Gscheuerkopf (1280 m)

Eine lange und anstrengende Rundtour mit ein paar Klettersteigstellen, die zwar ausgesetzt, aber nicht besonders anspruchsvoll ausfallen. Sehr steiler, Kraft raubender Anstieg; mitunter Steinschlaggefahr! (Autor: Siegfried Garnweidner)
12 km
950 m
7.00 h
Vom Ausgangspunkt am Wanderweg nach Norden durch den Wald hinauf und nach rund 5 Minuten rechts abzweigend gegen Osten weiter. Mal geht es nun über freie Wiesenhänge, dann im Wald dahin, bis nach einer halben Stunde Gehzeit der Kreuzweg zur Einsiedelei Maria Blut links abzweigt. Auf ihm nun nach Norden durch den Wald über Treppenstufen hinauf und bei der Kapelle und der Einsiedelei links abzweigend kurz über eine Wiese, dann – begleitet von schönen Waldblumen, wie Rotem Waldvögelein und Türkenbundlilie – im Wald auf markiertem Steig steil weiter nach Norden hinauf. An einigen Aussichtspunkten bietet sich aus dem Wald heraus ein schöner Ausblick nach St. Johann hinunter und zu den Kitzbüheler Alpen. Unmittelbar vor der Gmailkapelle verzweigt sich der Weg. Ganz links geht es ein paar Meter zur Felsenkapelle, ganz rechts rund 100 m weit zur Lourdesgrotte, und der weitere Anstieg verläuft auf dem mittleren Bergpfad. Enorm steil nun auf dem felsigen Wurzelweg durch Wald hinauf. An den besonders steilen Etappen dieses strammen Anstiegs finden sich zur Sicherheit Drahtseile, und auf ca. 1120 m Höhe steht unter einer Felsenwand eine Rastbank. Ab einer Bank auf ca. 1200 m Höhe geht es im Laubwald spürbar weniger anstrengend weiter bergauf. Schließlich wird eine beschilderte Wegverzweigung erreicht. Dort links halten, am weitgehend ebenen Bergrücken, der nach links enorm abbricht, mehrmals auf und ab dahin und zum ersten Gipfelziel, dem Schatterberg (1274 m), das nach 2.15 Std. erreicht ist. Nach der ersten Rast auf dem schmalen Bergweg gegen Westen weiter, mehrmals auf und ab, die steile Hangkante entlang und an der Verzweigung geradeaus. Nochmals ans Drahtseil, über einen unbenannten Gratbuckel, der eine schöne Aussicht gewährt, und endlich zum Hauptgipfel des Niederkaisers, dem Gscheuerkopf (1280 m).
Abstieg.
Der Rückweg führt ein paar Meter entlang der Aufstiegsroute vom Gipfel hinunter und dreht links ab. Dann geht es ein längeres Stück auf einer Felsenpassage über eine Steiganlage hinab, durch einen Gratsattel und wieder auf- und abwärts. Von einem schönen Waldweg etwas rechts schwenkend durch einen breiten Wiesensattel und aus ihm nach Nordwesten bis kurz vor die Einödalm. Dem Fahrweg folgend links abbiegen und gering ansteigend zur Kaiser-Niederalm (1322 m) hinauf. Dort endet die Straße, und man folgt dem Wanderweg zu einem Sattel hinauf, in dem auf 1372 m Höhe die höchste Stelle der Route erreicht wird. Aus dem Sattel auf einem Bergweg rund 100 Höhenmeter zur Grandneralm hinunter und auf breitem Viehweg gering ansteigend über nasse Wiesen den Hang entlang, bis links abdrehend eine Wegverzweigung erreicht wird. Dort links abbiegen, nach einem Waldsattel ans Drahtseil und über das »Leiterl« luftig gut 5 m steil hinunter. Anschließend an markanten Felsen entlang und schließlich zu dem eindrucksvollen Schleierfall. Inmitten eines spannenden Klettergartens gelegen, bietet dieser Wasserfall – vor allem nach stärkeren Regenfällen – ein imposantes Schauspiel. Man kann sogar getrost hinter den Wasserfall gehen, so weit fällt er frei den Hang hinaus. Nach dem kurzen, sehr lohnenden Abstecher auf dem Waldweg talaus in Richtung Rummlerhof. Nun in weitem Linksbogen etwa auf gleicher Höhe nach Osten weiter und zur großen Felsengrotte »Diebsöfen«. Der Weg führt quer durch die Höhle und neben dem Bach ein paar Meter bergauf. Dann wieder ziemlich eben weiter. Noch einmal geht es an steil abbrechenden Hängen entlang, bevor man den Felsenbereich verlässt, um im Wald allmählich abzusteigen.
Der Rückweg führt auf einen breiten Holzweg und leitet über diesen in Kehren zur Straße hinab. Diese Forststraße wird nur gequert, um auf einem unmarkierten Knüppelweg über sehr nasse Wiesen und durch lichten Wald abzusteigen. Der Weg wird steiniger und stößt wieder zum markierten Wanderweg. Auf ihm nach rechts zur Straße hinab, sogleich links abbiegen und sofort darauf nach rechts zum beschilderten Bergweg. Nach etwa 100 Metern geht man an der Gabelung links weiter in Richtung Rummlerhof. Über einen schönen Waldweg erreicht man schließlich die Maurerhöfe und gleich darunter den Hinterkaiserweg. Auf dieser schmalen Fahrstraße links halten und zum Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied950 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz am Ausgangspunkt des Maiklsteigs, etwa 500 m westlich des Rummlerhofs am Hinterkaiserweg (753 m)
EndpunktParkplatz am Ausgangspunkt des Maiklsteigs, etwa 500 m westlich des Rummlerhofs am Hinterkaiserweg (753 m)
TourencharakterMan sollte diese Tour nicht unterschätzen. Zugegeben, es werden keine berauschenden Höhen erreicht, der höchste Punkt dieser Wanderung beträgt gerade mal 1372 m, aber es geht ständig auf und ab, und die Entfernungen sind beachtlich. Dafür bietet der Berg eine Attraktion nach der anderen. Nein, diesmal sind es ausnahmsweise nicht die großartigen Ausblicke, die die Tour zu einem tief greifenden Erlebnis werden lassen. Am Niederkaiser brilliert der Berg selbst. Nach der Einsiedelei, der Gmailkapelle und der Lourdesgrotte kommt man nach einem sportlichen Steilanstieg über einen langen, gegliederten und felsigen Grat, der keinen Augenblick Langeweile aufkommen lässt. Und beim Abstieg wird man vom Schleierfall begeistert sein und vom Durchstieg durch die wilde Felsengrotte Diebsöfen.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wander-, Rad- und Skitourenkarte 1:50000, Blatt 9 (Kaisergebirge)
MarkierungenWegtafeln und Markierungspunkte
VerkehrsanbindungBahnverbindungen ab Kufstein, Wörgl und Innsbruck nach St. Johann; mit dem Auto von der B 178 bzw. der B 164 in St. Johann zum Ausgangspunkt abzweigen
GastronomieGasthaus Rummlerhof in der Nähe des Ausgangspunkts
Tipps
Stramme Abkürzung. Kürzer, aber wesentlich anspruchsvoller wäre der Aufstieg am Maiklweg (Klettersteig).
Höchster Punkt
Gscheuerkopf (1280 m)
Unterkunft
Gasthäuser und Hotels in St. Johann
Tourismusbüro
St. Johann in Tirol, Tel. 0043/5352/63335-0; www.stjohanntirol.at
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