Hirschkaser und Toter Mann

Leichte und breite, im Sommer angenehm schattige Wanderwege, auch für nicht schwindelfreie Bergwanderer. Der Anstieg aus dem Ramsauer Tal erfolgt teilweise auf schmalen Bergwegen. (Autor: Heinrich Bauregger)
6 km
417 m
4.00 h
Ein Sessellift verkürzt den Anstieg auf den Toten Mann erheblich. Von der Bergstation mit dem nahen Berggasthaus Hirschkaser (1385 m), von dessen Terrasse wir einen herrlichen Blick auf den Hochkalter genießen können, sind es nur mehr 20 Minuten zum höchsten Punkt mit der kleinen Bezoldhütte, einem Marterl und einer weiten Bergwiese mit Bänken zum Brotzeitmachen und Schauen. Ein breiter und gut ausgeschilderter Weg leitet uns links hinab zu einer Wegverzweigung und dann wieder links hinauf zum höchsten Punkt. Nach dem Gipfelabstecher kehren wir wieder zurück zur Wegverzweigung. Nun halten wir uns jedoch links und folgen dem breiten Weg durch lichten Wald zum Hirscheck (1242 m), umwandern dieses in einem Rechtsbogen und schlendern auf guten Wegen hinab nach Hochschwarzeck, das wir bei einer Kapelle gegenüber dem Gasthaus Schwarzeck erreichen. An der Straße entlang zurück zum Parkplatz. Diesen Weg können wir natürlich auch umgekehrt gehen, dafür parken wir direkt gegenüber dem Ausgangspunkt. Eine weitere, aber deutlich längere Alternative bietet sich aus dem Ramsauer Tal an. Wir überqueren beim Parkplatz Wimbachbrücke die B 305 und folgen den Wegweisern steil hinauf zum Gasthaus Gerstreit (920 m). Von dort führt erst ein Wanderweg, dann ein Forstweg hoch zum Hirscheck und weiter – relativ steil – zum Toten Mann. Der kurze Gipfelweg zweigt rechts von der Forststraße ab.

Dauer - Anstieg von Schwarzeck auf den Toten Mann 2 Std., bei Benützung des Sessellifts lediglich 1/2 Std. inklusive Gipfelwanderung; Abstieg 1 1/2 Std.; insgesamt 3 1/2–4 Std., je nach Voraussetzung. Anstieg aus dem Ramsauer Tal über Gerstreit 2 Std., Rückfahrt mit Bus möglich.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied417 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortSchwarzeck
AusgangspunktHochschwarzeck-Sessellift, Talstation
EndpunktHochschwarzeck-Sessellift, Talstation
TourencharakterDer Tote Mann gehört noch zum Lattengebirge und ist ein Inselberg mit fantastischer Aussicht auf die Berchtesgadener Bergwelt. Besonders der direkt gegenüber liegende Hochkalter wirkt von dort oben auf beeindruckende Weise. Wer will, kann sich den Anstieg mit der Benutzung des Sessellifts erleichtern. Seinen Namen hat der Tote Mann übrigens von den vergeblichen Bemühungen, dort bergmännisch fündig zu werden. Die ehemaligen Fürstpröpste waren immer auf der Suche nach Geldquellen, doch die zahlreichen Versuche an diesem Berg brachten nur taubes oder »totes« Gestein zu Tage, wie der Bergmann unverwendbares Material nennt.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1 - 50 000, Berchtesgadener Alpen (BLVA).
VerkehrsanbindungSalzburger Autobahn bis Ausfahrt Siegsdorf, über Inzell und die Deutsche Alpenstraße nach Schneizlreuth und Schwarzbachwacht, dann links hinauf zum Schwarzeck; großer Parkplatz an der Talstation des Hochschwarzeck-Sessellifts bzw. gleich bei Erreichen des Hochtals gegenüber dem Gasthaus Schwarzeck. Mit dem Zug bis Bahnhof Berchtesgaden, von dort mit RVO-Bus direkt hinauf zum Schwarzeck. Oder auf der B 305 weiter bis zum Parkplatz Wimbachbrücke.
GastronomieDer Hirschkaser in Nähe der Bergstation des Sessellifts ist nahezu ganzjährig bewirtschaftet. Auf dem Toten Mann befindet sich eine unbewirtschaftete Unterstandshütte. Das Gasthaus Gerstreit ist ganzjährig bewirtschaftet.
Tipps
Und nach der Tour - Einkehr beim Gasthaus Hindenburglinde an der Deutschen Alpenstraße in Richtung Schwarzbachwacht. Die imposante, über 800 Jahre alte Linde, die ihren Namen dem ehemaligen Reichspräsidenten verdankt, ist heute ein eindrucksvolles Naturdenkmal.
Höchster Punkt
Toter Mann, 1391 m.