Hallerangeralm

Saftiges Grün und steiler Fels (Autor: Wolfgang Taschner, Michael Reimer)
42 km
800 m
8.00 h
Langer Anmarsch aus dem Hinterautal So schön die Hallerangeralm gelegen ist, viele Wanderer empfinden den 19,5 Kilometer langen Anmarsch vom Talort Scharnitz als Nachteil. Im Hinterautal verläuft der Fahrweg über weite Strecken eben, dafür imponiert die wilde Flusslandschaft der jungen Isar. Lange Zeit glaubte man, die Isar würde an der Hallerangeralm entspringen, doch mittlerweile wurde als Quelle eine Stelle kurz vor Talschluss ausgemacht. Wer sich den langen »Talhatscher« ersparen will, kann die Kastenalm kurz nach Passieren der Quelle übrigens relativ bequem mit einem ganz normalen Tourenrad erreichen. Am Eingang des im unteren Abschnitt steilen Lafatschertals lassen die meisten Radler ihr Vehikel stehen und setzen den Restanstieg zu Fuß fort. Alternativer Anstieg Etwas kurzweiliger wäre der Anstieg vom Halltal über die Herrenhäuser und das Lafatscher Joch, doch müsste man in diesem Fall die deutlich längere Anfahrt über das Inntal in Kauf nehmen. Weiter nördlich zieht das Vompertal direkt vom Inntal zum Überschalljoch oberhalb der Hallerangerweiden empor, doch führt dieser kaum begangene Weg zum Teil abenteuerlich durch Schluchtgelände. Im »Grand Canyon« des Karwendels hat sich mancher ortsunkundige Wanderer schon böse verlaufen. Stützpunkt für Mehrtagestouren Als Tagestour ist die Hallerangeralm nur von Scharnitz in Kombination mit dem Fahrrad lohnenswert. Wanderer hingegen sollten zwecks aktiver Erholung in der großartigen Landschaft unbedingt mindestens zwei Tage einplanen. Auf diese Weise kann man die Speckkarspitze erklimmen – was sich allein wegen der fulminanten Fernsicht auf das Gletscherpanorama südlich des Inntals lohnt – und die Tour eventuell mit dem Höhenweg zu einer weiteren Hütte fortsetzen: Wahlweise zur Bettelwurfhütte mit der Gipfeloption Großer Bettelwurf oder auf dem Wilde-Bande-Steig über das Stempeljoch zur Pfeishütte; von Letzterer kann man über die Möslalm wieder nach Scharnitz und zur Isar absteigen.

Länge: Vom Wanderparkplatz talein in Richtung Karwendeltäler und an der Jausenstation Wiesenhof vorbei zum Abzweig in das Hinterautal. Im Talschluss geht es auf Höhe der Kastenalm nun steiler hinauf durch das Lafatscher Tal zur Alm (4 1/2 Std.). Eine halbe Stunde länger ist der Anstieg vom Scharnitzer Bahnhof.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour42 km
Höhenunterschied800 m
Dauer8.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktScharnitz
TourencharakterNur einen Steinwurf vom Hallerangerhaus entfernt liegt in privilegierter freier Lage auf einem Geländevorsprung die Hallerangeralm. Wenn auf die benachbarte Alpenvereinshütte bereits der Schatten fällt, sonnen sich die Almgäste noch auf der Terrasse und genießen die schöne Abendstimmung. Die saftig grünen Almwiesen bilden einen scharfen Kontrast zu den dunklen Wandabstürzen von Praxmarerkarspitze, Sonntagkarspitze, Lafatscher und Speckkarspitze. Vor allem die plattige Wand der Speckkarspitze flößt allerhand Respekt ein, der Berg scheint aus der Almperspektive schier unbezwingbar. Doch über den Nordost- bzw. Südostgrat ist der Gipfel von geübten Wanderern problemlos zu erreichen.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte Nr. 26, Karwendelgebirge, 1:50.000
VerkehrsanbindungGute Zugverbindungen von München nach Scharnitz. Mit dem Auto von München über Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald nach Scharnitz. Im Ort nach der Isarbrücke links die Teerstraße Richtung Karwendeltäler bis zum Wanderparkplatz entlangfahren.
Informationen
Hüttenporträt Höhe 1770 m Erbaut Vor ca. 300 Jahren (privat) Bewirtschaftet Anfang Juni bis Mitte Oktober Kulinarischer Tipp Tiroler Hausmannskost wie z.B. Kasknödel und Kaiserschmarrn Hüttenwirte Familie Horst Schallert Telefon 0043/5213/52 77 (Winter: 0043/5213/51 19) Betten 28 Lager 50 Materialbeschaffung Fahrweg von Scharnitz
Tourismusbüro
Verkehrsamt Scharnitz, Innsbrucker Str. 282, A-6108 Scharnitz, Tel.: 0043/521/3 52 70, Internet: www.discover.com/scharnitz

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