Hochalm

Großartige landschaftliche Eindrücke (lieblich bis wild) vermittelnde Rundtour. Bis Hochalm und Hochalmscharte völlig unschwierig; für den steilen Abstieg ins Wimbachtal (Stanglahnergraben) ist absolute Trittsicherheit erforderlich. (Autor: Gerlinde Witt)
Vom Großparkplatz Wimbachbrücke Richtung Wimbachschloss/ Wimbachgrieshütte (Weg 421, siehe auch Tour 1) rechter Hand auf Weg parallel zur Wimbachklamm aufsteigen, bis zu einem Gatter. Unmittelbar rechts dahinter auf den Weg Richtung Ramsau abzweigen. Bei einer neuerlichen Weggabelung wieder Richtung Ramsau weitergehen und vorbei an einem Steinschafgehege. Jetzt erst kommt die Wegbeschilderung Richtung Hochalm. Der Pfad führt nun im leichten Bogen nach links, Richtung Süden, bis er auf ein rechts von Ramsau heraufkommendes Sträßchen trifft (Weg 486). Auf ihm nach links weiter in südlicher Richtung bis zur Eckaualm.
Gleich hinter der Alm beginnt ein Steig, der durch den Wald zu einer Lichtung hinaufführt. Danach über Geröll und durch Mischwald, der immer lichter wird, bergan bis zur Hochalm mit Hochalmhütte (1500m). Hier hat man einen Blick in die nahen schönen Ostwände von Schärtenspitze und Blaueisspitze und auf den Untersberg in der Ferne. Auch wer nicht den Abstieg ins Wimbachtal wagt, sollte noch die Viertelstunde zur Hochalmscharte (1599m) aufsteigen, wo es herrliche Rastplätze mit Ausblick auf den Watzmann gibt.
Für nicht Trittsichere ist hier Umkehrpunkt. Bergerfahrene, trittsichere Geher steigen steil hinunter in den Stanglahnergraben (mit kurzer, drahtseilgesicherter Querung, Holzleitern). Dann in vielen Serpentinen durch Wiesen- und Waldgraben weiter abwärts. Nach einer Bank am Weg rechts hinunter. Nun windet sich der Steig, faszinierend ans Terrain angepasst, durchs Steilgelände. Noch einmal kommt eine kurze, mit Seilen versicherte Stelle. Der Pfad erreicht direkt am Wimbachschloss das Wimbachtal. Ab hier geht es gemütlich talauswärts (Weg 421, siehe Tour 1) bis zur Wimbachbrücke.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied1064 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWimbachbrücke.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterWer auf der Blaueishütte (s. Tour 8) war, kann sich kaum vorstellen, dass der wilde und abweisende Hochkalter auch eine kleine »Schokoladenseite« hat. Nämlich eine fast lieblich zu nennende Grashochfläche an der Hochkalter-Ostseite, die Hochalm.
Obwohl unschwierig zu erreichen (Kinder ab 12 Jahre), wird sie verhältnismäßig wenig besucht. Außerdem Super-Ausblick von der nahen Hochalmscharte. Wer trittsicher ist, kann der Tour noch ein Sahnehäubchen aufsetzen und durch den Stanglahnergraben ins Wimbachtal absteigen mit eindrucksvoller Schau zum Watzmann (Kinder ab 14–16 Jahre).
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte Nationalpark Berchtesgaden 1:25000.
MarkierungenAusgeschildert und markiert (Weg Nr. 486, ab Wimbachschloss 421).
VerkehrsanbindungBushaltestelle (von/nach Berchtesgaden Bahnhof); PKW-Anfahrt über die B 305 von Berchtesgaden bzw. Ramsau (Parkplatz Wimbachbrücke).
GastronomieWimbachschloss (937m; im Sommer bewirtschaftet); Tel. 08657/343.
Tipps
Wimbachschloss. Das Wimbachschloss war ursprünglich ein 1784 vom letzten Berchtesgadener Fürstpropst, Joseph Conrad von Schroffenberg, erbautes Jagdhaus. Es wurde später von den Wittelsbachern genutzt, die hier im Wimbachtal im Herbst ihre Hofjagden abhielten.
Unterkunft
Gasthöfe und Hotels in Ramsau und Schönau. Nächster Campingplatz Simonhof am Taubensee-Ramsau, Tel. 08657/284.
Tourismusbüro
Kurdirektion des Berchtesgadener Landes, Berchtesgaden, Tel. 08652/9670, Fax 08652/967400, www.berchtesgadener-land.com; Tourist-Information Schönau, Tel. 08652/1760, Fax 08652/4050, www.koenigssee.com; Kurverwaltung Ramsau, Tel. 08657/988920, Fax 08657/772.

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