Hohengundelfingen, Niedergundelfingen und Burg Derneck

Ein Anstieg zur Talkante, wieder ins Tal und talaufwärts bequem zurück; Wald- und Wirtschaftswege, kurzer Abschnitt auf Asphalt, in Niedergundelfingen auf Straße. Ein Anstieg zur Talkante, wieder ins Tal und talaufwärts bequem zurück; Wald- und Wirtschaftswege, kurzer Abschnitt auf Asphalt, in Niedergundelfingen auf Straße. (Autor: Peter und Ute Freier)
1 km
290 m
2.00 h
Wanderparkplatz –Burgruine Hohengundelfingen (45Min.) –Niedergundelfingen (knapp 30Min.) –Wittsteig (20Min.) – Burgruine Derneck (gut 30Min.) –Wanderparkplatz (30Min.). Hohengundelfingen, Gundelfingen und Derneck: Vom Wanderparkplatz (mit Grillstelle) bei Wittsteig überqueren Sie die Parkplatz-Zufahrt und steigen am bewaldeten Talhang steil an (Markierung: gelbe Gabel). Auf der Hochfläche knickt der Weg links ab und führt entlang der Talkante zu den umfangreichen Mauerresten der Burgruine Hohengundelfingen mit ihrem mächtigen Bergfried. Nach Verlassen der Burgruine steigen Sie auf einem Waldweg kurzzeitig ab, halten sich an einer Weggabelung geradeaus (Markierung: roter Balken) – nicht nach links in Richtung Wittsteig absteigen! –, gehen entlang des Talhangs und stoßen auf das Sträßchen Gundelfingen–Dürrenstetten. Ihm folgen sie hinunter nach Gundelfingen, kreuzen die Talstraße und gehen geradeaus durch die kleine Ortschaft am Fuß eines kegelförmigen Umlaufbergs, auf dem die (bewohnte, nicht zugängliche) Burg Niedergundelfingen sitzt. Sie wurde um 1250 erbaut und befindet sich in Privatbesitz. Zur Burgruine Derneck: Kurz nach dem Ortsende überqueren Sie auf einem Asphaltweg die Große Lauter. Wenige Minuten später zweigt noch vor den ersten Häusern von Wittsteig rechts ein breiter Waldweg ab (Markierung: roter Balken, HW5; Burgenweg), der am Talhang ansteigt und schließlich in den Zufahrtsweg der Burg Derneck einmündet. Nach links bergauf, vorbei an einer Grillstelle und einem Abenteuerspielplatz, erreichen Sie kurz darauf die Burg Derneck. Zur Bergseite hin ist die Burg geschützt durch einen breiten Halsgraben und eine Schildmauer mit Rundturm, zu dem Treppen hinaufführen. Um 1350 wurde die Burg erbaut, aber im 16. Jh. nicht, wie die meisten anderen Burgen, völlig dem Zerfall überlassen, sondern teilweise instand gesetzt und als Försterei mit kleiner Landwirtschaft genutzt. Das Forsthaus wurde inzwischen umgebaut in ein Wanderheim des Schwäbischen Albvereins, dessen Mitglieder den in einer ehemaligen Scheune untergebrachten Kiosk betreiben. Im Tal zurück zum Ausgangspunkt: Auf der Burgzufahrt verlassen Sie Derneck wieder und biegen nach 25Metern rechts ab (keine Markierung) auf einen anfangs schmalen Waldweg, auf dem Sie in wenigen Minuten in das Lautertal absteigen. Nach links geht es dann entlang der Straße, die aus dem Lautertal nach Münzdorf führt, und noch vor der Lauter-Straßenbrücke wenden Sie sich nach links auf einen breiten Schotterweg. Dieser bei Radfahrern und Fußgängern höchst beliebte Talweg führt am Klingelfelsen (Grillplatz) vorbei und bequem talaufwärts. Nach etwa einem Kilometer biegen Sie rechts ab auf einen Wiesenweg, überqueren auf einem Steg das Flüsschen und kehren zum Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour1 km
Höhenunterschied290 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz 500m südlich von Wittsteig.
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterGleichermaßen beliebt bei Autofahrern, Radlern und Wanderern ist das Tal der Großen Lauter mit zahlreichen Burgruinen an den Talkanten. Im Gestütshof Offenhausen entspringt die Große Lauter in einem Quelltopf, mäandriert auf der schmalen Talsohle zwischen wald- oder wacholderbestandenen und von Schwammriffen, sogenannten »Schwammstotzen«, durchsetzten Hängen und mündet bei Obermarchtal in die Donau.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte des LVA B-W, Blatt 524 (Bad Urach), 1:50 000.
VerkehrsanbindungPKW: Von Reutlingen B 312 über Pfullingen auf die Albhochfläche, an Kreisverkehr links in Richtung Münsingen und nach Gomadingen abbiegen; im Tal der Großen Lauter in Richtung Indelhausen, 500m hinter Wittsteig liegt links ein großer Wanderparkplatz.
GastronomieGaststätte in Wittsteig und in Bichishausen, u. a. Gaststätte mit Tischen im Freien an einem Bootsverleih; Schänke in Burg Derneck (geöffnet Mitte März bis Mitte Nov. Sa ab 14 Uhr, So und alle Feier- und Ferientage).
Tipps
DIE BURGRUINE HOHENGUNDELFINGEN: Die umfangreiche Anlage wurde Anfang des 13. Jh. vom Geschlecht derer von Gundelfingen als Repräsentationsbau errichtet. Die gewaltigen, an den Kanten sauber behauenen Mauersteine, sogenannte »Buckelquader«, zeigen, dass die Burg in der Stauferzeit (12./13. Jh.) erbaut wurde. Bis zu 2m lang, 70 cm hoch und 80 cm breit sind diese Quader und haben ein Gewicht von durchschnittlich 400–600 kg; auf Hohengundelfingen sind einige dieser Quader sogar bis zu 2000 kg schwer. Hochgehoben und verlegt wurden diese Steine mit Hilfe von Flaschenzügen und großen Greifzangenkränen; die lochartigen Vertiefungen in den Quadern sind die Ansatzpunkte für die Greifzangen.
Unterkunft
InWittsteig das LandhotelWittstaig (Tel. 07383/94 96–0).
Tourismusbüro
Tourist-Information, Hauptstr. 13, 72525 Münsingen, Tel. 07381/182-145, www.muensingen.de

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