Hallerangerhaus

Im hintersten Karwendeltal, beim Ursprung der Isar, liegt das Hallerangerhaus im Naturpark Karwendel, dem größten Naturschutzgebiet Österreichs. (Autor: Heinrich Bauregger)
0 km
1840 m
5.00 h
1 Durch das Hinterautal In der Ortsmitte von Scharnitz folgen wir zunächst der Hauptstraße in südlicher Richtung (Ausschilderung »Karwendeltäler«), gehen dann links ab zur Isarbrücke und überqueren diese. Dann wandern wir weiter am Isarufer entlang, überqueren diese erneut am Ende der Ortsbebauung und folgen dann dem Sträßchen, das zum Schönwieshof führt. Der Weg führt nun allmählich weg von der Isar, steigt hoch über einer Bachschlucht an und senkt sich dann wieder ins Tal. Im Talgrund geht es weiter bis zur Kastenalm. Dort wandern wir rechts über eine Brücke und nun am Lafatscher Bach entlang weiterhin auf Fahrweg – nun steiler ansteigend – hinauf zum Talboden unterhalb des Überschalljochs mit den beiden Unterkunftshäusern: Hallerangerhaus und Hallerangeralm. 2 Durch das Gleirschtal In Scharnitz wandert man auf der rechten Isarseite zunächst zum Ortsteil Eisack, wo rechts ein ausgeschilderter Steig abgeht, dem man bis zur Scharnitzer Alm folgt. Jenseits der Alm wandern wir weiter – weiterhin oberhalb am Bach entlang –, bis man auf den von rechts heranführenden Gleirschbach trifft, den man auf einem Steg überquert, und hinauf zur ins Gleirschtal führenden Forststraße. Auf dieser gehen wir rechts weiter talein, bis die Straße den Bach quert, dann links weiter zur Möslalm. Nun wandern wir links haltend auf Wirtschaftsweg weiter am Gleirschbach entlang, dann auf ausgeschildertem Wanderweg hinauf in den Pfeisgraben und zur Pfeishütte. Von hier verbindet der Wilde-Bande-Steig über das Stempeljoch, das Lafatscher Joch und den Lafatscher Durchschlag die beiden Hütten. 3 Aus dem Halltal Vom Parkplatz am oberen Ende der Mautstraße im Halltal wandert man in einer halben Stunde auf breitem Weg hinauf zu den Herrenhäusern (Parallelroute durch das Isstal möglich), gelangt über das Issjöchl zum Issanger und steigt in weiten Serpentinen durch Latschen hinauf zum Lafatscher Joch (2081 m). Von dort folgt man der Ausschilderung durch die karge Einsenkung hinüber zum so genannten Durchschlag (hier wurde ein neuer Klettergarten eingerichtet) und steigt dann jenseits in zahlreichen Serpentinen hinab zum Hallerangerhaus.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour0 km
Höhenunterschied1840 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterIm hintersten Karwendeltal, beim Ursprung der Isar, liegt das Hallerangerhaus im Naturpark Karwendel, dem größten Naturschutzgebiet Österreichs. Dieser Umstand erfordert natürlich ein besonderes Augenmerk auf den Zustand der Hütte. Der erste Bau entstand im Jahre 1901, wurde jedoch 1914 von einer Lawine hinweggefegt. Erst im Jahre 1924 machte man sich an den Wiederaufbau. 1985 wurde das Nebengebäude zu einer Selbstversorgerhütte umgebaut. Mittlerweile wurde auch eine biologische Abwasserreinigungsanlage eingebaut. Die Energieversorgung erfolgt durch Wasserkraft, unterstützt durch Sonnenkollektoren. Das etwas im Wald versteckte Unterkunftshaus liegt an der klassischen Route der Alpenüberquerer von »München nach Venedig«. Von Norden her gibt es keinen schnellen Weg dorthin. Allein der Anstieg von der Haller Seite hält sich in Grenzen, allerdings ist er mit einem erheblichen Anstieg und Abstieg verbunden.
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Durch das Hinterautal: 5 Std.; durch das Gleirschtal: 8 Std.; aus dem Halltal: 3 Std. Schwierigkeit Überwiegend unbefestigte Wirtschaftswege, das jeweils letzte Stück zur Hütte auf guten Wanderwegen. Der Wilde-Bande-Steig zwischen Pfeishütte und Lafatscher Joch ist mit Drahtseilen und Eisenklammern gesichert und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (Hüttenweg 2). Gipfel Zeit Vom Hallerangerhaus: 3 Std., Abstieg zur Hütte: 2 Std.; insgesamt: 5 Std. >>> Schwierigkeit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Drahtseilsicherungen.
KartentippFreitag&Berndt-Wanderkarte 321 u. 322, 1 : 50 000. Alpenvereinskarte 1 : 25 000, Karwendelgebirge mittleres und westliches Blatt.
GastronomieWeitere Hütten Pfeishütte, 1922 m (AV-Hütte, Kat. I, bew. von Mitte Juni bis Mitte Okt., 30 Betten, 50 Lager, kleiner Winterraum mit 6 Lagern; Tel. 0043/512/29 23 33). Hallerangeralm, 1770 m (priv., bew. von Anfang Juni bis Anfang Oktober, 28 Betten, 70 Lager; Tel. 0043/5213/5277). Möslalm, 1262 m (priv., bew. von Mai bis Anfang Okt., 30 Lager; Tel. 0043/512/20 46 04).
Informationen
Der Hüttengipfel Speckkarspitze, 2621 m: Diese stolze felsige Pyramide, die sich direkt über dem Hallerangerboden erhebt, gilt zu Recht als der Hüttenberg des Hallerangerhauses. Obwohl sie auf den ersten Blick so abweisend wirkt, ist sie auch für den Normalbergsteiger gut zu ersteigen. Vom Hallerangerhaus folgt man zunächst der Ausschilderung zum Lafatscher Joch bis oberhalb des Lafatscher Durchschlags. Dort beginnt links der markierte Steig, der zunächst in das kleine Kar auf der Westseite des Gipfels führt und im oberen Teil der Route dann knapp unterhalb des Nordwestgrats hinauf zum Gipfel leitet. Für den Abstieg muss man nun nicht die gleiche Route nehmen, sondern kann auf dem Südwestgrat absteigen. Bald zweigt rechts ein Verbindungssteig zum Nordwestkamm ab; man kann so ohne Umweg wieder zum »Durchschlag« zurückkehren. Oder man folgt den roten Markierungen auf dem bald grasig werdenden Südwestkamm – zuletzt über Geröll – hinab zum Lafatscher Joch (2081 m) und kehrt dann über den Lafatscher Durchschlag zum Hallerangerhaus zurück, oder man nimmt links den Weg hinab zum Issanger und steigt ins Halltal ab.
Höchster Punkt
Hallerangerhaus, 1768 m; Speckkarspitze, 2621 m.
Unterkunft
Hallerangerhaus, 1768 m (AV-Haus, Kat. I, 26 Betten, 70 Lager, bewirtschaftet von Anfang Juni bis Mitte Oktober, von Mitte Juli bis Mitte September empfiehlt sich unbedingt eine Voranmeldung; Winterraum mit 12 Plätzen und Selbstversorgerraum; Tel. 0043/5213/5326).

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