Habicht (3277 m)

Alpiner Steig in teilweise stark felsigem Gelände; Schneefelder; alpine Erfahrung und beste Verhältnisse nötig. Eine der schönsten Dreitausender-Touren! (Autor: Dieter Seibert)
12 km
2010 m
9.00 h
Zur Innsbrucker Hütte (2.45 Std.).
In Obertal über die Gschnitzbach-Brücke und gleich gegenüber durch die sehr steilen Waldhänge in zahllosen Serpentinen, später im Bereich eines Bacheinschnitts nicht weniger als 750 Hm empor zu einer Rippe im Gelände. Schräg nach rechts durch die nun freien Hänge und über eine Abdachung, schließlich über eine Stufe zum Grat und nach links zur Hütte (2370 m).
Auf den Habicht (2.45 Std.).
Von der Hütte auf und neben dem Grat nach Westen an den Fuß der 500 Meter hohen Felsflanke. Zwischen Blöcken, durch schiefrige Rinnen und über schöne Platten weit empor. Dann nach rechts und anschließend über eine steile Blockflanke und über eine Rippe, bis sich das Gelände zurücklegt. Quer über ein Firnfeld, zum Grat und auf der Schneide mit ihren Sicherungen in spannendem Steigen zum erstaunlich weiträumigen 3277 Meter hohen Gipfel mit hindernislosem Rundblick auch in die Dolomiten.
Abstieg (3.45 Std.) folgt der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied2010 m
Dauer9.00 h
Schwierigkeit
StartortGschnitz (1242 m), weit verstreutes Dorf im sehr malerischen inneren Gschnitztal
AusgangspunktObertal (1281 m, 2 km), letzter Ortsteil von Gschnitz
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDer Habicht gehört zu den ersten großen Dreitausendern, die mit einem alpinen Steig erschlossen wurden. Er ragt recht unmittelbar über Stubai- und Gschnitztal auf, hohe Flanken und kilometerlange Felsgrate schaffen eine imponierende Gestalt, und kleine Steilgletscher sorgen für einen besonderen Kontrast zum dunklen Fels. Ein so auffallender Berg, zu dem eine »eigene« Hütte mit nicht weniger als 160 Schlafplätzen gehört, lockt die Neugierigen natürlich in Scharen an. Man sollte diese Hochtour dennoch nicht unterschätzen! Das Steiglein führt über Felsplatten und über hohe Blockflanken, in denen Nässe oder gar Neuschnee und Vereisung sofort recht anspruchsvolle, hochalpine Verhältnisse schaffen. Nur bei trockenem Fels macht der Anstieg dem erfahrenen Bergwanderer so richtig Spaß, und nur dann ist er voller Freude über das Erreichen eines so stolzen Ziels.
Hinweise
Siehe Tour 9 in Karte.
KartentippÖsterreichische Karte, Blatt 147 (Axams)
VerkehrsanbindungAuf der Brenner-Autobahn zur Ausfahrt Matrei-Steinach, nach Steinach und von dort nach Südwesten durch das gesamte Tal nach Gschnitz (11 km) und weiter nach Obertal.
GastronomieInnsbrucker Hütte (2370 m), OeAV, 160 Schlafplätze, Tel. - 05276/295
Höchster Punkt
Habicht (3277 m)
Unterkunft
Innsbrucker Hütte (2370 m), OeAV, 160 Schlafplätze, Tel. - 05276/295

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