Hoch über dem Achensee

Der Anstieg über die Astenau zur Erfurter Hütte erfolgt auf Bergwanderwegen und Bergsteigen. Zur Dalfazalm leichter Wanderweg, zur Köglalm dann wieder Bergsteig. Hinab ins Tal bzw. zum Achensee z.T. auf steilem, aber gut zu gehendem Bergsteig oder auf dem Almfahrweg. (Autor: Heinrich Bauregger)
18 km
1694 m
9.00 h
Das zeugt davon, dass diese sonnigen Hänge schon seit langer Zeit landwirtschaftlich genutzt werden. Auf der Dalfazalm erhält man sogar einen Einblick, wie einst das Wirtschaften auf der Alm funktionierte, denn die alte Sennhütte aus dem Jahr 1664 steht hier noch. Übernachten können wir dann im neu erbauten Berggasthof. Reizend ist auch die im Jahr 1956 neu erbaute Köglalm. Dort wird die Milch zweimal am Tag abgeholt und im Tal beispielsweise zu Berg-Tilsiter verarbeitet, der dann wieder den Weg zur Alm hinauf antritt. Auf der Alm gibt es daher auch noch kuhfrische Milch, was heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist.Wenn wir mit dem Höhenweg nicht ausgelastet sind, haben wir die Möglichkeit, zwei Gipfelabstecher mit einzubauen, wobei das Ebner Joch für jeden Wanderer machbar ist, die Hochiss jedoch, der höchste Gipfel des Rofangebirges, Bergerfahrung voraussetzt.Von Eben zur Erfurter Hütte Vom Bahnhof in Eben gehen wir vor zur Straße in Richtung Achensee, queren diese und steigen am Berghang in die Nothburgapromenade ein. Wir halten uns kurz links, dann bald rechts und steigen durch Wald hinauf zur Alpe Astenau, die auf einer schönen Geländeterrasse liegt. Von der Einkehrstelle geht es nun direkt auf den Gipfel des Ebner Jochs zu, zunächst durch Wiesen, dann auf einem Bergsteig durch Latschen zu einer Wegverzweigung (rechts der Abstecher zum Gipfel). Wir halten uns links, umrunden den Gipfelaufbau im Uhrzeigersinn und wandern auf dem Heinrich-Huber-Steig an einer Felswand entlang, dann durch Wald zu den Bergwiesen des Mauritzalm-Niederlegers. Dort halten wir uns rechts und folgen dem ausgeschilderten Steig bergwärts. Zuletzt geht es in steilen Kehren hinauf zum kleinen Plateau bei der Bergstation der Seilbahn; rechts davon befindet sich die Erfurter Hütte, in der wir unser Nachtlager aufschlagen werden.Von der Erfurter Hütte zur Dalfazalm Von der Erfurter Hütte wandern wir zuerst wieder kurz hinab zur Wegverzweigung mit der großen Infotafel (nur wenige Meter oberhalb liegt die reizvolle kleine Mauritzalm). Dort links haltend auf dem schönen und aussichts-reichen Wanderweg (Mark.-Nr. 413) über Bergwiesen hinab in das Tal, das sich zwischen Gschöllkopf und der Rotspitze zu den Dalfazer Wänden hinaufzieht. Dann wieder leicht ansteigend zu einem Aussichtspunkt oberhalb der Durrawand mit herrlichem Tiefblick auf den Achensee. Der Weiterweg verläuft leicht fallend hinab zur Dalfazalm, die in einer schönen Wiesenmulde liegt.Von der Dalfazalm zur Köglalm Von der Alm folgen wir dem Steig (Mark.-Nr. 413), der sich in einem Rechtsbogen durch eine Hochtalmulde über karge Bergmatten hinauf zum schmalen Kotalmtörl (1976m) zieht. Den Durchlass durch den hier gespaltenen felsigen Klobenjochkamm vermittelt das sogenannte Steinerne Tor. (Hier mündet von rechts der Steig von der Hochiss ein.) Jenseits geht es auf gutem Wanderweg hinab ins weite Kar und vorbei am verfallenen Kotalm-Hochleger hinunter zum Mittelleger (1608m). Wir gehen rechts haltend weiter, queren den weiten Labschlaggraben und treffen auf eine Weggabelung. Hier führt links der kürzere, neue angelegte Steig direkt über die Köglgräben hinab zur Köglalm. Wir halten uns rechts, überqueren leicht ansteigend das Zirbenjoch (1627m) und gehen bei der nächsten Wegverzweigung links hinab zur Köglalm.Abstieg zum Achensee Von der Köglalm führt ein Wirtschaftsweg zum Ort Achensee. Interessanter ist jedoch der Steig, der die weiten Kehren des Almwegs abkürzt und mäßig steil durch Wald hinabführt. Beim Hotel Scholastika gibt es eine Schiffsanlegestelle bzw. eine Bushaltestelle, von der wir nach Maurach bzw. Eben zurückkehren können.GipfelabstecherEbner Joch, 1957m: Dem Hochplateau des Rofangebirges vorgelagerter Gipfel mit großartiger Aussicht ins Inntal. – Vom Verbindungsweg Alpe Astenau–Erfurter Hütte in 20Min. zu besteigen.Hochiss, 2299m: Höchste Erhebung des Rofangebirges, deren Besteigung wir gut in unseren Höhenweg von Hütte zu Hütte bzw. von Alm zu Alm einbauen können. – Von der Erfurter Hütte bzw. der Bergstation der Rofanbergbahn zunächst auf breitem Weg in Richtung Gschöllkopf – links an der Mauritzalm vorbei – und dabei durchgehend der Mark.-Nr. 413 folgen. Oberhalb der Ostflanke halten wir uns links und steigen hinauf in die Einsenkung zwischen Gschöllkopf und Spieljoch. Zunächst eben weiter, dann links durch die Südflanke der Hochiss (durch das Rote Klamml; Seilsicherungen) und hinauf zur Kammhöhe westlich der Hochiss; sodann rechts weiter zum höchsten Punkt. Anschließend steigen wir über den Streichkopf zum Kotalmtörl ab, wo wir wieder auf unsere Höhenroute stoßen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied1694 m
Dauer9.00 h
AusgangspunktEben am Achensee (964m), auf der Höhe des Bahnhofs
EndpunktScholastika (935m). Rückkehr zum Ausgangspunkt mit dem Bus nach Maurach bzw. Eben oder mit dem Schiff nach Maurach.
TourencharakterHoch über dem Achensee führt ein aussichtsreicher Höhenweg durch den Westabfall des Rofangebirges. Und wie an einer Schnur aufgereiht, passieren wir auf dieser Route eine Alpenvereinshütte, ein paar Berggasthäuser sowie einige bewirtschaftete Almen.
Beste Jahreszeit
KartentippFreytag & Berndt-Wanderkarte 1:50000, Blatt 321 Achensee–Rofan–Unterinntal
VerkehrsanbindungAuto: Auf der Salzburger Autobahn (A8) bis zur Ausfahrt Holzkirchen, dann auf der Landstraße über Gmund, Bad Wiessee und die Achenseepassstraße nach Eben am Achensee (falls wir die Tour abkürzen wollen, nur bis Maurach zur Talstation der Rofanseilbahn). Parken im Ort oder Parklätze in der Nähe des Ausgangspunkts. Oder über die Inntalautobahn bis Ausfahrt Achensee/Zillertal, dann weiter nach Eben (Wanderparkplatz vor dem ersten Tunnel nach der Kanzelkehre, dort Einstieg in die Nothburgapromenade, oder Parken in Eben) oder Maurach. Große Parkplätze an der Talstation der Rofanbergbahn (wer über Nacht am Berg bleiben will, muss die obersten Parkplätze benutzen). n Bahn/Bus: Mit der Bahn über Kufstein nach Jenbach und von dort mit dem ÖBB-Bus nach Eben. Oder mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) nach Tegernsee und mit dem RVO-Bus weiter bis Maurach; dort zu Fuß bis Eben oder mit der Rofanseilbahn hinauf zur Erfurter Hütte.
GastronomieAlpe Astenau (1182m), privat, bewirtschaftet von Mai bis Okt. n Buchauer Alm (1385m), während der Weidesaison bewirtschaftet (liegt etwas abseits des Wegs) n Erfurter Hütte (1834m), AV-Hütte, Kat. II, bewirtschaftet von Pfingsten bis Mitte Okt., 24 Betten, 50 Lager, Tel. 0043/ (0)5243/5517 n Berghaus Rofan (1850m), während der Betriebszeiten der Bergbahn bewirtschaftet, Übernachtung möglich, Tel. 0043/(0)5243/5058 n Dalfazalm (1693m), privat, von Mitte Mai bis Allerheiligen bewirtschaftet, 36 Übernachtungsplätze in Zimmern und Lager, Tel. 0043/(0)5243/5224 n Köglalm (1431m), privat, von Mitte Mai bis Ende Okt. bewirtschaftet, Übernachtung auf Anfrage, Tel. 0043/(0)5246/61114 oder 6562
Tipps
Zwischen dem Bahnhof Jenbach im Inntal und dem Achensee verkehrt neben den regulären Postbussen regelmäßig ein Nostalgiedampfzug, der nicht nur Kinder begeistert. Der Zug hält auch an der Station Eben. Auf dem Achensee pendeln regelmäßig Schiffe, sodass für zusätzliche Abwechslung gesorgt ist. n Eben am Achensee ist der Begräbnisort der einzigen Heiligen Tirols, der hl. Notburga; sie arbeitete dort bis zu ihrem Tod im Jahr 1313 als Magd. In der Folge entwickelte sich Eben als Wallfahrtsort. Ihre letzte Ruhestätte fand die Heilige in der Pfarrkirche.
Informationen
Gehzeiten: Von Eben zur Alpe Astenau 1.30Std., Übergang von der Alpe zur Erfurter Hütte 3Std., Übergang von der Hütte zur Dalfazalm 1Std., Weiterweg über den Kotalmsattel zur Köglalm 2.30Std., Abstieg zum Achensee 1Std.; insgesamt 9Std.
Unterkunft
Alpe Astenau (1182m), privat, bewirtschaftet von Mai bis Okt. n Buchauer Alm (1385m), während der Weidesaison bewirtschaftet (liegt etwas abseits des Wegs) n Erfurter Hütte (1834m), AV-Hütte, Kat. II, bewirtschaftet von Pfingsten bis Mitte Okt., 24 Betten, 50 Lager, Tel. 0043/ (0)5243/5517 n Berghaus Rofan (1850m), während der Betriebszeiten der Bergbahn bewirtschaftet, Übernachtung möglich, Tel. 0043/(0)5243/5058 n Dalfazalm (1693m), privat, von Mitte Mai bis Allerheiligen bewirtschaftet, 36 Übernachtungsplätze in Zimmern und Lager, Tel. 0043/(0)5243/5224 n Köglalm (1431m), privat, von Mitte Mai bis Ende Okt. bewirtschaftet, Übernachtung auf Anfrage, Tel. 0043/(0)5246/61114 oder 6562

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