt nach Überqueren des Lauterbachs links in die Geißhaldenstraße im Hang des Schlossbergs ein. Hier befinden sich auch die Produktionsgebäude des Uhrenherstellers Junghans. Der geologische Lehrpfad beginnt am Parkplatz der Firma Junghans und führt am Lauterbacher Wasserfall vorbei hinauf zur Burgruine Hohenschramberg. Informationstafeln erläutern die Spuren der über 300 Mio. Jahre alten erdgeschichtlichen Vergangenheit dieses Gebiets. Wer nur eine kurze Rundwanderung unternehmen will, kann von der Burgruine Hohenschramberg dem vegetationskundlichen Lehrpfad zurück in die Talstadt folgen.
Ruine Hohenschramberg.
Die Burgruine Hohenschramberg bietet einen prachtvollen Blick auf Schramberg und die Berge des mittleren Schwarzwalds. Die ab 1457 errichtete, festungsähnlich ausgebaute Burg ist die mächtigste der Schramberger Burgen. Sie war ursprünglich Sitz der Herren von Rechberg, die aus den vormaligen Herrschaften Falkenstein, Ramstein und Schilteck die Herrschaft Schramberg schufen. 1633 wurde sie von württembergischen und 1689 von französischen Soldaten schwer beschädigt. Von der Ruine führt die Markierung »blaue Raute« längs der schmalen Zufahrt zum Grillplatz am Wanderparkplatz Schlosshof und hier halb rechts weiter, ehe es kurz hinter dem Hof Wolfsbühl links weitergeht. Bald mündet der lauschige Waldpfad am Rand des Luftkurorts Lauterbach auf einen die Einzelhöfe verbindenden Wirtschaftsweg, dem die »blaue Raute« am Hölzleshof und anderen Höfen vorbei bequem und immer wieder mit überragender Aussicht aufwärts folgt. Es geht am Hang oberhalb des Sulzbachtals entlang bis zum Gasthaus »Hasen« im Hang des Mooskapfs und dort links längs der Straße zum Wanderparkplatz Rotwasser. Dort wandert man nach Queren der Straße auf einem Knüppeldamm weiter zum Kapfhäusle, von wo die »rote Raute« des Mittelwegs Richtung Fohrenbühl führt.
Am Mooswaldkopf.
Auf dem Mooswaldkopf unterhält der Schwarzwaldverein das Wanderheim »Gedächtnishaus Fohrenbühl«. Zur Versorgung der Reisenden entstanden ab 1780/85 in der Umgebung des Mooswaldkopfs sieben Gasthöfe, der älteste ist der Höhengasthof »Adler« (Schildrecht seit 1780). Der früher zwischen den Gasthöfen »Adler« und »Schwanen« und seit den 1950er-Jahren beim »Schwanen« veranstaltete Schellenmarkt ist seit 1548 nachweisbar und eines der ältesten Pfingst-Volksfeste im Schwarzwald. Während der Mittelweg auf dem Fohrenbühl südwärts zum Gasthof »Adler« (Bushaltestelle) weiterführt, folgen wir der Markierung »gelbe Raute« ostwärts hinab Richtung Schramberg/Lauterbach und an der nächsten Verzweigung rechts Richtung Lauterbach. Bald verlässt der Weg den Wald und führt aussichtsreich hinab in den Luftkurort Lauterbach. Hier kann man mit dem Bus zurück nach Schramberg fahren oder man folgt weiter der »gelben Raute« durch das Lauterbachtal nach Schramberg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour23 km
Höhenunterschied500 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortSchramberg (424 m), Drei-Burgen-Stadt im Schiltachtal an der Deutschen Uhrenstraße.
AusgangspunktRathaus in Schramberg, gebührenpflichtige Parkplätze in unmittelbarer Nähe, gebührenfreie Parkplätze am Stadtrand.
EndpunktBushaltestelle in Lauterbach bzw. Rathaus in Schramberg.
TourencharakterDer Mooswaldkopf zählt dank der herrlichen Aussichtspunkte in seiner Umgebung zu den meistbesuchten Bergen des mittleren Schwarzwalds und ist im Winter das Zentrum zahlreicher Loipen. Der Aussichtsturm ermöglicht einen herrlichen Blick über die Täler des mittleren Schwarzwalds – vom Schiltachtal bis zu den Höhen über dem Kinzigtal und über der Gutach. Im Bereich des Mooswaldkopfs verläuft die Grenze zwischen Württemberg und Baden, weshalb die Gasthöfe »Schwanen« (badisch) und »Adler« (württembergisch) verschiedene Postanschriften haben, obwohl sie dicht nebeneinander an derselben Passstraße liegen. Ausgangspunkt dieser erstklassigen Aussichtswanderung ist die DreiBurgen-Stadt Schramberg an der Schiltach.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte 1 - 50000 Blatt 504 Freudenstadt/Naturpark Schwarzwald Mitte/ Nord, Blatt 4 (Landesvermessungsamt Baden-Württemberg).
VerkehrsanbindungVon den ICE-Bahnhöfen in Hornberg und Rottweil bestehen direkte Anschlussmöglichkeiten mit dem Bus nach Schramberg. A 81 Stuttgart–Singen, Ausfahrt Rottweil, weiter auf der B 462 nach Schramberg.
GastronomieGasthof Haas/Bruckbeck, Burgstüble Hohenschramberg, Fohrenbühl, Lauterbach.
Tourismusbüro
Tourist-Information Schramberg, Hauptstraße 25, 78713 Schramberg, Tel. 07422/290, www.schramberg.de. Kurverwaltung Lauterbach, Schramberger Straße 5, 78730 Lauterbach, Tel. 07422/949730, www.lauterbach-schwarzwald.de

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