Höllenbachalm

Bis zur Höllenbachalm Forst- und Almweg, dann Bergwanderweg. Der Abstieg zum Thumsee setzt Trittsicherheit voraus. Der Soleleitungsweg ist ein gut angelegter Steig mit Treppen und Sicherungsgeländer. Deutsche Alpenstraße - Höllenbachalm - Hochrießl - Thumsee - Soleleitungsweg - Deutsche Alpenstraße. (Autor: Heinrich Bauregger, Peter Freiberger)
10 km
593 m
3.00 h
Von der Deutschen Alpenstraße zur Höllenbachalm Vom Parkplatz am Eingang ins Höllental (Info-Tafel mit Öffnungszeiten der Alm) wandern wir auf ausgeschildertem Forstweg – vorbei an der Schranke – leicht ansteigend bergan. Bei der folgenden Wegverzweigung halten wir uns links, bei der nächsten rechts und befinden uns nun auf dem Almfahrweg, der uns direkt zur Höllenbachalm bringt. Übergang zum Thumsee Von der Höllenbachalm folgen wir dem Wiesenweg (Mark. H 1) geradeaus durch ein Gatter talein, der am Ende der Wiese in den Wald eintaucht und auf eine Forststraße stößt. Auf dieser links haltend weiter, bis rechts ein Ziehweg abzweigt. Diesem folgen wir – bei der Verzweigung links halten – zum höchsten Punkt der Tour. Nun durch Laubwald bergab, bei der folgenden Wegverzweigung nach rechts und auf dem steilen Höllenbachweg hinab zum Garneiweg und zum Thumsee. Links haltend nun entweder weiter zum Soleleitungsweg oder rechts zur Badeanstalt. Rückkehr auf dem Soleleitungsweg Am Nordostende des Thumsees queren wir die Straße auf die gegenüberliegende Bergseite, wo wir auf den Soleleitungsweg stoßen. Auf diesem breiten Wanderweg rechts weiter durch Wald, am Fuße des Kranzlsteins entlang, in Richtung Westen (bald Zustieg vom oberen Ende des Sees). Weiter in gleicher Richtung und nahezu eben vorbei an einem großen Schießplatz und hinauf zum Unteren Nesselgraben und zum Antoniberg. Wir passieren zwei wiederhergestellte Brunnhäuser und erreichen den Scheitelpunkt der Staatsstraße, die hier durch eine Tunnel verläuft. An der Antonikapelle, deren Ursprung bis 1704 zurückreicht, beginnt das Finale unserer Runde. Links auf steilem und gut angelegten Treppenweg mit 172 Stufen zu einer Schlüsselstelle der früheren Anlage, dem Solehochbehälter im Oberen Nesselgraben. Dort ist heute eine Informationsstelle untergebracht. Gleich daneben gibt es einen herrlichen Picknickplatz mit Bänken und Tischen und einem schönen Blick auf den Hochstaufen. Als die Anlage noch in Betrieb war, führte vom Unteren Nesselgraben, wo sich Wohnräume, Maschinenraum und Stallungen befanden, eine Treppenanlage mit 600 Stufen herauf. Am Weg sehen wir Reste der ehemaligen „Pipeline“. Hier folgen wir dem eben weiter führenden Wanderweg in Richtung Weißbach a. d. Alpenstraße, der an der Deutschen Alpenstraße endet. Die letzten Meter rechts an dieser entlang zurück zum Ausgangspunkt.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied593 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMehrere Parkplätze entlang der Deutschen Alpenstraße (635 m).
TourencharakterAuf der heute so genannten Höllenbachalm befanden sich früher sieben einsam gelegene Bauernhöfe, die bis auf einen inzwischen alle verschwunden sind. Ein paar Bauern haben aufgegeben, andere sind vor etwa 70 Jahren abgewandert und haben sich woanders eingekauft. Wie die Chronik besagt, haben sie dabei die Steine, mit denen der Hof erbaut worden war, sowie den Mist mitgenommen. Man sieht es dem Gebäude aber auch an, dass sich hier mehr verbarg als nur eine kleine Alm. Heute allerdings wird das Gebäude nur von Frühjahr bis Herbst genutzt. Bis vor einigen Jahren war es der Lenzenbauer in Ristfeucht, der hier seine Kühe zur Weide brachte, jetzt ist es der „Eisenbichler“ aus Karlstein, der 30 Stück Jungvieh und fünf bis sechs Kühe auftreibt. Nicht zu vergessen sind natürlich der Geißbock, die paar Hennen und die Hasen, die die Attraktion für die Kinder sind. Auf der Alm wird selbst noch Butter gemacht. Der Käse, der oben von hungrigen Wanderern verzehrt wird – Almkäs, Bergkäs, Bierkäs und Camembert -, stammt aus der eigenen Käserei des „Eisenbichler“ in Karlstein. Daneben gibt es noch warme Suppen und Würstl. An Kirchweih (je nach Witterung, aber auch schon früher) erfolgt der Rückzug von der Alm. Dann geht es jedoch noch nicht nach Hause. Zwischenstation ist der Listanger oberhalb von Karlstein. Erst wenn dort kein Gras mehr zu finden ist, wird – vorausgesetzt, es ist alles gut gegangen – aufgekränzt und es geht heim in den Stall. Da kann es schon Mitte November sein. Der Übergang von der Höllenbachalm zum Thumsee ist eine schöne, einsame Waldwanderung. Vom Thumsee kehren wir auf dem wieder restaurierten Soleleitungsweg zurück zum Ausgangspunkt an der Deutschen Alpenstraße.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte BLVA, 1 - 50 000, Blatt „Berchtesgadener Alpen“.
VerkehrsanbindungAuf der Salzburger Autobahn bis zur Ausfahrt Siegsdorf, auf der B 306/B 305 nach Inzell, wo man kurz hinter dem Ortsende auf die Deutsche Alpenstraße stößt. Auf dieser nach Weißbach und weiter in Richtung Schneizlreuth. Kurz hinter dem Gasthaus Mauthäusl Parkplätze bzw. kleiner Parkplatz direkt am Eingang ins Höllenbachtal (Hinweistafel). Mit der Bahn bis Traunstein oder Bad Reichenhall; von dort mit dem RVO-Bus zum Gasthaus Mauthäusl (nur während des Sommerfahrplans).
GastronomieHöllenbachalm (785 m), von Mitte Mai bis Anfang Oktober bewirtschaftet (von 10-18 Uhr). Weitere Einkehrmöglichkeiten - Zwei Gasthäuser in Thumsee, Gasthaus Mauthäusl (alle ganzjährig bewirtschaftet).
Tipps
Der Tipp für Kinder Der idyllisch von bewaldeten Bergen umgebene Thumsee braucht zwar im Sommer etwas Zeit, um sich zu erwärmen, bietet aber sauberes Wasser und Badevergnügen pur. Am Westufer befindet sich eine beliebte Badeanstalt mit Einkehrmöglichkeit. Am besten stoppen wir hier kurz vor dem Ende unserer Wanderung, denn zur Hauptbadezeit ist kaum ein Parkplätzchen zu ergattern. Bevor wir uns wieder auf die Socken machen, statten wir noch dem Seerosenteich („Seemösl“) – am besten natürlich, wenn die Seerosen blühen – einen Besuch ab, der sich am anderen Ende des Sees befindet und eine Attraktion ganz eigener Art darstellt. Dort können wir nahtlos wieder in die Route einfädeln, ohne an einer Fahrstraße entlanggehen zu müssen.
Informationen
Dauer - Von der Deutschen Alpenstraße zur Höllenbachalm 1/2 Std., Übergang zu Thumsee 1 Std., Rückkehr über den Soleleitungsweg zum Ausgangspunkt 1 1/2 Std. Gesamtgehzeit: 3 Std.