Hermann-von-Barth-Hütte

Die schindelverkleidete Bergsteigerunterkunft über Elbigenalp im Lechtal liegt auf 2129 Metern Höhe und ist nach Hermann von Barth, dem führerlosen Bergsteiger und Erschließer der Nördlichen Kalkalpen – zu denen auch die Allgäuer Alpen zählen – benannt. (Autor: Heinrich Bauregger)
2 km
1170 m
3.00 h
1 Von Elbigenalp Von der Schnitzschule führt ein Schotterweg, vorbei an einer Schranke, zur Ölbergkapelle und weiter zur Kasermandlhütte. Von dort wandern wir auf dem Wirtschaftsweg bis zur Talstation der Materialseilbahn der Hermann-von-Barth-Hütte. Anschließend folgt man dem guten Bergwanderweg (Mark.-Nr. 436) weiter durch Wald, wobei die Route an der Ostflanke des tief eingeschnittenen Balschtetobels entlangführt. Weiter oben wird der Balschtebach überschritten, und in steilen Serpentinen geht es hinauf ins Wolfebnerkar zur Hütte. 2 Von Untergäblen Vom Parkplatz an der Ortsdurchgangsstraße geht es zunächst auf dem Forstweg (Mark.-Nr. 437) hinauf zur Gibleralm. Dann wandern wir weiter auf Wirtschaftsweg durch Wald – nur mehr leicht ansteigend – ins Bernhardstal. Der Bernhardsbach wird überschritten und bald das gleichnamige Jagdhaus erreicht. Oberhalb einiger Alphütten zweigt der Weg scharf nach rechts ab und führt durch eine Latschengasse hinauf ins Birgerkar. Bei der nächsten Wegverzweigung geht es rechts leicht fallend zu einem Felsriegel, dort steil hinauf (Drahtseilsicherung) und links weiter zur Hermann-von-Barth-Hütte. 3 Übergang von der Kemptner Hütte Von der Hütte auf dem ausgeschilderten und markierten Enzenspergerweg (durchgehende Mark.-Nr. 432) über das Östliche Mädelejoch, die Krottenkopfscharte (2350 m) ins Hermannskar und weiter über den Hermannskarsee zum Schafschartl. Über das Birgerkar und das Wolfebnerkar gelangen wir zur Hermann-von-Barth-Hütte. 4 Übergang vom Kaufbeurer Haus Siehe dazu die Beschreibung bei Tour 116 in umgekehrter Richtung.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied1170 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDie schindelverkleidete Bergsteigerunterkunft über Elbigenalp im Lechtal liegt auf 2129 Metern Höhe und ist nach Hermann von Barth, dem führerlosen Bergsteiger und Erschließer der Nördlichen Kalkalpen – zu denen auch die Allgäuer Alpen zählen – benannt. Die 1900 erbaute Hütte liegt im Wolfebnerkar, umrahmt von zahlreichen Felsspitzen. In Richtung Süden kann man den freien Blick über das Lechtal hinweg auf die Lechtaler Alpen genießen. Hausberge der Hütte sind die Wolfebnerspitzen, aber auch der höchste Gipfel der Allgäuer Alpen, der Große Krottenkopf, kann von hier aus bestiegen werden. Zudem liegt die Hütte am abwechslungsreichen Enzenspergerweg, der die Kemptner Hütte mit dem Kaufbeurer Haus verbindet. Ursprünglich gehörte die Hütte dem Akademischen Alpenverein München, der die Hütte allerdings 1924 an die Sektion Düsseldorf verkaufte. Die Hütte wurde mehrfach umgebaut, wobei die Wasserversorgung stets das größte Problem darstellte. 1999 wurde die Hütte komplett saniert, eine neue Quellfassung und Abwasserkläranlage wurde gebaut sowie eine Energieversorgung nach neuesten Ökologiekonzepten installiert. Seit 1967 wird die Hütte von der Familie Vonier geführt.
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von Elbigenalp: 3 1/2 Std.; von Untergiblen: 4 Std.; Übergang von der Kemptner Hütte: 4 1/2 Std.; Übergang vom Kaufbeurer Haus: 5 1/2 Std. Schwierigkeit Der Normalweg über das Kasermandl erfolgt auf leichtem Bergwanderweg. Der Anstieg über die Gibleralm weist eine heikle Stelle auf (Drahtseilsicherung). Der Enzenspergerweg verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (Drahtseilsicherungen). Gipfel Zeit Von der Hermann-von-Barth-Hütte: 2 Std., Abstieg zur Hütte: 1 1/2 Std.; insgesamt: 3 1/2 Std. Schwierigkeit Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. 2. Schwierigkeitsgrad!
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Allgäuer Alpen (LVG).
GastronomieWeitere Hütten Kasermandl, 1412 m (privat, im Sommer bewirtschaftet, Übernachtungsmöglichkeit; Tel. 0043/676/9491350). Von Elbigenalp zu Fuß auf Wirtschaftsweg in 1 1/4 Std. zu erreichen. Gibleralm, 1209 m (private Jausenstation mit schöner Terrasse, nahezu ganzjährig bewirtschaftet, im Winter Rodelbetrieb). Kaufbeurer Haus, vgl. Tour 116. Kemptner Hütte, vgl. Tour 120.
Tipps
Elbigenalp ist die Heimat der »Geierwally« (vulgo Anna Knittel) und ganz auf diese Figur eingestellt. Es gibt eine Geierwally-Freiluftbühne, ein Café Geierwally mit einem kleinen Museum und einen Geierwally-Rundwanderweg, der über die Gibler-alm und die Jausenstation Kasermandl führt. Diese Tour ist auch für Familien mit Kindern gut geeignet.
Informationen
Der Hüttengipfel Wolfebnerspitze-Südgipfel, 2420 m: Die mehrgipfeligen Wolfebnerspitzen sind die Hüttenberge der Hermann-von-Barth-Hütte. Die steil abfallenden Süd- und Ostwände sind bevorzugtes Übungsgelände für Kletterkurse. Für Normalbergsteiger ist der Südgipfel die einzig erreichbare Alternative. Vom Unterkunftshaus folgt man den markierten Pfadspuren in nördlicher Richtung über Geröll unter den orgelpfeifenartig aneinander gereihten Felsspitzen der Westwand der Wolfebnerspitzen entlang bis zu einer Einschartung, die man nach einer halben Stunde erreicht. Hier geht es rechts hinauf über ein plattiges Schrofenband und hinüber auf die Ostseite des Gipfels. Dort steigen wir um die Ecke und durch eine Rinne hinauf zu einer Scharte und jenseits davon über eine kurze Rinne zum Gipfel.
Höchster Punkt
Hermann-von-Barth-Hütte, 2129 m; Wolfebnerspitze-Südgipfel, 2420 m.
Unterkunft
Hermann-von-Barth-Hütte, 2129 m (AV-Hütte, Kat. I, , bewirtschaftet von Mitte Juni bis Ende September, 60 Lager, 30 Notlager, Winterraum mit 10 Lagern und Selbstversorgerraum; Tel./Fax: 0043/5634/6671).

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Heinrich Bauregger

Das große Hüttenwanderbuch

Dieses große Hüttenwanderbuch stellt alle bewirtschafteten Hütten in den Bayerischen Hausbergen vor, mit allen wichtigen Zustiegswegen.

Jetzt bestellen