Härsfeldsee, Burg Katzenstein und Kloster Neresheim

Großteils markierte Rundwanderung; bis Kloster Neresheim streckenweise im Wald und am Waldrand, mehrere kurze Anstiege; ab Neresheim bequem talabwärts entlang des Flüsschens Egau. Wenn die Museums- Härtsfeldbahn fährt, kann man die Wegstrecke um knapp 1 Std. verkürzen (siehe Tourbeschreibung). (Autor: Peter und Ute Freier)
16 km
260 m
4.00 h
Härtsfeldsee – Katzenstein (1/2 Std.) – Kloster Neresheim (11/2 Std.) – Härtsfeldsee (knapp 2 Std). Über Katzenstein zumKloster Neresheim: Vom Parkplatz an der Straße in Richtung Neresheim folgen Sie in nordöstliche Richtung einem Wirtschaftsweg (keine Markierung) durch ein Wiesental, parallel zu einer Landstraße. Am Ortsbeginn von Katzenstein zweigt links die Straße nach Iggenhausen ab (Markierung: rote Gabel). Aber ehe Sie abbiegen, lohnt ein Abstecher zu der nahezu vollständig erhaltenen Burg Katzenstein. Hierzu folgt man weiter der Ortdurchfahrt und steigt wenig später kurzzeitig zu der erhöht sitzenden Burg mit ihrem beeindruckenden Bergfried und einer Gaststätte an. Von dem Abstecher kehren Sie in den Ort zurück und folgen der Straße in Richtung Iggenhausen (rote Gabel) leicht bergauf am Hang des Hexenbergs. Auf der Scheitelhöhe zweigt der markierte Weg rechts ab, nach 500Meter biegen Sie links ab – nochmals schöner Blick auf den Härtsfeldsee und auf Burg Katzenstein –, folgen nun dem markierten Weg entlang des Waldrands und gehen anschließend durch Wald. Dabei durchqueren Sie zunächst ein flaches Tal, einige Minuten später das enge Tal des Wildbachs. Stets geradeaus erreichen Sie den Waldrand, wo Sie entweder einem direkt zum Kloster Neresheim führenden Asphaltweg folgen oder einem Weg entlang des Waldrands, der oberhalb des Klosters beim kleinen Schloss Neresheim in die Straße Neresheim–Nördlingen einmündet; bergab geht es dann vollends zum Kloster. Durch das Tal der Egau zum Härtsfeldsee: Nach Besichtigung der barocken Klosterkirche ist die Wanderstrecke bis zum Härtsfeldsee sehr bequem: Zunächst folgen Sie der Straße Neresheim–Nördlingen bergab (rote Raute), passieren den linker Hand gelegenen alten Bahnhof Neresheim, in dem ein kleines Eisenbahnmuseum eingerichtet wurde, und halten sich auf der quer verlaufenden Straße Neresheim–Härtsfeldsee links. Am Ortsende zweigt rechts ein Weg ab (rote Raute), der das Tal der Egau durchquert und an der Gallusmühle über das Flüsschen an den westlichen Talhang führt. In trockenen Sommern jedoch kann es sein, dass statt der Egau nur ein leeres Bachbett zu sehen ist. Dann sind die elf Egauquellen bei Neresheim versiegt und das Wasser tritt erst am Härtsfeldsee aus. Bequem talabwärts führt ein breiter Weg (keine Wandermarkierung, nur Radmarkierung) an einem mit Wacholder bestandenen Seitental vorbei, anschließend passiert er die zwischen bewaldeten Hängen stehende ehemalige Steinmühle und nach einigen Minuten die ehemaligen Härtsfeldwerke; diese Steinbrüche stehen unter Naturschutz. Weiter talabwärts weicht der Wald zurück, Sie passieren das jenseits der Egau liegende Dorf Iggenhausen, und wenig später erreichen Sie eine Brücke über das Flüsschen. Wer sofort zum Parkplatz zurückkehren möchte, überquert die Brücke; zum Badeplatz mit großer Liegewiese folgt man dem Weg geradeaus. Vom Badeplatz geht es dann geradeaus und nach links am Ufer entlang zurück zum Parkplatz. Verkürzung der Tour per Museumsbahn: Von Mai bis Oktober verkehrt an jedem 1. Sonntag im Monat und an den Feiertagen die Härtsfeldbahn »Schättere« imTal der Egau auf 3 km Länge zwischen dem Bahnhof Neresheim und der Haltestelle Sägmühle. Auskunft: Härtsfeld-Museumsbahn e. V., Dischinger Straße 11, 73450 Neresheim, Tel. 07326/ 5755, www.hmb-ev.de

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied260 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz am Härtsfeldsee, an der Straße in Richtung Neresheim.
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterSchon von Weitem zu sehen ist die erhöht stehende Benediktinerabtei Neresheim, die Ende des 11. Jh. gegründet wurde. Ihr heutiges Aussehen aber verdankt sie dem Baumeister Balthasar Neumann (1687–1753), während die Ausmalung der Kuppeln im hellen Kirchenraum durch Martin Knoller (1747–1792) erfolgte. Anfang des 19. Jh. wurde das Kloster aufgelöst und dem Fürsten von Thurn und Taxis – (nicht zugängliches) Schloss bei Dischingen – zugesprochen. Im Jahr 1920 pachtete der Benediktinerorden das Kloster, und seitdem leben und arbeiten hier wieder Mönche.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte des LVA B-W, Blatt 522 (Aalen), 1:50 000.
VerkehrsanbindungPKW: A 7, Kreuz Ulm/Elchingen-Würzburg, Ausfahrt 116 (Heidenheim); Landstraße nach Nattheim, in der Ortsmitte rechts abbiegen und über Fleinheim nach Dischingen; in Dischingen links abbiegen in Richtung Neresheim/Katzenstein und knapp 3 km zum Parkplatz am Härtsfeldsee.
GastronomieKiosk am Härtsfeldsee; Gaststätte in Burg Katzenstein; Gaststätte im Kloster Neresheim; Gaststätten in Neresheim.
Informationen
BURG KATZENSTEIN: An der im Mittelalter wichtigen Handelsstraße Dillingen/Donau–Nördlingen sitzt oberhalb des Dorfs Katzenstein die gut erhaltene Burg Katzenstein (11./12. Jh). Ihr Vorläufer, ein Wehrturm, wurde angeblich schon im 8. Jh. errichtet. Am auffälligsten ist der hohe, als »Katzenturm « bezeichnete Bergfried, kulturhistorisch am bedeutendsten ist die spätromanische, mit Fresken ausgemalte Burgkapelle. Wichtig für durstige bzw. hungrige Wanderer ist die Burggaststätte (ganzjährig geöffnet, Betriebsferien im Februar). Burgbesichtigung; Führung für Gruppen nach Voranmeldung; Museumtäglich außerMo 10–18 Uhr geöffnet. Auskunft: Burg Katzenstein, 89561 Dischingen-Katzenstein, Tel. 07326/919656, www.burgkatzenstein.de (Bild: Peter Freier)
Unterkunft
Hospiz im Kloster Neresheim (www.klosterhospiz-neresheim.de).
Tourismusbüro
Fremdenverkehrsamt, Hauptstr. 21, 73450 Neresheim, Tel. 07326/8149, www.neresheim.de

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