Geigelstein von Ettenhausen

Almwege und schmale Bergsteige. Im oberen Teil ist die Route ziemlich stark der Sonne ausgesetzt. Der Übergang vom Geigelstein über die Rossalm zur Dahlsenalm ist in der Zeit vom. 1.November. bis zum 31. Mai aus Naturschutzgründen gesperrt. (Autor: Heinrich Bauregger)
5 km
1158 m
4.00 h
Der Geigelstein, Hausberg der Schlechinger und viel besuchter Wanderberg, nimmt eine Sonderstellung ein. Neben der Kampenwand gehört er zu den höchsten und meistbesuchten Gipfeln der westlichen Chiemgauer Alpen. Seine Lage am Südrand der Chiemgauer bürgt für eine grandiose Aussicht. Ein weiteres Plus - Seit 1991 steht der Geigelstein wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna unter Naturschutz. Seine geologische Vielfältigkeit hat an seinen Berghängen ein weites florales Artenspektrum entstehen lassen. Zu den botanischen Raritäten gehört z. B. Widder's Kohlröschen.
Doch auch die Tierwelt präsentiert sich dort oben ähnlich vielfältig. Neben Reh-, Rotwild und Gämsen haben auch Auerhühner, Birkhühner, Haselhühner und das seltene Alpenschneehuhn ihren Lebensraum am Geigelstein gefunden. Damit verbunden ist allerdings auch ein Wegegebot und ein zeitweiliges Betretungsverbot bestimmter Bereiche. Von allen Seiten führen Wege auf seinen Gipfel, doch seinen Ruf als Modeberg hat er durch den »Ansturm« auf seiner Ostseite. Dort hilft nämlich die Geigelsteinbahn hinauf zur Wuhrsteinalm, knapp 500 Höhenmeter einzusparen. Wer den Sessellift verschmähen will, darf von Ettenhausen, dem Ausgangsort, natürlich auch zu Fuß auf einer schattigen Forststraße hinauf zur Wuhrsteinalm wandern.
Die, die etwas Zeit »sparen« wollen, starten ihre Tour an der Bergstation und steigen zuerst in 10 Minuten hinauf zum Berggasthof Wuhrsteinalm. Dort beginnt der Wanderweg zum Geigelstein. Auf gut markiertem Weg – zum Teil in Serpentinen – steigen wir zuerst über Almwiesen hinauf zur direkt oberhalb gelegenen Wirtsalm, wo wir den rechten Wegverzweiger nehmen. Der Steig verläuft dann durch die schrofendurchsetzte, der Sonne ausgesetzte Südflanke des Geigelsteins und führt hinauf zur Geigelsteinscharte, die uns dann einen reizvollen Blick hinab zur Priener Hütte gestattet. Wir gehen nun rechts durch Latschen weiter steil aufwärts zum Gipfel mit Kreuz und kleiner Kapelle.
Den Abstieg bewältigen wir am besten auf der Anstiegsroute, denn so kommen wir am schnellsten zu einer Einkehrmöglichkeit. Und falls uns dabei die Knie weich geworden sind lassen wir uns gemütlich mit dem Sessellift ins Tal hinunterschaukeln.

Dauer - Von der Bergstation der Sesselbahn 2 Std. bis zum Gipfel. Für den Abstieg zur Bergstation 1.15 Std., für den Abstieg ins Tal 1 Std.; insgesamt: 4.15 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied1158 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortEttenhausen
AusgangspunktSesselbahn, Talstation
EndpunktSesselbahn, Talstation
TourencharakterAlmwege und schmale Bergsteige. Im oberen Teil ist die Route ziemlich stark der Sonne ausgesetzt. Der Übergang vom Geigelstein über die Rossalm zur Dahlsenalm ist in der Zeit vom. 1.November. bis zum 31. Mai aus Naturschutzgründen gesperrt.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte 1 - 50 000 Chiemsee – Chiemgauer Alpen
VerkehrsanbindungÜber die Salzburger Autobahn bis zur Ausfahrt Bernau, dann auf der Landstraße nach Schleching und weiter bis Ettenhausen. Dort Parkplatz an der Talstation der Sesselbahn.
GastronomieWuhrsteinalm, 1140 m (ganzjährig bewirtschaftet, außer November und die ersten Wochen nach Ostern). Liftstüberl an der Talstation der Geigelsteinbaghn.
Tipps
Und nach der Tour - Ein Rundgang durch den traditionsreichen Ort Schleching mit seinen reizvollen alten Bauernhäusern. Das bereits im 10. Jahrhundert urkundlich als »Slehingin« genannte Dorf weist mit der Pfarrkirche St. Remigius ein frühes Beispiel des bayerischen Rokoko auf. Sehenswert ist auch der Friedhof mit den zahlreichen kunstvoll geschmiedeten Grabkreuzen.
Höchster Punkt
Geigelstein, 1813 m

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