Hoch über Sasso

Leichter Klettersteig auf dem Hinweg, im oberen Teil drahtseilgesichert; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig. Der Steig liefert großartige Ausblicke. (Autor: Joachim Lutz, Sabine Malecha)
3 km
350 m
2.00 h
Von Sasso zur Einsiedelei.
In Sasso parken wir am Ortseingang, durchqueren den Ort und gehen bei der überdachten Waschstelle am Ortsende rechts abwärts und gleich wieder links. Auf einer kleinen Asphaltstraße erreichen wir die Residence Montegargnano mit Schwimmbad. Noch wenige Meter abwärts, dann folgen wir links dem Schotterweg an der Hangkante (Weg Nr. 30). Wir erreichen ein zweites Tal, das von rötlichen, in regelmäßigen Reihen verlaufenden Felsen überragt wird, und gehen gleich hinter einer Erhebung mit einem auffälligen Strommast nach links steil bergauf (30 Min.). Auch wenn der Blick nach oben gerichtet ist und klettern die einzige Möglichkeit zu sein scheint, hinaufzugelangen, so entwirrt sich doch allmählich der Weg, je näher wir der Felswand kommen. An den Stellen, die am gefährlichsten sind, hilft uns das Drahtseil, sicher voranzukommen.
Nach einem leichten felsigen Abschnitt ist der erste Felsausläufer erreicht. Von hier können wir den See in seiner ganzen Größe bewundern. Unser Aufstieg geht weiter, wir gelangen ein wenig später an einen anderen Vorsprung, von dem aus wir in der Höhe, wie an einen Felsen geklebt, die kleine weiße Kirche San Valentino erblicken. Bald erreichen wir den Vorplatz der Einsiedelei mit den herrlichen Zypressen (1.10 Std.).
Die Eremitage San Valentino.
Diese kann besichtigt werden. Nehmen Sie sich genügend Zeit für diesen einmaligen Ort und genießen Sie die Stille. Schnell werden Sie feststellen, wie gut der Ort zur inneren Einkehr geeignet ist. San Valentino ist ein kleines intimes Juwel. Die winzigen Zimmer, die Kapelle, die Feuerstelle und die Zisterne üben einen besonderen Reiz aus. Die meisten Besucher kommen auf dem Normalweg hier herauf, den wir später für den Abstieg wählen. Zahlreiche Eintragungen findet man im Gästebuch, das auf der Kniebank in der Kirche liegt. Im 19. Jh. beherbergte die Eremitage Geremia Paladin, einen Einsiedler, der vom venezianischen Ufer des Sees kam und viele Jahre an diesem Ort lebte, ihn erweiterte und verbesserte. Eine Skizze seines Porträts hängt an einer der Wände der Kapelle.
Zurück nach Sasso.
Nach der Besichtigung wandern wir abwärts, bald steinig und felsig. Wir verlieren schnell an Höhe, im Wald überqueren wir einen Bach und schlendern nun gemütlich an Olivenhainen und Gemüsefeldern entlang Richtung Sasso zum Waschhaus und zurück zum Parkplatz (35 Min.) . Die nette Bar im Ort lohnt noch einen Besuch. Sie ist Bar, Lebensmittelladen und Internetcafé in einem. Samstags spielt ab und zu auch eine Band.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied350 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortSasso
AusgangspunktParkplatz am Ortseingang von Sasso
EndpunktParkplatz am Ortseingang von Sasso
TourencharakterHoch über Gargnano liegt Sasso und noch höher die Einsiedelei San Valentino. Der Ortsteil Sasso ist auf 550 m Höhe über dem Meeresspiegel. Verwaltungstechnisch gehört er zu Gargnano. Durch seine Höhenlage hat man eine ausgezeichnete Panoramasicht über den südöstlichen Teil des Gardasees und die berühmten Berge wie den Monte Castello und den Pizzocolo im Süden sowie den Monte Denervo im Norden. Über Sasso steht die knapp 400 Jahre alte, weiß gekalkte Pestkapelle San Valentino. Den See eindrucksvoll im Blickfeld, schmiegt sich die kleine Kapelle auf über 700 m Höhe in eine überhängende Felswand. Zu erreichen ist sie nur zu Fuß von Sasso aus. Der Überlieferung zufolge wurde das kleine, sehr abgelegene Gebäude 1630 von Bürgern Gargnanos errichtet, um der Pestepidemie zu entkommen. Die Einsiedelei ist dem heiligen Valentino geweiht und wurde erstmals 1673 erwähnt. Insgesamt drei Eremiten lebten an diesem Ort.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wanderkarte 1 - 50 000, Blatt 102 Lago di Garda, Monte Baldo; freytag & berndt 1:50 000, Blatt Gardasee
MarkierungenTeilweise ohne Markierung; Wegweiser San Valentino; Weg Nr. 30, 31
VerkehrsanbindungAutobahn A 4, Ausfahrt Desenzano, und auf der SS 45bis Richtung Gargnano - ca. 40 km. Autobahn A 22, Ausfahrt Rovereto Sud, und über Riva del Garda auf der SS 45bis Richtung Gargnano: ca. 52 km. In Gargnano der Straße ins Val Valvestino folgen, vor Navazzo rechts nach Sasso.
GastronomieBar in Sasso
Informationen
GARGNANO – JUWEL AUS ALTER ZEIT. Gargnano wurde schon im Jahre 973 erwähnt. Kein Geringerer als Franz von Assisi ließ ab 1289 hier eine Kirche und ein Kloster errichten. Von der Kirche ist heute nur noch eine Außenseite, die außerdem stark verändert wurde, übrig. Sehenswert ist der Kreuzgang aus dem 13. Jh. mit vielfältig verzierten Säulen. Das Innere der Kirche wurde im 17. und 18. Jh. mehrmals umgebaut. Entdecken Sie in Gargnano am Gardasee den alten Dorfkern rund um den malerischen Hafen, die prächtigen Villen und Paläste in den traumhaften Gärten, die Zitronenbäume, Orangen, Palmen und Zedern.
Tourismusbüro
TOURIST-INFO Pro Loco Gargnano, Piazza Feltrinelli 2, 25084 Gargnano, Tel./Fax 0039/0365/712 22

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