Gruttenhütte

Die Gruttenhütte im Wilden Kaiser wurde 1899 von der Alpenvereinssektion »Turner Alpenkränzchen« erbaut, 1900 eröffnet und besteht mittlerweile aus drei Gebäuden: zwei Schlafhäusern und einem Wirtschaftsbau. (Autor: Heinrich Bauregger)
2 km
500 m
2.00 h
1 Von Ellmau Von der Ortsmitte (Bushaltestelle) folgen wir zunächst dem kleinen Sträßchen (Mark.-Nr. 22, 23) nach Wimm. Dort bieten sich zwei Möglichkeiten an: entweder rechts auf dem Forstweg (Mark.-Nr. 23) über das Gasthaus Riesen und in weiten Kehren in Richtung Riedlhütte oder links der Markierung 24 folgend auf Wirtschaftsweg durch Wald hinauf zur Biedringer Platte und weiter zur Riedringalm, wo wir auf den von rechts heraufführenden ersten Weg stoßen. Dann geht es gemeinsam (Mark.-Nr. 23) weiter zur Riedlhütte. Von dort wandern wir rechts weiter aufwärts zum Krummbacheck, wo wir an der Verzweigung den linken Weg nehmen, der uns hinauf zum Wilden-Kaiser-Steig (Mark.-Nr. 13) bringt. Dort wandern wir unter den steilen Abbrüchen des Treffauer rechts nur mehr leicht ansteigend zur Gruttenhütte. 2 Von Scheffau Man kann den Anstiegsweg verkürzen, indem man der Ausschilderung zum Jagerwirt (Asphaltsträßchen von knapp 2 km) folgt und dort parkt. Dort geht es auf Wanderweg Nr. 22 hinab zum Talbach, dann jenseits hinauf zum Grecklberg, wo wir auf den direkten Wanderweg stoßen. Nun links weiter. Oder wir gehen von der Ortsmitte von Scheffau auf dem Wanderweg Nr. 13 in Richtung Riedlhütte zum Bad und wandern hinauf nach Mittersbach, biegen dort rechts ab, dann gleich wieder links und schließlich auf einem Sträßchen (Mark.-Nr. 14) zum Weiler Kaisern. Hier geht es weiter auf Wanderweg über die Buchauer Alm durch Wald und Bergwiesen zur Riedlhütte. Weiter wie Hüttenweg 1. 3 Von der Wochenbrunner Alm Vom Parkplatz bei der Wochenbrunner Alm (Wegtafel) folgt man links haltend dem bequemen Weg über Almböden, dann durch Buchenwald hinauf zu den Abhängen des Gruttenplateaus. Zuletzt geht es über Latschenhänge zur schön gelegenen Hütte.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied500 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDie Gruttenhütte im Wilden Kaiser wurde 1899 von der Alpenvereinssektion »Turner Alpenkränzchen« erbaut, 1900 eröffnet und besteht mittlerweile aus drei Gebäuden: zwei Schlafhäusern und einem Wirtschaftsbau. Um diese Zeit wurde auch der Gamsängersteig auf die Ellmauer Halt angelegt, den höchsten Gipfel des Kaisergebirges und den Hausberg der »Grutten«. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Hütte erst 1963. Sie liegt auf der landschaftlich besonders reizvollen Südseite und bietet schöne Ausblicke über die Kitzbüheler Alpen hinweg auf den vergletscherten Alpenhauptkamm. Die »Grutten« trägt ihren Namen von der großen Karmulde Grutten, die sich unterhalb des Kaiserkopfs erstreckt. Die ideale Lage der Hütte macht sie zum Stützpunkt für zahlreiche Kaisertouren. Wegen des hoch gelegenen Wanderparkplatzes auf der Wochenbrunner Alm hat sie ihre Bedeutung als Stützpunkt etwas eingebüßt. Die meisten Kaisertouren lassen sich in einem Tag erledigen. Wer aber den neu markierten Wilden-Kaiser-Steig »schultern« will, findet hier eine Unterkunft, die Bergsteigergeschichte geschrieben hat.
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von Ellmau: 2 1/2 Std.; von Scheffau: 3 Std.; von der Wochenbrunner Alm: 1 1/2 Std. Schwierigkeit Alle Zustiege erfolgen auf leichten Bergwanderwegen. Gipfel Zeit Von der Gruttenhütte: 2 1/2 Std., Abstieg zur Hütte: 2 Std.; insgesamt: 4 1/2 Std. Schwierigkeit Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit erforderlich. Nur für Geübte! Klettersteigcharakter mit Seilsicherungen, Eisenbügeln und Eisenstiften. Im Frühjahr muss mit Altschneefeldern gerechnet werden; Steinschlaggefahr.
KartentippAV-Karte 1 : 25 000 Kaisergebirge. Freytag&Berndt-Wanderkarte 301, 1 : 50 000 Kufstein – Kaisergebirge – Kitzbühel.
GastronomieWeitere Hütten Wochenbrunner Alm, 1087 m (privat, ganzjährig bewirtschaftet, 30 Betten; Tel. 0043/ 5358/2180). Am Ende der Mautstraße von Ellmau. Riedlhütte, 1224 m (privat, von Mai bis Oktober bewirtschaftet, 14 Betten). Von Scheffau 1 3/4 Std. bzw. von Ellmau 1 1/2 Std. Gasthaus Wochenbrunn, 981 m (privat, ganzjährig bewirtschaftet, 60 Betten; Tel. 0043/5358/2263). An der Mautstraße zur Wochenbrunner Alm.
Tipps
In Ellmau befindet sich das neue Kaiserbad für den sommerlichen Badebetrieb und gleich nebenan – für kühle Tage – ein Erlebnis-Hallenbad mit Kletterwand.
Informationen
Der Hüttengipfel Ellmauer Halt, 2344 m: Von der Gruttenhütte folgt man erst dem markierten Steig ins Hochgrubachkar. Dort befindet sich der Einstieg zum Klettersteig, dessen Verlauf nun bis zum Gipfel mit roten Punkten markiert ist. Zunächst steigen wir in direkter Linie gesichert bergan, dann nehmen wir eine Querung vor in westlicher Richtung zu den Gras- und Schrofenbändern der »Gamsänger«. Nach einer Passage blockigen Geländes erreicht man die glatte »Jägerwand«, die man mit Drahtseil gesichert über eine »Treppe« aus Eisenstiften überwindet. Über eine lehmige Passage steigen wir bis zur Einmündung des Anstiegs über die Rote-Rinn-Scharte, der von Hinterbärenbad heraufführt. Dort geht es rechts steil hinauf zu einem auffälligen Felskopf. Über Felsgelände steigen wir weiter, durch eine große Rinne bis unter einen Felsturm zur »Achselrinne«. Dort steigt man rechts exponiert, aber gesichert in einer plattigen Verschneidung weiter oder links durch einen schmalen Kamin mittels Leiter hinauf zum breiten Schuttband der »Maximiliansstraße«. Drahtseilgesichert geht es nun auf dem breiten Grat zum Babenbergerstübchen (nur Unterstand, bei Gewitter meiden) und zum höchsten Punkt der Ellmauer Halt, die ein eisernes Kreuz schmückt.
Höchster Punkt
Gruttenhütte, 1620 m; Ellmauer Halt, 2344 m.
Unterkunft
Gruttenhütte, 1620 m (AV-Hütte, Kat. I, von Anfang Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet, 50 Betten, 100 Lager, 20 Notlager; Tel. 0043/5358/2242).

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