Geisingberg und Kahleberg

Auf dem Dach des Osterzgebirges Passagenweise steile Waldwanderung mit zahlreichen Aussichtsstellen. (Autor: Bernhard Pollmann)
12 km
300 m
6.00 h
Geisingberg Neben der Straßenbrücke bergseitig des Bahnhofs Geising zweigt der mit dem Zeichen »Blaustrich« markierte E 3 Richtung »Altenberg/Geisingberg« ab und führt im Laubwald und zwischen Blockwerk gipfelwärts. Der stumpfe Vulkankegel ist eines der markantesten Berghäupter des Osterzgebirges und ein Wahrzeichen von Geising und der Bergstadt Altenberg. Der nährstoffreiche schwarze Basalt macht den Geisingberg zudem zu einem herausragenden Gebiet für botanisch Interessierte - Himmelsschlüssel, Feuerlilie, Seidelbast, Maiglöckchen, Arnika, Trollblume, Türkenbundlilie, Knabenkraut, Akelei, Fingerhut und viele andere Pflanzen gedeihen in diesem Naturschutzgebiet, in dem auch Zauneidechsen, Ringelnattern, Blindschleichen, Kreuzottern und Feuersalamander heimisch sind. In einem aufgelassenen Basaltsteinbruch unterhalb des Gipfels befindet sich ein See, in dem an heißen Sommertagen gebadet wird. Eine Viertelstunde später ist der Geisingberggipfel mit der Bergbaude erreicht. Der 17m hohe Luisenturm bietet ein fantastisches Panorama von Erzgebirge und Elbsandsteingebirge, bei klarer Sicht schweift der Blick bis ins Riesengebirge. Vom Aussichtsturm fällt der Blick auch hinab in die Pinge von Altenberg und hinüber zum nächsten Ziel, dem Kahleberg. Kahleberg Vom Geisingberg führt die »Blaustrich«-Markierung hinab in die Bergstadt Altenberg, folgt kurz der Durchgangsstraße bis zum Rathaus (wer mit der Bahn zurückfahren will, geht hier geradeaus), zweigt hier links ab, taucht nach recht steilem Wiesenanstieg wieder in den Wald ein und erreicht das Raupennest mit Waldschänke und der längsten Sommerrodelbahn Sachsens. In einer schönen Höhenwanderung im Wald führt der Fernwanderweg Eisenach–Budapest (EB) weiter zum Kahleberg, dem höchsten Berg des Osterzgebirges, die »Kahlebergbaude« lädt zur Einkehr. Bei klarer Sicht schweift der Blick ostwärts weit über das Osterzgebirge hinaus bis zum Isergebirge, zum Jeschken bei Liberec (Reichenberg) und zum Riesengebirge mit der Schneekoppe, während sich im Südwesten die Höhen des mittleren Erzgebirges mit Fichtel- und Keilberg zeigen. Unten im Tal liegt die Bergstadt Altenberg, überragt vom bewaldeten Kegel des Geisingbergs. Georgenfelder Hochmoor Beim Abstieg vom Kahleberg erreicht der Blaustrich-Weg bald die große Kreuzung mit dem Schneise 28 genannten Forstweg. Dieser führt mit Richtungsangabe »Georgenfelder Hochmoor« schnurgerade links hinab im Wald und nimmt kurz vor dem Georgenfelder Hochmoor den Erzgebirgs-Kammweg auf (Rotstrich-Markierung): Dieser wechselt bald links auf den zum Georgenfelder Hochmoor führenden Lugsteinweg. Das Georgenfelder Hochmoor ist das am weitesten nach Osten vorgeschobene Mittelgebirgshochmoor Deutschlands. Das Naturschutzgebiet ist Teil eines Moorkomplexes, der sich südwestlich des Grenzorts Zinnwald-Georgenfeld in 865–880m Höhe vom Abhang der Lugsteine bis nach Böhmen erstreckt. Auf sächsischem Gebiet befindet sich mit 12 ha rund ein Zehntel des gesamten Moorgebiets. Der Torfabbau vor allem im 19. Jh. und nach 1918 hat das Moor drastisch verkleinert, die Wasserableitung im Neu- und im Grenzgraben hat Teile verwalden lassen. Um die völlige Zerstörung des Georgenfelder Hochmoors zu verhindern, kaufte der damalige Landesverein »Sächsischer Heimatschutz« 1926 das Hochmoor auf. Mit Ausnahme eines geringfügigen Abbaus nach 1945 wurde seither kein Torf mehr gestochen. Auf Holzbalken führt ein Naturlehrpfad durch das Moor. Nach diesem Abstecher leitet der Rotstrich-Wanderweg zu den Häusern von Georgenfeld. Das zur Stadt Altenberg gehörende Grenzdorf Zinnwald-Georgenfeld am Grenzübergang zu Tschechien ist mit 780–880m der höchstgelegene Ort des Osterzgebirges. Von hier fährt der Bus zurück nach Altenberg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied300 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
StartortDie Stadt Geising mit ihrem denkmalgeschützten Fachwerkortskern ist Wintersportplatz und Erholungsort am Fuß des Geisingbergs.
AusgangspunktBushaltestelle und Parkplätze am Bahnhof Geising (580m) der Müglitztalbahn.
TourencharakterGeising- und Kahleberg sind zwei der aussichtsreichsten Kuppen im Osterzgebirge, vom höchsten Berg, dem Kahleberg, schweift der Blick an klaren Tagen bis ins Riesengebirge. Den Abschluss der Wanderung bildet das Georgenfelder Hochmoor. Ausgangspunkt ist der Müglitztalbahnhof in Geising. Wer nur über den Geisingberg wandern will, notiert am Ausgangspunkt die Abfahrtszeiten der Bahn und fährt von Altenberg in sechs Minuten nach Geising zurück.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1 - 25 000 mit Wanderwegen, Blatt 38 Osterzgebirge/Altenberg (Landesvermessungsamt Sachsen).
VerkehrsanbindungMüglitztalbahn Heidenau – Geising – Altenberg. E 55 (B 170) Dresden – Altenberg – Zinnwald – Tschechien und in Altenberg nach Geising abzweigen.
GastronomieGeising, Geisingberg, Altenberg, Raupennest, Kahleberg, Georgenfeld.
Tourismusbüro
Fremdenverkehrsbüro Geising, Hauptstraße 25, 01778 Geising, www.geising.de

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