Gratlspitze (1899 m)

Ausnehmend schöne und aussichtsreiche Gipfelüberschreitung. Neben ein paar Kraft raubenden Gegenanstiegen verlangen auf dem langen Kammweg einige wenige Stellen etwas Geschicklichkeit im Fels (I–). Diese Abschnitte sorgen allenfalls für etwas spannende Abwechslung, Angst braucht man davor nicht zu haben. (Autor: Siegfried Garnweidner)
6 km
1090 m
6.00 h
Vom Feuerwehrhaus neben der Straße zum Ort hinauf, hinter der Raiffeisenkasse rechts abbiegen und über dem Gasthof Jakober durch eine schmale Gasse zur Kirche. An ihr vorbei und gleich hinter dem Böglerhof links abzweigen und sofort nach rechts auf den beschilderten Wiesenweg schwenken. Der Weg verzweigt sich bei ein paar Häusern. Dort rechts schwenken und der Beschilderung ins Hösljoch folgen. Gleich nach den Wohnhäusern abermals rechts halten und auf dem beschilderten Steinweg weiter, hinter einem bewaldeten Bachgraben an einem Wohnhaus vorbei, wieder auf eine freie Wiese und diese zu den Häusern von Tierberg queren. Zwischen den Häusern auf dem Lärchenweg weiter, der nun auf einem schmalen Fahrweg ansteigt. Am Waldrand verzweigt sich die Route. Dort links schwenken und ziemlich steil in den Wald hinein. An der nächsten Straßengabelung wieder links abbiegen, gleich darauf die Straße nach rechts verlassen und dem beschilderten und markierten Wanderweg folgend steil hinauf. Er quert mehrere Forststräßchen und verzweigt sich. Von dort nach rechts über einen Bach. Anschließend ist ein langer Waldhang ziemlich flach zu queren. Bei ein paar Treppenstufen schwingt sich der Weg deutlich auf, und der Hang bricht nach rechts enorm ab. Damit niemand hinunterfällt, ist ein solides Drahtseilgeländer gespannt. Nun geht es auf der Steiganlage ein längeres Stück im felsigen Bergwald stramm bergauf und um eine Hangkante herum. Hinter ihr wird das Gelände deutlich flacher. Dann stößt man zur Kehre einer Fahrspur und folgt dem oberen Wegast in der gleichen Richtung zu einer Alm. An ihr vorbei und bei allen Verzweigungen geradeaus weiter immer auf das Hösljoch zu. Im breiten Wiesensattel links abbiegen und dem beschilderten Weg zur Gratlspitze folgen. Nun durch Bergwald und über freie Wiesenhänge an zwei Almhütten vorbei und einen Fahrweg queren. Man erreicht ihn gleich noch einmal, folgt ihm, biegt jedoch nach rund 100m an markierter Stelle nach rechts in einen Wanderweg ab. Schließlich erreicht man in einer Senke die Grathöhe, geht aber links von ihr weiter. Der aussichtsreiche Bergweg führt durch lichten Wald und allmählich ins Latschenkrummholz hinein. Dann geht es lange in dieser Richtung dahin, bis noch deutlich vor einem scharfen Abbruch die Route nach rechts abknickt. Auf der rechten Seite des Gratrückens durch eine prächtige Berglandschaft weiter, bis der Bergpfad 65 schroffe und felsige Höhenmeter in einen grünen Gratsattel abfällt. Aus ihm ebenso mühsam wieder hinauf, an einer steil nach unten fallenden Höhle vorbei und noch einmal, jedoch »nur« 30 Höhenmeter, abwärts. Erst dann beginnt der Gipfelspurt. Über Felsen im Latschenbuschwerk erreicht man schließlich das Kreuz am höchsten Punkt.
Abstieg.
Den Gipfel verlässt man auf einem gleich einmal recht forschen, markierten Bergweg nach Westen über einen zackigen Grat. Es folgt ein längeres Auf und Ab mal auf der rechten, dann auf der linken Seite der Grathöhe, bis ein Rastplatz bei einem Kreuz erreicht ist. Von ihm kurz sehr abschüssig hinab (Drahtseil) und dann im Wald auf Treppenstufen und Wurzelwerk kurz noch einmal am Drahtseil hinunter, bis hinter dem Waldrand eine Fahrstraße erreicht ist. Auf ihr in vielen weit ausholenden Kehren gering abfallend den Hang nach Süden hinunter.
Ein paar Kehren lassen sich im freien Hang abkürzen, und dann wird die Jausenstation Bischoferalm erreicht. Von ihr nach Osten weiter, im Wald abermals geringfügig auf und ab, an der Quelle vorbei und durch einen Bachgraben. Dahinter weitet sich der Bergweg zum Sträßchen, auf dem es ebenfalls gering auf und ab dahingeht. Hinter einer Almhütte kommt man bei Hausberg in freie Hänge. Ein Stück auf der Asphaltstraße in Kehren hinunter. An beschilderter Stelle die Straße nach links verlassen, auf einem Treppenweg an einer Wasserfassung vorbei, beim Wohnhaus etwas links abdrehen und auf einem Wiesenweg zum Waldrand. Dort rechts abbiegend dem Wegweiser Alpbach-Trat folgen. Auf diesem Weg geradeaus hinunter, aus dem Wald heraus und nach einer Biegung auf ein paar Meter durch den »Stammgästewald«. Gleich darunter wird die Aufstiegsroute erreicht, auf der man zum Ausgangspunkt zurückkehrt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied1090 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz am unteren Ortsrand von Alpbach (neben der Feuerwehr; 950 m)
EndpunktParkplatz am unteren Ortsrand von Alpbach (neben der Feuerwehr; 950 m)
TourencharakterDirekt nördlich des Touristenorts Alpbach erhebt sich ein markanter, zackiger und bis oben hin mit Latschen bewachsener Bergkamm, der vom Tal aus schon ahnen lässt, dass er ein Aussichtsziel erster Güte ist. Der Wanderer, der sich diese beliebte Tour vornimmt, wird nicht enttäuscht werden. Und weil es viele Wege auf den Gipfel gibt, wird hier gleich die spannende Überschreitung des ganzen Kamms von Ost nach West vorgeschlagen. Im Berg wurde übrigens lange Zeit Silber abgebaut, was der Talbevölkerung einen gewissen Wohlstand bescherte. Der Talort Alpbach nennt sich »schönstes Dorf Österreichs« und »schönstes Blumendorf Europas«, Prädikate, die den Urlaubsgast vielleicht beeindrucken, den Bergwanderer – wenn überhaupt – jedoch nur am Rande berühren dürften …
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wander-, Rad- und Skitourenkarte 1:50000, Blatt 28 (Vorderes Zillertal–Rofan–Wildschönau)
MarkierungenViele deutliche Wegtafeln und hin und wieder Markierungspunkte
VerkehrsanbindungBusverbindung ab Brixlegg; mit dem Auto auf guter, aber kurviger Bergstraße vom Inntal (Brixlegg) zum Ausgangspunkt
GastronomieJausenstation Bischoferalm
Tipps
Über die Nordhänge. Eine beliebte und sehr kurze Anstiegsvariante führt auf der Nordseite vom Holzalmhaus herauf.
Höchster Punkt
Gratlspitze (1899 m)
Unterkunft
Hotels und Gasthäuser in Alpbach
Tourismusbüro
Alpbach, Tel. 0043/5336/200941; www.tirol.at/alpbach
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