Hochwildalmhütte

Gemütlicher Anstieg ohne die geringsten Schwierigkeiten (Autor: Siegfried Garnweidner)
13 km
515 m
2.00 h
Hüttenzustieg.
Beim Parkplatz Im Loch beginnt die Bundesforststraße Wild-Staffalmweg und steigt durch den Auracher Graben im Wald gegen Südosten an. Nach einer Viertelstunde Gehzeit dreht der Fahrweg in einer Kehre aus dem Graben links heraus, führt an der Askaralm vorbei und nach zwei weiteren Kurven steigt die Straße in der gleichen Richtung weiter an. Man kommt am kleinen Elektrizitätswerk vorbei und auf der Höhe von 1248 Metern verzweigen sich die Fahrwege. Dort links abbiegen und über freie Hänge im Wesentlichen nach Osten ansteigen, wobei man schöne Blicke nach Aurach hat. In ein paar Kehren geht es zur Wildalm (1380 m) hinauf. Dort muss man zwischen den Almgebäuden durch, noch ein Stück auf der Straße weiter und in einer Kehre kann man zu einem Viehweg abzweigen. Er stößt unter der Hochwildalm zur Almstraße, der man durch eine Serpentine bis zur Hochwildalmhütte folgt. Wer mit dem Radl oder einem Kinderwagen kommt, muss bis zur Hütte auf dem Fahrweg bleiben, was jedoch keine große Verlängerung bedeutet.
Bei guten Schneeverhältnissen ist der Wirt auch im Winter auf der Hütte. Dann freuen sich Skitourengeher und Rodler über eine zünftige Jause auf der sonnigen Terrasse.
Gebra Ranken.
Wie gesagt, es gibt eine Reihe lohnender Gipfeltouren über der Hütte. Ein besonders schönes Ziel ist der Gebra Ranken (oder Gebra Ranggen), der mit seiner Höhe von 2057 Metern die meisten Gipfel der Nachbarschaft überragt. Das garantiert eine pfundige Gipfelschau. Der 11/2-stündige Aufstieg von der Hütte und auch der Rückweg über den Wildpark zum Parkplatz hinunter, für den man etwa 2 Stunden einplanen muss, erfordern keine besonderen alpinen Fertigkeiten. Nur die Kondition muss stimmen.
Von der Hochwildalmhütte folgt man erst einmal dem Wanderweg in Richtung Bischofsjoch, also gegen Nordosten. Schon bald verzweigt sich an bezeichneter Stelle die Route. Dort links halten und durch weite Sonnenhänge nach Nordwesten hinauf. In der Nähe des Kleinen Gebra Ranken wird der Gipfelrücken erreicht. Er steigt moderat nach Nordosten an und endet am höchsten Punkt. Der Rückweg verläuft auf einer anderen Route. Vom Gipfel geht man zuerst nach Westen am Gratrücken hinab und dann in Kehren über einen steilen Wiesenhang. Zwischen markanten Felsen dreht die Route nach Norden ab und führt in weitem Linksbogen auf das Gebrajoch (1779 m).
Von dort geht es ziemlich einfach nach Süden zur Wegverzweigung hinunter, wo man rechts abdreht. Nun steigt man anfangs gegen Norden und später nach Westen zur Gebraalm weiter ab. Immer am Sträßchen weiter geht es am Wildpark vorbei und auf der Fahrstraße bis zum Ausgangspunkt zurück.

Dauer: Auf: 1 1/2 Std. Ab: 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied515 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz Im Loch (1045 m) in der letzten scharfen Kehre der Straße von Aurach zum Wildpark
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDie Berge rund um den Wildalmgraben eignen sich für alpinsportliche Bergfreuden das ganze Jahr über. Markierte Wanderwege führen über die Gipfel, auf den langen Forststraßen tummeln sich Mountainbiker, im Winter findet man in den tieferen Gefilden Rodler und weiter oben erfreuen sich Skitourengeher an den vielen – zum Teil sogar noch einsamen – Berggipfeln in der staubenden Pulverpracht, die ihnen Frau Holle bescherte. Alle Berge sind nicht extrem hoch, so dass man sie ohne sportliche Höchstleistung an einem Tag schaffen kann. Trotzdem steht die Hochwildalmhütte zurecht an ihrem idealen Platz. Den einen ist sie als eigenes, kleines Wander- oder Bikeziel für eine schöne Jause recht, die anderen freuen sich nach einer anstrengenden Gipfeltour auf eine gemütliche Einkehr, bei der sie bei einem frischen Getränk die Gipfelerlebnisse noch einmal Revue passieren lassen können.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte 1:50000, Blatt 29 (Kitzbüheler Alpen)
VerkehrsanbindungÜber Kufstein, Scheffau, Kitzbühel Richtung Pass Thurn oder über den Pass Thurn nach Aurach. Von dort auf schmaler, asphaltierter Bergstraße durch den Wald bis zum Ausgangspunkt.
Tipps
Rodelfreuden. Da die Hochwildalmhütte auch im Winter manchmal offen ist, kann man auf gleicher Route wie oben vorgestellt einen Schlitten hinaufziehen und in zünftiger Rodelpartie wieder ins Tal rauschen. Dabei muss man allerdings mit vielen Tourengehern rechnen und die sind meistens schneller. Wer mit dem Rodel aufbricht, sollte sich vorher beim Hüttenwirt telefonisch über die Wegverhältnisse informieren.
Informationen
Hüttensteckbrief. Höhe: 1557 m, Erbaut: ca. 1930, Touristenverein Die Naturfreunde, Ortsgruppe Kitzbühel, Bewirtschaftet: von Anfang Juni bis Mitte Oktober, 10 Lager, kein Winterraum, Telefon: +43(0)664/3819179.
Tourismusbüro
Aurach, Tel.: +43(0)5356/6215534; www.tirol.at/aurach
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