Hochstollen, 2481 m

Ziemlich anspruchsvolle, sehr aussichtsreiche Wanderrunde auf teilweise schmalen Pfaden. Am Hochstollen und am Hangweg nach Planplatten steiles, abschüssiges Gelände, das einen sicheren Tritt verlangt. Bei Nässe ist von der Tour abzuraten (Autor: Eugen E. Hüsler)
19 km
1060 m
7.00 h
Zum Gipfel! Bei den Alphütten von der Käserstatt (1831 m), zwei Minuten von der Seilbahnstation, weist ein Wegschild zum Hochstollen. Die weiß-rot-weißen Markierungen leiten zunächst durch eine Wiesenmulde, dann – parallel mit einem Winterlift – über einen recht steilen Grasrücken bergan nach Hohsträss (2119 m). Hinter der Liftstation folgt die Spur, nun weniger steil, weiter dem Kamm bis zur Verzweigung unter dem Fulenberg. Hier biegt sie nach links um (rechts Alpinroute zum Glogghüs) und quert in die Scharte Wit Ris (2321 m). Vorbei an einigen bizarren Grattürmen gewinnt man schließlich den Gipfel des Hochstollens (2481 m; 2 Std.). Zum Melchsee Der Weiterweg führt am Nordgrat des Berges, der nicht ganz zufällig Gemsegg (Gämsen!) heißt, über steile Grashänge hinunter gegen den Abgschütz (2263 m). Von dem abgerundeten Wiesenbuckel leitet eine Zickzackspur weiter bergab in das steinige Kar Tschuggelen, wo links ein Alpinsteig zum Haupt (2313 m) abgeht. Am seichten Blausee vorbei wandert man hinüber zum aufgestauten Melchsee (1891 m; 3.15 Std.). An seinem Südufer entlang führt ein schöner Weg zur Talstation des Balmeregghorn-Sessellifts (Winterbetrieb). Ganz in der Nähe lädt das Bergrestaurant Erzegg zu einer Rast bei Älplermagrone und Apfelsaft. Übers Balmeregghorn Anschließend geht’s wieder bergauf: gut eine Stunde bis zum Balmeregghorn (2255 m; 4.30 Std.) mit einem stimmungsvollen Dreiviertelpanorama, das vom Titlis bis zum Wetterhorn reicht. Besonders schön ist der Blick über die Ausläufer der Gadmerflue hinweg auf den Triftgletscher und seinen Gipfelkranz. Aussicht en masse hält auch die Fortsetzung der Route bereit, die als Höhenweg durch die steilen Südostabstürze des Rothorns (2526 m) hinausläuft nach Planplatten, wo der Alpen Tower (2245 m; 5.30 Std.) einen unübersehbaren baulichen Akzent setzt. Hier besteht die Möglichkeit, die Tour abzubrechen und am dicken Drahtseil hinunter nach Hasliberg zu schweben. Der Weiterweg zur Käserstatt (7 Std.) bietet dann viele stimmungsvolle Ausblicke, zauberhafte Bilder im Licht der Nachmittagssonne. Und auf der Mägisalp (Hääggen, 1961 m) eine weitere Möglichkeit zur Einkehr.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied1060 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
StartortHasliberg-Wasserwendi (1160 m)
AusgangspunktSeilbahnstation Käserstatt (1831 m)
EndpunktSeilbahnstation Käserstatt (1831 m)
TourencharakterDer Hasliberg ist die Sonnenterrasse von Meiringen. Und wenn man mit der Gondelbahn hinaufschwebt zur Käserstatt, ist es – vor allem im Herbst – manchmal eine Fahrt vom Nebelgrau ins Himmelblau. Jenseits des Aaretals stehen die Hochgipfel der Berner Alpen, schön aufgereiht vom Ritzlihorn (3282 m) über die Engelhörner und das Wetterhorn (3692 m) bis Mönch (4107 m), Eiger (3970 m) und – etwas weiter zurück – Blüemlisalp (3661 m). So beginnt die Wanderrunde bereits mit viel Aussicht, und so endet sie auch: mit dem Blick auf die schönsten Gipfel des Berner Oberlands. Dazwischen wechselt man am Hochstollen (2481 m) für ein paar Stunden vom Kanton Bern nach Obwalden, zur Seenplatte der Melchsee- Frutt.
KartentippSwisstopo 1:50 000, Blatt 255 T »Sustenpass«
MarkierungenWeiß-rot-weiß, gelbe Wegzeiger
VerkehrsanbindungVom Brünigpass gute Straße zu den Weilern des Haslibergs; alternativ Seilbahn von Meiringen. Postbuslinie
GastronomieBerghaus Käserstatt (bei der Seilbahn), Bergrestaurant Erzegg (Melchsee), Panorama- Restaurant Alpen Tower, Alp Hääggen
Informationen
ZWIRGI Natürlich gibt es einige schöne Plätze rund um Meiringen, aber das Gasthaus Zwirgi hat sich einen besonders reizvollen ausgesucht, ein paar Hundert Meter über dem Talboden mit freier Sicht auf den Hasliberg und seinen Gipfelkranz. Der Neubau von 2003 passt sich gut in die Landschaft ein, die sechs Zimmer sind individuell eingerichtet: einmal schlafen auf »Wolke 7« oder in »1001 Nacht«. Küche und Keller verwöhnen auch anspruchvolle Gäste. Insgesamt ein echtes Gast-Haus, in dem man sich bald einmal als Freund und nicht mehr als Fremder fühlt (geöffnet Mitte Dezember bis Anfang November). Gasthaus Zwirgi, CH-3860 Meiringen; Tel. +41/(0)33/971 14 22, gasthaus@zwirgi.ch, www.zwirgi.ch
Tourismusbüro
Touristinformation, Bahnhofstrasse 22, CH- 3860 Meiringen; Tel. +41/(0)33/972 50 50, info@haslital.ch, www.alpenregion.ch

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