Große Chiemgaudurchquerung

Konditionell anspruchsvolle und landschaftlich abwechslungsreiche Gebirgsdurchquerung. Wunderschöne Übernachtungsmöglichkeiten auf den Gipfeln. (Autor: Michael Pröttel)
Die vorgeschlagene Route hält sich an den von den Sektionen des Deutschen Alpenvereins betreuten »Maximiliansweg«. Dieser stimmt nicht immer mit dem historischen Wegverlauf bzw. mit dem Europäischen Fernwanderweg E4 überein. Ein großer Vorteil dieses Wegverlaufs jedoch sind die an den Gipfeln gelegenen Übernachtungsmöglichkeiten. Vom Heubergweg in Nußdorf folgen wir der Beschilderung »Maria Kirchwald«. Hinter der Kapelle geht es entlang dem Kreuzweg weiter zu den Freiflächen von Gritschen und Gerstland. Hier an der Straße nach rechts und dann wieder links in den Wald. Nach Überquerung eines Baches erreicht man wieder eine Straße und folgt dieser bis zum Gasthof Duftbräu. Weiter geht es auf der Straße den Beschilderungen »Spatenau« (2:30Std.) und »Karkopf« nach. Hier hat man den zum Hochrieshaus führenden Höhenrücken erreicht. Von der Hochries (5Std.) – wie bei Wanderung 7 in umgekehrter Richtung beschrieben – hinab nach Hohenaschau (7:30Std.). Dort wandert man zur Kampenwand-Bergbahn und links von dieser nach Osten. Weiter geht es, der Beschilderung zur Gorialm folgend, durch den Bergwald bergan. Von der Gorialm (10Std.) führt ein breiter Weg zur Steinlingalm (Abstecher zur Kampenwand möglich, siehe Wanderung Auf das Lochner Horn).
Nun führt unser Weg nach Osten und steiler über die östlichen Gratausläufer der Kampenwand. Anschließend wendet man sich nach links zur Piesinger Hochalm (11:30 Std.) und zum Sattel zwischen Hochplatte und Haberspitz. Von hier zur bewirteten Hochplattenalm und nach Norden zur Staffenalm. Weiter geht es auf der Forststraße nach Marquartstein bergab, ins Ortszentrum (15 Std.) und über die Tiroler Ache. Dahinter folgt man in der Burgstraße den Beschilderungen »Hochgern«, die uns zur Alm Ager-Gschwend (16Std.) führen. Durch Wald geht es weiter bergauf und nach der Bergwachthütte in freierem Gelände zum Hochgernhaus (17:15 Std.).
Entlag dem Kamm führt der Weg von hier direkt zum Hochgern-Gipfel (18 Std.). Von hier geht es ein Stück zurück und dann links steil hinab nach Süden zur Bischoffsfellnalm und weiter zur Hinteralm (19:30 Std.). Flach weiter nach Osten zur Eschelmoos-Diensthütte und steiler nördlich des Weißgrabens zum Sattel zwischen Weißgraben- und Thoraukopf. An dieser Stelle wendet man sich nach links und wandert zuletzt wieder recht steil nach Norden auf den Hochfelln (22 Std.).
Hinab nach Ruhpolding geht es wie bei Wanderung 22, nur in umgekehrter Richtung. Vom Ortszentrum Ruhpolding (25 Std.) wandern wir über die Weiße Traun und rechts am Ufer entlang, um bald nach links zur Kirche St.Valentin abzubiegen. Nun über Zell und Infang entlang einer Teerstraße nach Osten, bis man schließlich Oberhausen (26:30 Std.) erreicht. An einer dahinter gelegenen Weggabelung zuerst nach links, dann wieder nach rechts und über Keitl zur Kirche von Niederachen. Von dort führt uns die Hauptstraße direkt ins Ortszentrum von Inzell (27 Std.). Man unterquert die Umgehungsstraße und folgt einer Teerstraße nach Osten ins Breitmoos und zur romanischen Kirche Einsiedel. Von dort führt der Weg auf den Waldrand zu und durch den Wald bergan. Man stößt auf eine Forststraße und folgt ihr ein Stück, um sie dann scharf nach rechts zu verlassen. Auf einem guten Steig geht es steiler bergauf zur unbewirteten Kohleralm (29 Std.). An der anschließenden Weggabelung wenden wir uns nach rechts und steigen ein Stück durch Latschen- und Wiesengelände bergab. Im Wald geht es zuletzt wieder ein Stück bergan, bis wir die Zwieselalm (30 Std.) erreicht haben. Hinter der Alm geht es bei der Weggabelung nach rechts und weiter, zum Teil an Forststraßen entlang (Wegweiser »Listanger«), zum Talboden von Bad Reichenhall (32Std.), wo man das Ortszentrum über die Kretabrücke erreicht.
Alternative: Bei gutem Wetter sollte man die Durchquerung mit der Besteigung des Hochstaufens krönen. Dafür geht man an der Gabelung nach der Zwieselalm weiter nach links und quert unterhalb des Staufenkamms nach Osten. Schließlich erreicht man den von Reichenhall heraufführenden Weg und folgt diesem links weiter zum Gipfelhaus und zum Hochstaufen selbst. Der Abstieg erfolgt wie bei Wanderung 29. Von der Pidingeralm aus folgt man nun dem Weg nach Süden zur Kretabrücke und ins Ortszentrum.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour80 km
Höhenunterschied4950 m
Dauer10.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktNußdorf.
EndpunktBad Reichenhall.
TourencharakterKönig Max II. von Bayern unternahm vom 20.Juni bis zum 27.Juli 1858 mit großem Gefolge – Wissenschaftlern, Dichtern und Freunden – eine Wanderung durch die bayerischen Alpen. Die königliche Reise führte ihn vom Bodensee zum Königssee. Die gesamte Strecke ist 370km lang und führt von Lindau über Füssen, Lenggries, Nußdorf und Ruhpolding nach Berchtesgaden. Der Chiemgauer Abschnitt dieser Weitwanderung beginnt in Nußdorf und endet in Bad Reichenhall.
Beste Jahreszeit
KartentippTouristenkarten Chiemsee und Umgebung, 1:50000, Bayerisches Landesvermessungsamt sowie Berchtesgadener Alpen, 1:50000, Bayerisches Landesvermessungsamt.
MarkierungenMaximiliansweg: rote Punkte; über weite Strecken auch gemeinsam mit dem Europäischem Fernwanderweg E4 orangefarbene Punkte.
VerkehrsanbindungDa Ausgangs- und Endpunkt weit voneinander entfernt liegen, am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Nach Nußdorf von München mit dem Zug bis Rosenheim und dort umsteigen in den RVO-Bus 9490. Zurück von Bad Reichenhall nach München mit dem Zug mit Umsteigen in Freilassing.
GastronomieZahlreiche Almen und Berghütten entlang dem Weg.
Unterkunft
Hochrieshaus: Tel. 08032/8210, ganzjährig geöffnet außer Mitte Dezember, Donnerstag Ruhetag; Gorialm, ganzjährig geöffnet, Tel. 08052/2183, Hochgernhaus, ganzjährig geöffnet, Tel. 08641/61919; Hochfelln-Gipfelhaus, im Sommer durchgehend geöffnet, Tel. 08662/8233, Mobil 0170/3232926; Zwieselalm.
Tourismusbüro
Bad Reichenhall, Wittelsbacherstraße 15, 83435 Bad Reichenhall, Tel. 08651/6060, E-Mail: info@bad-reichenhall.de

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