Gummfluh

Gipfeltour auf nur teilweise markierten Wegen mit einer kurzen, etwas ausgesetzten Kletterpassage. Trittsicherheit und Ausdauer sind unerlässlich; kein Stützpunkt unterwegs. Vom Gipfel toller Blick auf viele Berner, Freiburger und Waadtländer Alpengipfel. An der Südseite der Gummfluh Steinbock - kolonie. (Autor: Eugen E. Hüsler, Markus Meier, Peter Deuble)
Zum Trittlisattel Vom Ausgangspunkt Chalberhöni (1334 m) folgt man dem Asphaltsträßchen bis zur Linkskehre, biegt dann ein in den Fahrweg, der über zwei weitere Schleifen taleinwärts führt. Noch vor der Lätziweid (1481 m) geht links der Wanderweg zum Wilde Bode ab. Er steigt unter den Felsen des Muttehubels an und mündet schließlich auf den Wiesenboden. Gleich hinter der Alphütte (1643 m) weisen die deutlichen weiß-rot-weißen Markierungen halbrechts in den Wald. Das Weglein leitet zwischen den Felsabbrüchen des Gummesels (1900 m) zum Kammrücken. An ihm entlang – etwas an Höhe verlierend – zur Weggabelung beim Trittlisattel (1850 m). Gipfelanstieg Aus der Senke geht’s an dem licht bewaldeten Rücken kurz bergan, dann führen die Markierungen in einen engen Felsspalt. Wenig später, auf ca. 1950 m, gabelt sich die Route; hier verlässt man den zum Col de Jable führenden Weg (Hinweis) und nimmt die rechts abgehende Spur, die über einen Steilhang gegen die Felsen der Pointes de Sur Combe (2391 m) ansteigt (Steinmännchen), dann nach links umknickt und die teilweise recht abschüssigen Gras- und Geröllhänge des Sunnig Gumm nach Westen hin quert. Schließlich führt die Spur direkt an den Felsfuß. Hier heißt es - Aufpassen! Ein Steinmann markiert den Einstieg (daneben ein neuer Bohrhaken). Man quert an guten Haltepunkten über ein wenig ausgeprägtes, etwas abschüssiges Band, das den Zugang zu einer schrofigen und steilen Grasrampe vermittelt (gut einsehbar von unten). Rechts haltend auf den Grat und mit einer deutlichen Spur über den Gipfelhang auf den höchsten Punkt der Gummfluh (2458 m). Abstieg/Rückweg Bis in den Trittlisattel (1850 m) steigt man über die Anstiegsroute ab. In der wenig ausgeprägten Senke zweigt links ein hübscher Weg ab, der über eine Felsstufe in den Geröllkessel unter den Ostwänden der Pointes de Sur Combe absteigt, dann zur winzigen Lacke des Gour de Comborsin (1716 m) quert (eine Stelle gesichert). Nun rechts weiter bergab zum Plan de Comborsin und mit schönen Rückblicken auf die Gummfluh und ihre fast senkrechte Nordwand talauswärts. Bei der Lätziweid (1481 m) stößt man wieder auf den Anstiegsweg. Auf ihm zurück nach Chalberhöni (1334 m).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied1120 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktChalberhöni (1334 m)
EndpunktChalberhöni (1334 m)
TourencharakterKontraste machen Landschaften - zum Beispiel im Saanenland mit seinen grünen Matten, wo man fast immer das Bimmeln der Kuhglocken im Ohr hat und folgerichtig an Milch und Käse denkt. Doch über dem fürs Auge so beruhigenden Grün sticht helles Grau in den Himmel, kantig und schroff. Wer über Saanenmöser anreist, hat unvermittelt ein geradezu dolomiteskes Bild vor sich: den schlanken Felszahn des Rubli (2285 m), der seinem Namen alle Ehre macht (Rüebli = Möhre), und links dahinter die Gummfluh (2458 m). Beide Gipfel könnten, ganz ohne aufzufallen, in den Dolomiten stehen. Ob das »Rüebli« deshalb zwei Klettersteige (Vie ferrate) hat, weiß ich nicht, auf die Gummfluh helfen nur Bergerfahrung und etwas Kletterfertigkeit. Dass der stolze Gipfel vergleichsweise leicht zu besteigen ist, erstaunt bei dem Profil allerdings nicht wenig, doch die auf den ersten Blick so geschlossen-vermauerte Südflanke hat eine Schwachstelle: Sie erlaubt den Aufstieg zum Ostrücken des Gipfels, der sich als harmloser Grashang erweist.
Beste Jahreszeit
KartentippSwisstopo 1 - 25 000, 1265 Les Mosses.
MarkierungenBis zur Verzweigung oberhalb des Trittlisattels weiß-rotweiße Markierungen, dann Steinmännchen
VerkehrsanbindungSaanen (1011 m) erreicht man von Thun/Spiez bequem per Bahn oder auf guten Straßen. Vom Bahnhof führt eine Straße nach Chalberhöni (1334 m); Parkmöglichkeit. Kein Postbus!
GastronomieRestaurant Waldmatte (1340 m), Chalberhöni.
Unterkunft
Restaurant Waldmatte (1340 m), Chalberhöni.
Tourismusbüro
Gstaad Saanenland Tourismus, Promenade, CH-3780 Gstaad; Tel. +41/33/748 81 81, www.gstaad.ch