Gipfelrunde am Hochgrat

Und Abstieg mit zahlreichen Einkehrstopps. Anstieg auf den Hochgrat auf breitem Wanderweg; Abstiegsrunde im Gipfelbereich auf felsigem Steig und auf schönen Bergwegen, im unteren Bereich auf Alpfahrwegen. Im Gipfelbereich Trittsicherheit erforderlich. (Autor: Heinrich Bauregger)
9 km
130 m
4.00 h
Der Hochgrat ist nicht nur der höchste Gipfel der Westallgäuer Berge, sondern auch ein großartiger Ausblicksberg. Bei schönem Wetter reicht der Blick bis zum Bodensee. Auch wenn wir nur einen kurzen Ausflug machen wollen, bietet sich die Tour an, denn selbst wenn wir erst am Nachmittag losziehen, ist der Gipfel noch zu machen. Obwohl der Hochgrat nach Norden mit steilen Felsabbrüchen abfällt, ist er auch für Nichtschwindelfreie zu schaffen, denn der Weg ist breit und an den Abbruchstellen mit Drahtseilen gesichert. Eine Sehenswürdigkeit eigener Art ist das Gipfelkreuz aus dem Jahre 1893, das aus genieteten Eisenblechen besteht. Haben wir mehr Zeit, wandern wir nach der Ersteigung des Hauptgipfels zurück zur Bergstation und wandern dann weiter in Richtung Westen und überschreiten einen Teil der Nagelfluhkette. Über mehrere Einkehrstellen erreichen wir dann wieder die Talstation der Hochgratbahn.
Der Anstieg auf den Hochgrat.
An der Bergstation der Hochgratbahn wandern wir um das Gebäude herum und folgen links dem breiten Pfad an der Gratkante entlang oder – falls wir nicht schwindelfrei sind – rechts davon durch die freien Hänge hinauf zum Gipfelkreuz.
Die Abstiegsroute.
Vom Gipfel des Hochgrats wandern wir auf demselben Weg zurück zur Bergstation und folgen dann dem breiten Weg auf dem Kamm (Wegweiser »Falkenhütte«) in Richtung Westen. Nach wenigen Minuten führt rechts ein schmaler Fahrweg hinab und mit einem Schlenker nach links würden wir das Staufner Haus erreichen, das sich für eine Übernachtung anbietet. Dann wird der breite Weg zum Pfad und wir wandern auf dem Nagelfluhgrat nach Westen, überschreiten (oder umgehen) den Seelekopf, den Hohenfluhalpkopf und die Rohnehöhe, die aufgrund ihrer Zusammensetzung aus Nagelfluh interessante Gesteinsbildungen und eine üppige Flora aufweisen und so für Abwechslung sorgen. Die Einschartungen zwischen Gipfeln sind nur mäßig, sodass wir keine großen Höhenunterschiede zu bewältigen haben. Der Steig führt über vereinzelte Felsstufen mit Drahtseilsicherungen und einer Eisenleiter. Nach der Falkenhütte folgen wir den Wegweisern zur Talstation und passieren auf unserem Abstiegsweg erst zwei uralte Bergahorne, bis wir den Berggasthof Stiegalpe erreichen. Hier nehmen wir den unteren Weg, der uns über die Untere Stiegalpe zur Talstation bringt.

kindgerechtes Wandern im Allgäu

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied130 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortOberstaufen, 791 m
TourencharakterDauer -
Auf- und Abstieg Hochgrat 1.15 Std.; Abstieg über die Falkenhütte zur Talstation 3.30 Std.; insgesamt 4.15 Std. Direkter Abstieg zur Talstation 2 Std.
Höhenunterschied:
Von der Bergstation zum Hochgrat 130 m im Auf- und Abstieg; Abstiegsrunde: 130 m im Auf- und 970 m im Abstieg.
Hinweise
Hochgrat ab 4, Abstiegsrunde ab 6 Jahren.
KartentippTopographische Karte 1 - 50000 Allgäuer Alpen (BLVA).
VerkehrsanbindungAuto Auf der B 308 nach Oberstaufen, dann hinab nach Weissach, jenseits wieder hinauf nach Steibis und weiter zur Talstation der Hochgratbahn bei der Eibelealm; dort großer, gebührenpflichtiger Parkplatz. Bahn/Bus Mit der Bahn auf der Strecke Immenstadt–Lindau bis Oberstaufen, von dort mit dem Bus über Steibis bis zur Talstation der Hochgratbahn (stündlicher Pendelverkehr vom Bahnhof Oberstaufen).
GastronomieRestaurant in der Bergstation (1708 m), nahezu ganzjährig bewirtschaftet. n Staufner Haus (1614 m), Alpenvereinshütte, von Anfang Mai bis Allerheiligen bewirtschaftet, 10 Betten, 70 Lager; Tel. 08386/8255. Zu Fuß 10 Min. Abstieg von der Bergstation der Hochgratbahn. n Falkenhütte (1450 m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, Montag Ruhetag, 80 Betten und Lager; Tel. 08386/8113. n Schneelochalpe (1276 m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, 35 Lager. n Stiegalpe (1178 m), ganzjährig bewirtschaftet, Übernachtungsmöglichkeit. n Obere Lauchalpe (1420 m), von Mitte Mai bis Anfang Oktober bewirtschaftet. n Untere Lauchalpe (1020 m), etwas oberhalb des Abstiegsweges; von Mitte Mai bis Anfang Oktober bewirtschaftet, Montag Ruhetag.
Informationen
Hochgratbahn (Kleinkabinenbahn) von der Talstation (856 m) zur Bergstation (1708 m) am Hochgrat. Betrieb von 8.30–17 Uhr. Tel. 08386/8223.
Höchster Punkt
Hochgrat, 1834 m
Unterkunft
Restaurant in der Bergstation (1708 m), nahezu ganzjährig bewirtschaftet. Staufner Haus (1614 m), Alpenvereinshütte, von Anfang Mai bis Allerheiligen bewirtschaftet, 10 Betten, 70 Lager; Tel. 08386/8255. Zu Fuß 10 Min. Abstieg von der Bergstation der Hochgratbahn. Falkenhütte (1450 m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, Montag Ruhetag, 80 Betten und Lager; Tel. 08386/8113. Schneelochalpe (1276 m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, 35 Lager. Stiegalpe (1178 m), ganzjährig bewirtschaftet, Übernachtungsmöglichkeit. Obere Lauchalpe (1420 m), von Mitte Mai bis Anfang Oktober bewirtschaftet. Untere Lauchalpe (1020 m), etwas oberhalb des Abstiegsweges; von Mitte Mai bis Anfang Oktober bewirtschaftet, Montag Ruhetag.

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