Hochalmspitze, 3360 m

Der architektonische Superlativ ist Originalton der begeisterten Autorin des genannten Führers. (Autor: Richard Goedeke)
6 km
1250 m
6.00 h
Von der Gießener Hütte nordwärts auf dem Rudolstädter Weg gerade hinauf zum Südostgrat der Hochalmspitze, den man links der Gratzacken der »Steinernen Männln« erreicht. Eine etwas schwierigere Alternative bietet sich über die Lassacher Winkelscharte und über den Detmolder Grat (SW-Grat, Steig mit Passagen II, mäßig schwierig).
Von der Villacher Hütte erreicht man diesen Punkt durch Aufstieg im südlichsten Teil des Hochalmkees, mit dem man die Felsen von Kordonspitze, Zsigmondykopf und den Gratzacken links liegen lässt. Am Grat zum Gipfel.
Von der Osnabrücker Hütte steigt man links vom Großelendkees auf zur Preimelscharte (Bergschrund!). Von hier quert man in südlicher Richtung wenig ansteigend das ganze Hochalmkees zur Scharte oberhalb der »Steinernen Mandln«, kann aber bei guten Verhältnissen und Gletschererfahrung auch gleich unterhalb der Elendköpfe und des Großelendkopfes schräg ansteigend den Südostgrat kurz vor dem Gipfel erreichen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied1250 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGmünd
EndpunktHochalmspitze
TourencharakterDer breit hingefläzte Berg ist der höchste östlich der Glocknergruppe. Er wird von vier felsigen Graten gekrönt. Zwischen ihnen liegen ansehnliche Gletscher. Das Großelendkees auf der Nordseite und das Winklkees der Westseite sind steiler und zerschrundeter als das flache ostseitige Hochalmkees und das recht übersichtlich gewordene südseitige Trippkees. Die leichtesten Aufstiegsrouten führen von Süden und Osten hinauf; mehr Berg erlebt man beim Aufstieg von Norden von der Osnabrücker Hütte. Die erste Ersteigung holte sich Paul Grohmann im Jahre 1859.
Hinweise
Siehe Tour 138 in Karte.
KartentippAV-Karte 1 - 50000, Nr. 44 Hochalmspitze–Ankogel.
VerkehrsanbindungAuf der Autobahn Salzburg–Villach nach Gmünd (741 m) im Maltatal.
GastronomieGießener Hütte (2202 m, DAV Sektion Gießen, 65 Schlafplätze, bew. Juli–Sept., Tel. 0043/676/943 91 42). Villacher Hütte (ÖAV Sektion Villach, 20 Schlafplätze, nicht bew.). Osnabrücker Hütte (2026 m, DAV Sektion Osnabrück, 77 Schlafplätze, bew. Juli–Sept., Tel. 0043/4783/211139159).
Informationen
Schwierigkeit. Insgesamt F+ 8 (leicht), aber hochalpines Gelände mit Stellen I (leichte Kletterschwierigkeiten), das trotz etwas Drahtseilversicherung einschlägige Erfahrung voraussetzt. Mühen: Hüttenzustiege zur Gießener Hütte ab Speicher Gößkar 500 mH (11/2 Std.), zur Villacher Hütte 1100 mH (3 Std.), zur Osnabrücker Hütte 100 mH (1 Std., Maut!), Gipfelaufstieg ab Gießener und Villacher Hütte 1000 mH (4 Std.), ab Osnabrücker Hütte 1150 mH (5 Std.). Gefahren: Auch bei dem starken Gletscherschwund bleiben gewöhnlich genug Passagen mit Firn oder Eis, um die Mitnahme von Steigeisen und Eispickel ratsam zu machen. Bei Nebel und Verlust der Spur kann besonders der Aufstieg von der Osnabrücker Hütte erhebliche Orientierungsschwierigkeiten bereiten. Diese Route kann auch bei starker Ausaperungam Bergschrund unpassierbar werden. Freuden: Am östlichen Eckpunkt der hochalpinen Berge der Alpen sein. L. Spezialführer: Buchenauer/P. Holl, Alpenvereinsführer AVF Ankogel- und Goldberggruppe, Bergverlag Rother, München 1986.
Höchster Punkt
Hochalmspitze, 3360 m
Unterkunft
Gießener Hütte (2202 m, DAV Sektion Gießen, 65 Schlafplätze, bew. Juli–Sept., Tel. 0043/676/943 91 42). Villacher Hütte (ÖAV Sektion Villach, 20 Schlafplätze, nicht bew.). Osnabrücker Hütte (2026 m, DAV Sektion Osnabrück, 77 Schlafplätze, bew. Juli–Sept., Tel. 0043/4783/211139159).
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