Hohe Villerspitze, 3087 m

Während der höhere Lüsenser Fernerkogel noch über den vom Schrankogel nach Norden ziehenden Kamm an den zweithöchsten Gipfel des Stubai angeschlossen ist, wird der schroffe Felskamm der Villerspitze durch das Horntaler Joch deutlich abgetrennt. (Autor: Richard Goedeke)
2 km
1400 m
8.00 h
Steig Nr. 132 nach SO zum Großen Horntaler Joch (2812 m, hierher auch in 11/2 Std. über Steig von der Franz-Senn-Hütte, siehe Ruderhofspitze). Westlich der Höhe des Jochs aus Schuttmulde über Grashang hinauf zum Fuß der Felsen. Ostseitig über Blockwerk hinauf zum Beginn eines Grates. Hier nach links (W) queren (Steigspuren) zu Schuttmulde unter der Wand (Kapelle). Rechts Rampe hinauf zur Scharte. Über schwierigen Zackengrat (rechts, ostseitig umgehbar) zum Beginn einer schräg links empor ziehenden Rampe (der »Schiefe Gang«). Den Bändern und Rissen etwa 70 m folgen, dann vom Schuttfleck der Rinne über eine plattige Stufe bis zu einer Gabelung. In der linken Rinne zum Nordwestgrat und bald zum Gipfel.

Hochtour
3000er Gipfeltour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied1400 m
Dauer8.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktLüsens
EndpunktHohe Villerspitze
TourencharakterDie erste Besteigung gelang Carl Gsaller am 20. Juli 1878 und E. Richter, Chronist der Erschließung der Ostalpen, schrieb darüber - »Nachdem ein am 1. October 1877 gemachter Versuch, die Spitze zu erklimmen, an der Zaghaftigkeit des ihn begleitenden Führers Alois Tanzer gescheitert war, unternahm Gsaller allein den Kampf mit der spröden Spitze.«
Hinweise
Siehe Tour 95 in Karte.
KartentippAV-Karte 1 - 25000, Blatt 31/2 Sellrain.
VerkehrsanbindungVon Gries im Sellrain Talstraße nach Lüsens (1636 m).
Tipps
Aussicht. Eindrucksvolle Nahblicke!
Informationen
Schwierigkeit. Insgesamt PD (wenig schwierig), mit schrofiger Kletterei II (mäßig). Mühen: Gipfelaufstieg 1400 mH (5–6 Std.). Gefahren: Alpines, teils schrofiges Gelände. Wenn die Rinne nass oder vereist ist, kann man der Rampe zum Nordwestgrat folgen und daran aufsteigen (länger, aber nicht schwieriger). Freuden: Richtig luftige Kletterei. Karte: Klier, AVF alpin Stubaier Alpen, Bergverlag Rother, München.
Höchster Punkt
Hohe Villerspitze, 3087 m
Mehr zum Thema