Hochfeiler, 3509 m

Nordseitig mit einer zumindest im Frühsommer noch immer brauchbaren Eiswand geschmückt, hat dieser Gipfel durch die Ausaperung seines früher mit einer scharfen Firnschneide überzogenen Westgrates einiges an Schwierigkeit und Faszination eingebüßt. Das hat auch seine guten Seiten, denn nun ist er auch für Menschen besteigbar, die das früher nicht konnten, und obendrein kann man/frau sich bei aperen Verhältnissen sogar das Mitschleppen von dicken Stiefeln und Steigeisen sparen. Im Sommer kommen jetzt auch die verschiedenfarbigen Gneisschichten stärker zur Geltung, die parallel zum Südwestkamm die gesamte Südflanke wie riesige Zebrastreifen durchziehen. (Autor: Richard Goedeke)
8 km
1800 m
3.00 h
Oberhalb der Hütte schräg links auf einem Steig zur Felsstufe, über diese entlang einem Drahtseil hinauf und dann oberhalb der Stufe in nordöstlicher Richtung den Steigspuren nach über den breiten Südwestrücken, zuletzt am schmalen, aufsteilenden Grat rechts vom Firn über Blockwerk zum Gipfel.

Hochtour
3000er Gipfeltour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied1800 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktStein
EndpunktHochfeiler
TourencharakterDie erste Ersteigung des Berges gelang Paul Grohmann mit Georg Samer und Peter Fuchs am 24. Juli 1865. Zu ihrer Zeit herausragende alpine Taten waren die erste Durchsteigung der bis 60° steilen, damals gnadenlos ermüdende und heikle Stufenhackerei fordernden Nordwand durch F. Dyck mit H. Hörhager 1887 sowie 1884 die erste Begehung der direkten Nordwandrippe (»Lammergrat«) durch das damalige Enfant terrible Eugen Guido Lammer (solo im Abstieg!) mit einigen nur teilweise freiwilligen Glissaden und viel Glück …
Hinweise
Siehe Tour 99 in Karte.
KartentippAV-Karte 1 - 25000, Blatt 35/1 Zillertal West; Freytag-&-Berndt-Karte 1:50000, Mayrhofen, Zillertaler Alpen WK 152.
VerkehrsanbindungMit Auto von Sterzing über St. Jakob (1446 m) in Richtung Pfitscher Joch bis zur dritten Serpentine oberhalb von Stein.
GastronomieVon der Serpentine (1737 m, nur wenige Parkplätze) bezeichneten Steig in östlicher Richtung zur Hochfeiler-Hütte (2710 m, AVS Sterzing, 105 Schlafplätze, bew. Juni–Sept., Tel. 0039/0472/646071).
Tipps
Aussicht. Im Nordwesten der Schrammacher, im Nordosten Tiefblick in die Rest-Eiswand, im Osten der Große Möseler, im Süden die Dolomiten.
Informationen
Schwierigkeit. Insgesamt F (leicht), mit Stellen I (leicht) oder kurzem Klettersteig. Mühen: Zur Hütte 1000 mH (3 Std.), Gipfelaufstieg 800 mH (2–3 Std.). Gefahren: In aperem Zustand ein recht friedlicher Berg. Freuden: Toller Rundblick. Karte: Klier, AVF Zillertaler Alpen, Bergverlag Rother, München.
Höchster Punkt
Hochfeiler, 3509 m
Unterkunft
Von der Serpentine (1737 m, nur wenige Parkplätze) bezeichneten Steig in östlicher Richtung zur Hochfeiler-Hütte (2710 m, AVS Sterzing, 105 Schlafplätze, bew. Juni–Sept., Tel. 0039/0472/646071).
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