Giessbachfälle

Beschauliche Wanderrunde am Südufer des Brienzer Sees mit viel Getöse und ein paar Wasserspritzern im Bereich der großartigen Giessbachfälle. (Autor: Eugen E. Hüsler)
13 km
500 m
4.00 h
Aus der Bucht von Iseltwald (566 m) folgt man zunächst dem Ufersträßchen. Halblinks im See draußen liegt die kleine Schneckeninsel. Bei Schoren (Camping) zweigt der schön angelegte, abschnittweise aus dem Fels gehauene Fußweg ab. Er verläuft ohne nennenswerte Höhenunterschiede am Seeufer entlang, bietet dabei stimmungsvolle Ausblicke auf die Ortschaften am rechten Ufer des Brienzer Sees und auf das Brienzer Rothorn (2350 m). Hundert Meter über dem lauschigen Pfad, aber weder hör- noch sichtbar, verläuft die Schnellstraße. Von der Schiffanlegestelle Giessbach (566 m; 1:30 Std.) steigt man hinauf zum gleichnamigen Hotel (666 m; auch Standseilbahn) in schöner Lage vor den Giessbachfällen. Der weitere Anstieg auf einem Serpentinenweg bietet packende Blicke auf die tosende Gischt. Etwa auf halber Höhe der insgesamt 14 Kaskaden, die über rund 400 Meter herabstürzen, quert man auf einem gesicherten Steg hinter dem Wasservorhang auf die Westseite der Giessbachschlucht. Anschließend steigt der Weg im Zickzack an gegen den Felsriegel der Schweibenflue. An der Verzweigung im Rücken der Schweibenalp (ca. 1070 m; 3 Std.) hält man sich rechts und wandert hinüber zum »Alten Hus« (1054 m). Dahinter geht's im Wald steil bergab zur ausgedehnten Hagweid, mit zuletzt freier Sicht über den Brienzer See auf sein Nordufer und den Rothorngrat. Ein Güterweg leitet dann hinunter zum Schatthüsi (677 m), wo man oberhalb eines Tunnelportals die Schnellstraße kreuzt. Zuletzt auf einem Sträßchen hinunter zum Seeufer und zurück nach Iseltwald (4:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied500 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktIseltwald (566 m), kleines Dorf am Südufer des Brienzer Sees.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Wanderung zu den Giessbachfällen ist nicht nur ein Landschaftserlebnis, sondern auch eine kleine Zeitreise: Das Grandhotel Giessbach, vor einem Vierteljahrhundert fast der Abrissbirne zum Opfer gefallen (und dann vom Umweltschützer Franz Weber gerettet), erstrahlt in vornehm-altmodischem Glanz, die Standseilbahn befördert wie vor hundert Jahren Gehfaule vom See herauf zur Aussichtsterrasse, und der Weg zu der rauschenden Sehenswürdigkeit hat auch schon einige Jahre auf dem Buckel. Jünger ist die Schnellstraße hoch über dem Südufer des Brienzer Sees, doch die verläuft hier im und nicht am Berg, bleibt also unsichtbar. Dafür zeigt sich die langgestreckte Bergkette über dem See umso schöner (Brienzer Rothorn Tour 9). Und nicht vergessen: Auf dem See verkehren die Kursschiffe der Oberländer Flotte. Warum also nicht von Giessbach gleich mit dem Schiff zurückfahren nach Iseltwald?
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50 000, Blatt 254T »Interlaken« mit Wanderwegeaufdruck; Kompass 1:50 000, Blatt 84 »Jungfrau-Region«.
MarkierungenGelbe Rhomben, gelbe Wegzeiger.
VerkehrsanbindungIseltwald liegt unterhalb der Schnellstraße Interlaken – Meiringen; es hat Busverbindung mit Interlaken. Mit dem Kursschiff kommt man über den Brienzer See zu dem Uferdorf.
GastronomieGrandhotel Giessbach (666 m).
Informationen
Kleine Variante: Nach der Besichtigung der Wasserfälle mit dem Schiff zurück nach Iseltwald; Gehzeit dann 2 1/4 Std.
Tourismusbüro
Tourist Information Brienz–Axalp, CH-3855 Brienz; Tel. +41(0)33/952 80 80, Fax 952 80 88, E-Mail info@haslital.ch, Internet www.haslital.ch

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