Hochalmspitze (3360 m)

Eine der anspruchsvollsten Touren in diesem Band mit Kletterstellen bis II–, teilweise ausgesetzt, Abstieg mit Schnee und Eisfeldern, evtl. Pickel und Steigeisen nötig; bei Überschreitung des Säulecks zudem eine ausgesprochen lange, aber auch eine der großartigsten Touren überhaupt (Autor: Dieter Seibert)
Zur Gießener Hütte (1.30 Std.).
Auf dem zur Hütte führenden Fahrweg ein Stück nach rechts, danach auf Fußwegen erst noch zwischen Bäumen, bald in freiem Gelände recht direkt empor zur 1977 neu erbauten, modern ausgestatteten Hütte (2202 m).
Über den Südwestgrat auf die Hochalmspitze (3.30 Std.).
Nach Norden zur Wegverzweigung, dann schräg links über Matten, Gletscherschliffe und Moränenfelder zu einer weiteren Verzweigung. Halb rechts und in die Lessacher Winkelscharte (2856 m). Rechts des Grates über grobes Blockwerk empor bis vor die Winkelspitze (3150 m, kurzer Abstecher). Kurz abwärts, dann entweder in steilem Schnee oder durch die zerborstene Flanke hinüber an den Fuß des Gipfelaufbaus. Zwischen mächtigen Blöcken mit Hilfe von Drahtseilen empor, dann meist in der Flanke rechts des Grates durch Rinnen und über Stufen auf den höchsten Punkt, die Apere Hochalmspitze.
Abstieg (3.15 Std.) auf dem Rudolstädter Weg.
Zur nahen, ausgeaperten Schneeigen Hochalmspitze und über Firn und Blockwerk (Stufe mit Drahtseil) hinab in den Sattel neben den Steinernen Mannln. Über sehr steile, aber gut gestufte und mit Drahtseilen gesicherte Plattenwand auf den Ostrand des Trippkeeses. Kurz steil (eventuell Eisausrüstung nötig),dann bequem über die Reste des Gletschers und Matten- und Karböden hinab zur Gießener Hütte (einfacher als der Aufstieg).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied1710 m
Dauer8.00 h
Schwierigkeit
StartortMalta (843 m), lang gestreckter Ferienort im Maltatal
AusgangspunktParkplatz (1677 m) der Gießener Hütte im Gößgraben
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterUnter den Dreitausendern mit Steig verdient die Hochalmspitze fünf Sterne, bietet sie doch einen sehr formschönen Gipfel und einen der spannendsten Anstiege. Begeht man gar den Detmolder Höhenweg über Säuleck (3085 m) und Schneewinkelspitze, dann ist man auf einer Route der Extraklasse unterwegs, für die es in den Alpen nur wenige Gegenstücke gibt. Die Hochalmspitze ist der Hauptgipfel östlich des Großglockners, und sie ragt gewaltig über ihre Umgebung empor. Kompakter, kantiger und plattiger Fels schafft das typische Bild dort und formt sehr steile, bis zu 300 Meter hohe Wände mit Kletterrouten aller Schwierigkeitsgrade.
Hinweise
Siehe Tour 61 in Karte.
KartentippAV-Karte, Blatt 44 (Hochalmspitze, Ankogel)
VerkehrsanbindungAuf der Tauern-Autobahn nach Gmünd, einem reizvollen historischen Städtchen, von hier nach Norden über Malta nach Koschach, dort links ab und durch den tief eingeschnittenen Gößgraben 12 km zum Ausgangspunkt
GastronomieGießener Hütte (2202 m), DAV, 66 Schlafplätze, Tel. - 0663/9148024
Höchster Punkt
Hochalmspitze (3360 m)
Unterkunft
Gießener Hütte (2202 m), DAV, 66 Schlafplätze, Tel. - 0663/9148024

Buchtipp

Dieter Seibert

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